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Mehr Kraft im Outback mit neuen Lokomotiven

10.02.2006


Mit modernisierten elektrischen Loks macht Siemens den Gütertransport in Australien effizienter. Eine neue Antriebstechnik bringt mehr Kraft, mehr Leistung und mehr Wirtschaftlichkeit auf die Schienen im fünften Kontinent. Waren bisher fünf Lokomotiven für einen der 120 Wagen langen Kohletransporte erforderlich, werden es nach der Modernisierung nur noch drei sein. Die erste Lok wird im März 2007 ausgeliefert.




Siemens Transportation Systems wird zusammen mit dem australischen Partner United Group Rail 60 elektrische Güterzug-Lokomotiven des Betreibers Queensland Rail rundum erneuern. Die Lokomotiven werden praktisch entkernt. Siemens liefert die neue elektronische Ausstattung aus Antrieben, Umrichtern, Transformatoren, Kühlanlagen und Führerstandselektronik mit den zugehörigen Steuerungen. Herzstück ist die neue Antriebstechnik: Statt mit Gleichstrom werden die Zugmaschinen zukünftig mit Drehstrom angetrieben. Wegen dieser Umstellung wächst die Leistung der Lokomotiven um mehr als ein Drittel. Damit die Lokomotiven keine Probleme mit der gesteigerten Zugkraft bekommen, muss ihr Gewicht jeweils von 110 Tonnen auf 126 Tonnen angehoben werden. Denn bei größerer Leistung und gleich bleibendem Gewicht bestünde die Gefahr, dass die Räder durchdrehen. Alle Lokomotiven bekommen zudem ein System, das an das Antiblockiersystem im PKW oder die Traktionskontrolle in der Formel 1 erinnert: Der Gleit- und Schleuderschutz von Siemens erkennt eine durchdrehende oder zum Blockieren neigende Achse und reduziert automatisch deren Antriebs- oder Bremskraft auf das ideale Maß.

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Einsatzort der Lokomotiven, deren Lebensdauer sich durch die Modernisierung um 20 Jahre verlängert, wird das Schienennetz von Goonyella in Ost-Australien sein. Dort wird Steinkohle im Tagebau gewonnen. Die Loks ziehen zwei Kilometer lange Züge zur 200 bis 300 Kilometer entfernten Küste, wo die Kohle für den Seetransport verladen wird. Ein Zug aus 120 Waggons bringt es auf ein Gewicht von mehr als 13.000 Tonnen. Der Auftrag über 150 Millionen Euro hat für Siemens als Konsortialführer einen Wert von 85 Millionen Euro. (IN 2006.02.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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