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Gemeinsame Forschung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit

11.12.2006
Airbus, Bosch, Continental Automotive Systems, DaimlerChrysler, DLR, OFFIS, Siemens und Universität Oldenburg haben am 8. Dezember 2006 in Berlin den Verein "SafeTRANS" zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit gegründet.

In den Räumen der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin wurde am Freitag das Kompetenzcluster SafeTRANS als gemeinnütziger eingetragener Verein mit Sitz in Oldenburg gegründet. Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit durch die Entwicklung und Implementierung von harmonisierten Forschungs- und Entwicklungs-Strategien.

Die Gründungsmitglieder von "SafeTRANS" sind:

o Airbus Deutschland GmbH,
o Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,
o Continental Teves AG & Co. oHG,
o DaimlerChrysler AG,
o Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.,
o OFFIS e.V.,
o Robert Bosch GmbH und
o Siemens AG.
Im Anschluss an die Gründungs- und erste Mitgliederversammlung von SafeTRANS fand ein Empfang mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik statt. Die Gäste wurden durch den SafeTRANS Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Werner Damm (Leiter des Forschungszentrums Sicherheitskritische Systeme der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und OFFIS Vorstandsmitglied) begrüßt, der in seiner Rede besonders die Relevanz eingebetteter Systeme als Querschnittstechnologie zur Realisierung neuer Fahrzeugfunktionen hervorhob. Durch die branchenübergreifende Bündelung von Forschungsstrategien zur Entwicklung eingebetteter Systeme würden entscheidende Wettbewerbsvorteile erwartet.

Zudem sprach Staatssekretär Wolfgang Gibowski, Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund, ein Grußwort und betonte, dass das Projekt "SafeTRANS" in geradezu idealer Weise eine Vernetzung von Forschung und Wirtschaft in international sichtbaren Clustern anstrebe.

Diese sei für die Innovationsfähigkeit und Dynamik Deutschlands im internationalen Wettbewerb von grundlegender Bedeutung.

Weitere Grußworte sprachen die Herren Hennig Butz (Senior Manager Information Systems Architecture & Integration, Airbus Deutschland GmbH), Dr. Klaus Grimm (Director Software Technology, DaimlerChrysler AG) und Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke (Institut für Flugsystemtechnik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt).

Trotz steigender Komplexität die Sicherheit weiterhin gewährleisten

Die Fahrzeuge im Verkehrswesen - also Flugzeug, Fahrzeug und Bahn - werden immer komplexer. In Flugzeugen sorgen beispielsweise modernste Navigationssysteme dafür, dass die Piloten ihre Ziele passgerecht anfliegen. Solche Navigationssysteme sind dabei nur ein kleiner Teil der elektronischen Systeme in einem Flugzeug. Ein Blick ins Cockpit macht deutlich, dass hier zahlreiche weitere elektronische Systeme für die Sicherheit der Passagiere sorgen. Ebenso verhält es sich mit unseren Fahrzeugen. Umfangreiche software-basierte Systeme sorgen für mehr Fahrsicherheit und damit für den Rückgang der schweren Unfälle - Stabilitätskontrollsysteme wie ESP sind zum Standard geworden. Die hohen Anforderungen an die Qualität der Systeme und die Effizienz der Entwicklung sowie die weiter zunehmende Komplexität erfordern leistungsfähige Prozesse, Methoden und Werkzeuge. Derartigen Herausforderungen kann durch die Bündelung von Kompetenzen und die Erarbeitung und Umsetzung abgestimmter Forschungsstrategien und -programme auf effiziente Weise begegnet werden.

SafeTRANS zur Harmonisierung der Forschungsstrategien und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland

Genau hier setzt der neu gegründete Verein an. Das Kompetenzcluster SafeTRANS bündelt die Kenntnisse und Fähigkeiten von international tätigen industriellen und wissenschaftlichen Akteuren im Bereich der Prozesse und Methoden für die Entwicklung sicherheitsrelevanter eingebetteter Steuerungssysteme in der Verkehrstechnik. Eingebettete Systeme tragen heutzutage im hohen Maße zur Wertschöpfung in der Entwicklung von Fahrzeugen jeglicher Art bei. Allein für die Automobilbranche erwartet beispielsweise die Mercer Management Consulting die Schaffung von weiteren 600.000 Arbeitsplätzen in Europa durch ein Anwachsen der Anteile eingebetteter Systeme an der Wertschöpfung von derzeit etwa 20 auf 35 Prozent.

Durch eine branchenübergreifende, harmonisierte Forschungsstrategie im Bereich der Entwicklungsprozesse und Methoden für eingebettete Systeme wird eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in diesen für den Wirtschaftsstandort Deutschland zentralen Branchen erwartet.

Den Branchen Automotive, Aeronautics und Railway Systems gemeinsam ist die Zielsetzung - trotz wachsendem Verkehrsaufkommen und wachsender Komplexität eingebetteter Systeme - die bereits heute bestehenden hohen Sicherheitsstandards zu halten beziehungsweise zu verbessern. Die Forschungsstrategie von SafeTRANS berücksichtigt unmittelbar die branchenspezifischen Standards zur Erzielung hoher Systemsicherheit und trägt durch die gemeinsame Plattform dazu bei, dass hervorragende Standards einzelner Branchen den anderen sichtbar und für die eigene Anwendung verfügbar gemacht werden.

Ebenfalls verfolgt SafeTRANS das Ziel in gesamt Europa eine Harmonisierung und Umsetzung einer Forschungsstrategie für den Bereich der eingebetteten Systeme im Verkehrswesen voranzutreiben.

Ansprechpartner für Rückfragen der Redaktion:
SafeTRANS Office
Heike Eekhoff
Escherweg 2
26121 Oldenburg
Telefon: +49 441 9722-531
E-Mail: heike.eekhoff@safetrans-de.org
Weitere Informationen:
http://www.safetrans-de.org - SafeTRANS
http://www.airbus.com - Airbus Deutschland GmbH
http://www.uni-oldenburg.de - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg www.contiautomotive.com - Continental Automotive Systems
http://www.daimlerchrysler.com - DaimlerChrysler AG
http://www.dlr.de - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
http://www.offis.de - OFFIS
http://www.bosch-presse.de - Robert Bosch GmbH
http://www.siemens.de - Siemens AG
http://www.mercermc.de - Mercer Management Consulting

Britta Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.safetrans-de.org

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