Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wer liefert was wohin?

18.07.2005


Der Logistikmarkt wächst und mit ihm die Zahl der Anbieter. Eine Internetplattform hilft, dennoch den jeweils passenden Dienstleister zu finden und Firmenkooperationen zu erleichtern. Die gesammelten Daten liefern auch die Basis zur Marktstudie Logistikdienstleistungen.


Die Vielfalt von Transportwegen und logistischen Dienstleistungen macht es oft schwer, den passenden Anbieter zu finden. © Fraunhofer IML



Erdbeeren nach Schweden, Autos nach Großbritannien, Joghurtbecher nach Polen - Waren reisen bis zu ihrem Bestimmungsort oft weite Strecken. Aber selbst bei wenigen Kilometern sollte der Transport preisgünstig und fachgerecht ausgeführt werden. Den richtigen Anbieter unter zahllosen Logistikdienstleistern herauszufiltern, ist schwierig. Die meisten Kunden verlassen sich daher entweder auf Empfehlungen oder wählen auf gut Glück aus dem Branchenbuch. Dass es vielleicht besser geeignete Anbieter auf dem Markt gibt, geht dabei leicht unter.



Die Marktstudie Logistikdienstleistungen LogDL in Kombination mit einer Internetplattform vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML soll Licht in den Logistiker-Dschungel bringen. "Unsere Idee ist es, eine kommunikative Schnittstelle zwischen Kunden und den Anbietern einzurichten", sagt Projektleiter Guido Herale. "Dazu wollen wir den Logistikmarkt mit den Leistungen der einzelnen Anbieter umfassend darstellen, so dass Kunden gezielt suchen können. Auf der anderen Seite sollen die Anbieter sehen, mit wem sie sich ergänzen und eventuell kooperieren können." Eine kostenlose Basisversion der Plattform ist seit vergangenem März online. Sie enthält Kerndaten wie Adressen und Ansprechpartner der Anbieter, welche Güter sie transportieren und welche Transportwege sie betätigen. Mit einer Suchmaske können Kunden so Dienstleister finden, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Eine erweiterte, kostenpflichtige professionelle Version wird in diesem Monat ins Netz gestellt. Sie schlüsselt die Leistungen der Unternehmen auch nach Standorten auf. Zudem beinhaltet sie Zusatzleistungen der Firmen wie einfache Montagevorgänge von Baugruppen, Verpackungsdienste oder Lagermanagement.

Neben den frei zugänglichen Leistungskriterien der Firmen fragen die IML-Forscher bei Firmen, die sich in der Plattform eintragen, auch vertraulich behandelte betriebswirtschaftliche Daten ab. "Mit diesen Fakten und den Anfragen der Kunden werden wir die Entwicklungen des Logistikmarkts in einer Marktstudie darstellen", sagt Herale. "Sie wird Antwort geben auf Fragen wie: Welche Leistungen werden in welchen Branchen besonders nachgefragt? Warum steigt die Nachfrage in bestimmten Bereichen? Wo gibt es noch Entwicklungspotenziale?" Die erste Auflage der Marktstudie soll Mitte September zum Forum "Dortmunder Gespräche" erscheinen (www.do-ge.de). Um den Logistikmarkt möglichst realistisch darstellen zu können, hoffen die Forscher, dass die Zahl der derzeit rund siebzig eingetragenen Anbieter weiterhin stetig ansteigt.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Guido Herale
Telefon: 02 31 / 97 43-1 78, Fax: -7 71 78
Guido.Herale@iml.fraunhofer.de

Simon Werner
Telefon: 02 31 / 97 43-320
simon.werner@iml.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.industrial-logistics.de
http://www.iml.fraunhofer.de
http://www.do-ge.de

Weitere Berichte zu: Logistikdienstleistung Logistikmarkt Plattform

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Vorsicht Baustelle
23.05.2016 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe: Forschung für die Mobilität der Zukunft
23.03.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiroler Technologie zur Abwasserreinigung weltweit erfolgreich

Auf biologischem Weg und mit geringem Energieeinsatz wandelt ein an der Universität Innsbruck entwickeltes Verfahren in Kläranlagen anfallende Stickstoffverbindungen in unschädlichen Luftstickstoff um. Diese innovative Technologie wurde nun gemeinsam mit dem US-Wasserdienstleister DC Water weiterentwickelt und vermarktet. Für die Kläranlage von Washington DC wird die bisher größte DEMON®-Anlage errichtet.

Das DEMON®-Verfahren wurde bereits vor elf Jahren entwickelt und von der Universität Innsbruck zum Patent angemeldet. Inzwischen wird die Technologie in rund...

Im Focus: Worldwide Success of Tyrolean Wastewater Treatment Technology

A biological and energy-efficient process, developed and patented by the University of Innsbruck, converts nitrogen compounds in wastewater treatment facilities into harmless atmospheric nitrogen gas. This innovative technology is now being refined and marketed jointly with the United States’ DC Water and Sewer Authority (DC Water). The largest DEMON®-system in a wastewater treatment plant is currently being built in Washington, DC.

The DEMON®-system was developed and patented by the University of Innsbruck 11 years ago. Today this successful technology has been implemented in about 70...

Im Focus: Optische Uhren können die Sekunde machen

Eine Neudefinition der Einheit Sekunde auf der Basis von optischen Uhren wird realistisch

Genauer sind sie jetzt schon, aber noch nicht so zuverlässig. Daher haben optische Uhren, die schon einige Jahre lang als die Uhren der Zukunft gelten, die...

Im Focus: Computational High-Throughput-Screening findet neue Hartmagnete die weniger Seltene Erden enthalten

Für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare Energien ist der Einsatz von starken Dauermagneten von großer Bedeutung. Für deren Herstellung werden Seltene Erden benötigt. Dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg ist es nun gelungen, mit einem selbst entwickelten Simulationsverfahren auf Basis eines High-Throughput-Screening (HTS) vielversprechende Materialansätze für neue Dauermagnete zu identifizieren. Das Team verbesserte damit die magnetischen Eigenschaften und ersetzte gleichzeitig Seltene Erden durch Elemente, die weniger teuer und zuverlässig verfügbar sind. Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin »Scientific Reports« publiziert.

Ausgangspunkt des Projekts der IWM-Forscher Wolfgang Körner, Georg Krugel und Christian Elsässer war eine Neodym-Eisen-Stickstoff-Verbindung, die auf einem...

Im Focus: University of Queensland: In weniger als 2 Stunden ans andere Ende der Welt reisen

Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler der University of Queensland, hat im Süden Australiens einen erfolgreichen Hyperschallgeschwindigkeitstestflug absolviert und damit futuristische Reisemöglichkeiten greifbarer gemacht.

Flugreisen von London nach Sydney in unter zwei Stunden werden, dank des HiFiRE Programms, immer realistischer. Im Rahmen dieses Projekts werden in den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie sieht die Schifffahrt der Zukunft aus? - IAME-Jahreskonferenz in Hamburg

27.05.2016 | Veranstaltungen

Technologische Potenziale der Multiparameteranalytik

27.05.2016 | Veranstaltungen

Umweltbeobachtung in nah und fern

27.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stressoren erkennen, Belastungen reduzieren, Fachwissen erlangen

27.05.2016 | Seminare Workshops

HDT SOMMERAKADEMIE 2016

27.05.2016 | Seminare Workshops

11 Millionen Euro für die Erforschung von Magnetfeldsensoren für die medizinische Diagnostik

27.05.2016 | Förderungen Preise