Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Parkhäuser ohne Warteschlangen

03.08.2006
BMW entwickelt System für drahtlose Bezahlung

Parkticket ziehen und am Parkautomaten Schlange stehen war gestern, künftig könnte der Fahrer im Parkhaus direkt an die Schranke fahren und die Parkgebühr nur noch auf dem Display seines Bordcomputers bestätigen. Was heute noch Vision ist, wurde im Forschungsprojekt Network On Wheels (NOW) und in Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für angewandte Informatik und kooperative Systeme an der TU München und der BMW Group Forschung und Technik Wirklichkeit. "Moderne Fahrzeuge sind heute schon weit mehr als reine Fortbewegungsmittel. Aber sobald es um das schnelle und einfache Bezahlen von Dienstleistungen geht, endet oft der Komfort. So etwa der Zustand im Parkhaus heute: Zunächst muss bei der Einfahrt manuell ein Ticket gezogen und die Parkgebühr am Parkautomaten bezahlt werden, bevor die Ausfahrt möglich ist. Bei Großveranstaltungen führt dies regelmäßig zu langen Schlangen am Parkautomaten und zu Staus bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus", teilt BMW mit.

Das könne sich ändern: Die Ein- und Ausfahrt könnte durch den Einsatz von bereits heute verfügbaren Technologien stark beschleunigt und vereinfacht werden, wie Wolfgang Linsmeier in seiner wissenschaftlichen Arbeit "Konzeption und Realisierung einer Anwendung für drahtlose Bezahlvorgänge in ad-hoc Fahrzeug-Netzwerken" gezeigt habe: "Dazu wurde das bereits praxiserprobte Verfahren des elektronischen Parktickets auf der ec-Karte mit Chip weiter entwickelt und als Prototyp beispielhaft in das Bordsystem eines BMW 7er integriert. Ein Einführen der ec-Karte in den Parkautomaten ist mit dem neuen Verfahren nicht mehr notwendig, die Bezahlung wird via drahtloser Verbindung vollständig über das Display des Bordcomputers abgewickelt", erklärt BMW.

Im Prototypen registriere das Abrechnungssystem beim Einfahren an der Schranke die Einfahrtszeit. Bei der Ausfahrt fährt der Parkkunde - ohne zeitraubende Umwege über einen Kassenautomaten - direkt mit dem Auto zur Ausfahrtschranke und die Parkgebühr werde sekundengenau vom Guthaben auf dem GeldKarte-Chip seiner ec-Karte abgebucht. "In vielen Städten gibt es bereits E-Parking-Angebote, die beispielsweise die Bezahlung des Parktickets über die Mobilfunkrechnung ermöglichen. Essenziell für die Parkplatzsuchenden ist generell, dass die E-Parking-Anbieter kooperieren und ihren Kunden die gegenseitige Nutzung der Dienste ermöglichen - auch in anderen Städten und Gemeinden, eventuell sogar international", so die Erfahrung von Omar Khorshed, Vorstandschef des Düsseldorfer Abrechnungsdienstleisters acoreus http://www.acoreus.de . Das sei sogar plattformunabhängig möglich. "So unterstützen wir ein städte- und anbieterübergreifendes Roaming, ohne in die Tarifautonomie, die lokalen Bezahlmodelle und -verfahren der Anbieter einzugreifen", sagt Khorshed.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.network-on-wheels.de
http://www11.in.tum.de
http://www.bmwgroup.com

Weitere Berichte zu: Parkautomat Parkgebühr Parkticket

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Lasersystem zur Rettung bei schweren Unfällen
29.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Autonomer Stadtbus: Sicher und zuverlässig unterwegs im Nahverkehr
28.11.2016 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten