Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TÜV Rheinland Group eröffnet europaweit modernstes Prüfinstitut für Fußgängerschutz-Tests

07.09.2005


Neue Pkw-Modelle müssen strenge Fußgängerschutzkriterien einhalten


Neue Fahrzeugmodelle, die ab 1. Oktober in Europa erstmals auf den Markt kommen, müssen laut EU-Vorgaben bestimmte Grenzwerte zur Fußgängersicherheit einhalten. Bereits seit dem 1. September gelten ähnliche Bestimmungen für den japanischen Markt. Die TÜV Rheinland Group eröffnete jetzt das europaweit modernste Prüfinstitut für Fußgänger- und Insassenschutz. Das Kölner Unternehmen darf als bisher einzige Institution in Deutschland Tests zur behördlichen Genehmigung neuer Modelle nach japanischer und europäischer Gesetzgebung durchführen. "Wir investierten in Köln rund 1,6 Millionen Euro in die Technik des neuen Labors zum Fußgänger- und Insassenschutz. Dank modernster Robotertechnik können wir die notwendigen Aufpralltests in einer bisher ungekannten Präzision durchführen", erläuterten Prof. Bruno O. Braun, Vorstandsvorsitzender der TÜV Rheinland Group und sein für die Kraftfahrt zuständiger Kollege Dr. Jürgen Brauckmann. Die Automobilindustrie nutzt das Labor deshalb bereits in der Entwicklungsphase neuer Pkw.

Im Jahr 2004 verunglückten 34.000 Fußgänger auf deutschen Straßen, 838 davon tödlich. Über 70 Prozent aller Fußgängerunfälle betreffen Kollisionen mit der Fahrzeugfront. Der Aufprall des Kopfs auf die Motorhaube führt dabei zu den schwersten, oft tödlichen Verletzungen. Deshalb schreibt die europäische Richtlinie zunächst Grenzwerte für Crashs vor, bei denen Prüfkörper zur Simulation von Erwachsenen- und Kinderköpfen auf die Motorhaube geschossen werden.


Der Fußgängerschutz stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen. Die Grenzwerte sind nur mit grundlegenden Änderungen in der Fahrzeugkonstruktion zu erreichen, gleichzeitig dürfen diese die Sicherheit der Insassen nicht gefährden. "Die Möglichkeit bei der TÜV Rheinland Group alle Crashtests - auch Frontal- und Seitenaufprallcrashs - noch während der Entwicklungsphase durchzuführen, erleichtert den Automobilherstellern diese Aufgabe", erklärt Dr. Jürgen Brauckmann. "Mit Hilfe unserer exakten Tests zum Fußgängerschutz können die Automobilhersteller zudem ihre virtuellen Versuche ständig verbessern und der Realität annähern", so Dr. Brauckmann weiter.

Den hohen Investitionen der Automobilindustrie für den Fußgängerschutz steht ein hoher gesellschaftlicher Nutzen gegenüber. Eine optimierte Fahrzeugfront soll innerhalb der Europäischen Union jährlich bis zu 2.000 Fußgängern und Radfahrern das Leben retten und die hohen Folgekosten bei Unfällen mit Verletzten ebenfalls deutlich senken.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.tuv.com/presse

Weitere Berichte zu: Automobilindustrie Fußgängerschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Lasersystem zur Rettung bei schweren Unfällen
29.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Autonomer Stadtbus: Sicher und zuverlässig unterwegs im Nahverkehr
28.11.2016 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten