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Frankfurter Airport-Erfahrungen sollen Flughäfen in Shanghai voran bringen

27.12.2002

Die boomende chinesische Wirtschaftsregion Shanghai will beim weiteren Airportausbau Frankfurter Flughafen-Erfahrungen nutzen. Ein Kooperationsabkommen zwischen der Fraport AG als Betreiberin des größten deutschen Flughafens und der Shanghai Airport Group soll am Montag, dem 30. Dezember, im feierlichen Rahmen unterzeichnet werden.

Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht mit einer hochkarätigen Delegation China. Zu den teilnehmenden Vertretern der Wirtschaft gehört Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Wilhelm Bender. Am Abend des 30. Dezember wird er bei einem offiziellen Bankett in Shanghai ein Kooperationsabkommen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Shanghai Airport Group, Xia Keqiang, unterzeichnen. Spitzenpolitiker beider Länder sind bei dieser Zeremonie anwesend, so der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji und Shanghais Oberbürgermeister Chen Liangyu sowie neben Bundeskanzler Schröder die Bundesminister Wolfgang Clement und Dr. Manfred Stolpe auf deutscher Seite.

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Shanghai hat zwei Flughäfen, darunter den neuen internationalen Airport Pudong. 2001 kam Shanghai bei zweistelligen Wachstumsraten insgesamt auf 21,1 Millionen Fluggäste und 803.000 Tonnen Fracht. Die Starts und Landungen summierten sich zu 194.400 Flugbewegungen.

Mit der Kooperation Frankfurt-Shanghai wird kein finanzielles Engagement verbunden sein. Es geht den chinesischen Partnern stattdessen um über Jahrzehnte angesammeltes Know-how für den Betrieb einer interkontinentalen Luftverkehrs-Drehscheibe und ebenso um die Nutzung der Frankfurter Erfahrungen beim Börsengang. Ein Austausch von Fachkräften ist vorgesehen. Bis zum Frühjahr sollen Experten beider Flughafengesellschaften zusammenkommen, um erste konkrete Projekte abzustimmen.

Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Wilhelm Bender erklärte vor der Abreise nach Shanghai, das geplante Kooperationsabkommen unterstreiche den hervorragenden Ruf des Flughafens Frankfurt im weltweiten Luftverkehr. "FRA ist unter Flughafenkennern ein Markenartikel. Wir werden alles daran setzen, die langfristig angelegte strategische Partnerschaft mit Shanghai zu einem Erfolg werden zu lassen. Für jedes Unternehmen, das über die deutschen Grenzen hinaus schaut, ist der chinesische Markt natürlich sehr interessant."

| ots

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