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Laserspezialist leistet aktiv Beiträge zur Weiterentwicklung der Lasertechnologie in Forschung und Wissenschaft

26.10.2005


Die Omicron Laserage Laserprodukte GmbH aus Rodgau ist auch im nicht kommerziellen Bereich aktiv und derzeit mit Beiträgen zur Lasertechnologie in sechs Forschungs- und Wissenschaftsprojekten von unterschiedlichen Instituten und Firmen eingebunden. Dabei sind zwei laufende Kooperationen aktuell von besonderer Bedeutung:


Bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt „Transformat“ ist Omicron als Projektpartner für die Laserstrukturierung von Schichtsystemen verantwortlich. Fokus des Arbeitspaketes von Omicron ist die Entwicklung der für die strukturierte Transformation benötigten Lasersysteme und der zugehörigen Ansteuerungs-Software. Dabei werden verschiedene Dioden-, Festkörper- und Gaslasersysteme mit Wellenlängen zwischen 400 und 540 nm eingesetzt. Zur Ansteuerung der verwendeten schnellen Galvanometer-Scanner entwickelt Omicron zudem eine Software, mit der vorgegebene 3D-Strukturierungsbilder wie Leiterplattenlayouts auf die zu strukturierenden Schichten geschrieben werden können.

Projektziel von „Transformat“ ist die Entwicklung von neuartigen Schichtmaterialien mit transformierbaren, multifunktionalen Eigenschaften für Anwendungen in Molded Interconnect Devices (MIDs). Es handelt sich hierbei um spritzgegossene Schaltungsträger, also Kunststoff-Spritzguss-Formteile, mit integrierten elektrisch leitfähigen Leiterbahnen, auf die direkt Elektronikkomponenten gelötet oder leitend geklebt werden können. MIDs können so die Funktion von den bisher eingesetzten konventionellen Leiterplatten übernehmen. Das dreidimensionale Spritzgussteil bildet somit die Gehäuseschale oder ein funktionales Bauteil und dient gleichzeitig als Leiterplatte für den Aufbau von elektronischen Schaltungen. Aufgrund der weiteren transformierbaren Eigenschaften, wie beispielsweise die veränderliche Transparenz der Schichtsysteme, geht dieses Projekt über die reine Anwendung als MID hinaus. In diesem Projekt werden neue Materialien entwickelt, mit denen es möglich ist, optische, elektrische, tribologische und dekorative Funktionen in mechatronische Systeme zu integrieren. Die Projektlaufzeit ist vom 1. September 2002 bis 31. August 2005 befristet. Gegenwärtig wird eine mögliche Patentanmeldung geprüft.


Bei dem vom Fraunhofer Institut initiierten Verbundprojekt „Arche“ stellt das Entwicklungsteam von Omicron sein technisches Know-how und die praktischen Erfahrungen im Bereich der Materialbelichtung durch Lasertechnologie zur Verfügung. Omicron liefert hierbei rote wie auch blaue Diodenlaser angepasst an die Systemerfordernisse. Im Fokus des Projektes steht die Entwicklung eines Farbmikrofilm-Laserbelichters zur Langzeitarchivierung digitaler und digitalisierter Dokumente bei gleichzeitiger Nutzung und Verarbeitung dieser Daten in digitalen Netzwerken oder in analoger Form. Dabei geht es vorwiegend um die Langzeiterhaltung von Kulturgütern, insbesondere von Bibliotheks- und Archivgut.

Hintergrund des Projektes ist, dass es derzeit keine technische Möglichkeit gibt, farbiges Kulturgut wie Urkunden, Bilder, Handschriften und Drucke mit vertretbarem Arbeits- und Kostenaufwand risikofrei und originalgetreu langzeitstabil zu erhalten. Ziel von „Arche“ bis zum Projektende am 28. Februar 2006 ist daher die Entwicklung eines integrierten Systems zur sicheren, farbechten und originalgetreuen Langzeitarchivierung von optischen Daten. Im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse soll aus diesem Projekt ein effektiver und bezahlbarer Schutz von Kulturgütern hervorgehen, um gefährdete Kulturgüter auch für kommende Generationen möglichst originalgetreu zu erhalten und in möglichst breitem Umfang in digitalisierter Form zugänglich zu machen.

Melanie Schacker | Omicron
Weitere Informationen:
http://www.lasersystem.de
http://www.transformat.com
http://www.pr-schacker.de

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