Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laser - gesinterte Werkzeuge verschaffen Wettbewerbsvorteile

10.10.2005


Mit einem innovativen Verfahren sichert sich das britische Unternehmen CRDM entscheidende Wettbewerbsvorteile

... mehr zu:
»CRDM »Luft- und Raumfahrt »Werkzeug

Mit dem Kauf einer neuen EOS-Anlage hat CRDM seine Kapazitäten für das Direkte Metall Laser-Sintern ausgeweitet. Die britische Firma reagiert somit auf die Anforderungen nach schnellerer Produktion und höherer Qualität. CRDM fertigt ab sofort Spritzgusswerkzeuge und Blasformen direkt aus CAD Daten, in Pulverschichten von nur 20µm. Im Vergleich zu der bisherigen Schichtdicke von 50µm bedeutet dies eine deutlich höhere Detailauflösung – ein entscheidendes Kriterium für den Bau von noch komplexeren Werkzeugen. Folgearbeiten wie manuelles Polieren werden dadurch minimiert. Das Unternehmen ist somit in der Lage, die typischen Durchlaufzeiten von ca. 15 Arbeitstagen von Auftragseingang bis Auslieferung um zwei bis drei Tage zu verkürzen. Der Spezialist für Rapid Prototyping und Manufacturing verschafft sich so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im hart umgekämpften Markt.

Bei dem System handelt es sich um eine EOSINT M 250 Xtended. Die Anlage wurde Ende 2004 in High Wycombe installiert. Vor der Installation untersuchte die Firma in einer achtmonatigen Studie, wie sie ihre Rapid Tooling Kapazitäten optimal aubauen könnte. Mit der Anlage, die ein Vorgängermodel von EOS ersetzt, erweitert CRDM seine Produktionsmöglichkeiten. Der Spezialist verfügt nun über die aktuellsten Metallpulver für das Laser-Sintern, inklusive dem Werkzeugstahl DirectSteel H20.


DMLS®-Werkzeuge sind in der Lage, Großserien im Bereich von 100.000 bis 200.000 Kunststoffteilen herzustellen – ein äußerst nützliche Option beim Werkzeugbau, insbesondere bei einer umfangreichen Kundenbasis. Der Kundenstamm von CRDM umfasst mehrere Großkunden aus den Bereichen Automobil, Medizin, Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation und dem britischen Verteidigungsministerium.

Sogar Formen, die mit dem bronzebasierten Werkstoff DirectMetal 20 gebaut werden, können aufgrund der höheren Dichte und Festigkeit des Materials 20.000 bis 30.000 Kunststoffteile abgeben. Dies ist eine deutliche Verbesserung verglichen mit den bisherigen Kapazitäten. Die Verschleißbeständigkeit ist heute sogar besser als die von Aluminiumwerkzeugen. Der Hauptvorteil im Vergleich zum traditionellen Werkzeugbau liegt allerdings darin, dass die Bauteile Schicht für Schicht entstehen: Laser-Sintern ist im Gegensatz zu konventionellen Methoden ein auftragendes Verfahren. Geometrien mit beliebiger Komplexität können so hergestellt werden, ganz ohne Werkzeugeinsätze oder Funkenerosion. Dies führt zu einer deutlichen Reduzierung der Durchlaufzeiten und der Kosten für das Werkzeug, insbesondere bei komplizierten Komponenten. Lasergesinterte Werkzeuge können nach dem Bau poliert werden, so dass die Oberfläche keine erkennbaren Spuren auf dem spritzgegossenen Kunststoffteil hinterlassen – und das gilt sogar für kritische Kunststoffe wie Polypropylen und Polyethylen.

Mit der neuen Datenaufbereitungssoftware „EOSTYLE“ von EOS trumpft CRDM beim Bau von DMLS® Teilen weiter auf: Mit der Software lassen sich verbesserte Supportstrukturen bauen. Diese minimieren den Kontakt zwischen dem Support und der zu bauenden Komponente. Komplexere Formen können so realisiert werden, ganz zu schweigen von dem reduzierten Aufwand für die Nachbearbeitung.

Die Vorteile der EOSINT M 250 Xtended, kombiniert mit verbesserter Software und den Schichtdicken von lediglich 20µm, haben die Aktivitäten von CRDM im Werkzeugbau deutlich angekurbelt. „In den drei bis vier Jahren, in denen wir die vorherige DMLS®-Anlage eingesetzt haben, wurden ca. 80 Werkzeuge hergestellt. Das neue System hingegen hat allein schon 100 Werkzeuge in den ersten fünf Monaten produziert”, so Graham Bennett, Geschäftsführer von CRDM.

Bennett erläutert, dass CRDM in der Vergangenheit bei ca. 50 Prozent der Anwendungen auf konventionelle Methoden wie Metallzerspanung, Hochgeschwindigkeitsfräsen and Funkenerosion zurückgreifen musste. Als Folge waren die Durchlaufzeiten um bis zu zwei Wochen länger, insbesondere wenn EDM Elektroden eingesetzt wurden. „Der Markt für Werkzeugbau in Großbritannien nimmt ab. Innovation wird immer wichtiger, um erfolgreich erleben zu können. Mit der DMLS®-Technologie verfügen wir über ein äußerst innovatives, hilfreiches Tool”, fährt Bennett fort.

“Große OEMs in Großbritannien verlagern ihre Produktion oft in Niedriglohnländer wie China. Formen, aber auch Kunststoffkomponenten werden häufig dort hergestellt. Allerdings sind die Durchlaufzeiten hoch. Kleine und mittelständige Unternehmen haben aber nicht unbedingt Zugang zum Werkzeugbau in fernen Ländern. Sie kaufen lokal ein und profitieren von den schnellen Lieferzeiten. Oft haben diese Unternehmen auch ein etwas geringeres Produktionsvolumen.

“Uns interessieren vor allen Dingen Firmen, bei denen die Anforderungen an den Werkzeugbau sehr komplex sind. Bei diesen Anwendungen wird normalerweise das Funkenerodieren sehr häufig eingesetzt. Insbesondere bei komplexen Komponenten verspricht DMLS® ein hohes Potenzial und hohe Dividenden.

“Beim Bauen von Spritzgusswerkzeugen können viele Features direkt integriert und somit in einem einzigen Prozess realisiert werden – wie beispielsweise konturnahe Kühlkanäle, Angüsse, Auswerferbohrungen und Fixierungen. Dies reduziert sowohl die Kosten als auch die Durchlaufzeiten erheblich.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:

Martina Methner
EOS Gmbh Electro Optical Systems
Robert-Stirling-Ring 1
82152 Krailling
Germany
Tel: +49 89 893 36-134
Fax: +49 89 893 36-288
Email: martina.methner@eos.info

Martina Methner | EOS Gmbh
Weitere Informationen:
http://www.eos.de
http://www.eos.info

Weitere Berichte zu: CRDM Luft- und Raumfahrt Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht UV-Kugel macht Lackieren einfach und schnell
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Vorzüge von 3D-Druck und Spritzguss kombiniert
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics