Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Faltschachtel schützt Nahrung vor Insekten

26.01.2005


Aus der industriellen Gemeinschaftsforschung und dem Programm PRO INNO mit BMWA-Förderung


Der Schutz von wertvollen Nahrungsmitteln ist eine zentrale Aufgabe der Verpackungsindustrie. Schon seit vielen Jahren fordern die Hersteller von trockenen Lebensmitteln und Tiernahrung staub-, riesel- und insektendichte Faltschachteln aus Karton. Fortschritte bei der industriellen Produktion dieser Dichtepackungen scheiterten bislang daran, dass eine definierte Porenfreiheit von Faltschachteln nur schwer erreichbar war und, falls vorhanden, nicht gemessen und dokumentiert werden konnte. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) haben die Gesellschaft für Verpackungstechnik und -logistik und die Firma InfraTec (beide aus Dresden) zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) aus Freising eine zerstörungsfreie Online-Dichtigkeitsprüfung entwickelt. Sie testet die Dichte der Verpackung während des Herstellungsprozesses und ermöglicht die gezielte Lokalisierung von Schwächen in den verschiedenen Phasen der Produktion. Dies führt wiederum zur Erarbeitung veränderter und neuer Technologien in der Fertigung, die auf Standardanlagen bei gleichen Kosten für eine höhere Dichtigkeit der Verpackungen sorgen.

InfraTec konzipierte, entwickelte und erprobte physikalische Nachweismethoden zur Bestimmung von Poren in Faltschachteln und besonders in deren Verschlüssen bis hinunter zur Größe von 0,15 Millimetern. Die Gesellschaft für Verpackungstechnik und -logistik entwickelte ein Drucktestverfahren und übernahm Konstruktion, Aufbau und Betrieb des Prototyps dieser Messstation zur mechanischen Prüfung von Faltschachteln. Das Fraunhofer-Institut als Initiator des Projekts unterstützte die physikalische Methodenentwicklung, die Erarbeitung einer Messmethode und die Durchführung von Modellrechnungen.


Die aktuellen Ergebnisse von PRO-INNO-Projekten basieren auf früheren Entwicklungen des IVV, die im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) ebenfalls über die AiF gefördert wurden. Die Prüfung marktüblicher Verpackungen auf Insektendichtigkeit, die Optimierung der Verschluss- und Klebetechniken, der technische Einsatz repellierender/insektizider Stoffe auf Naturstoffbasis sowie die Entwicklung innovativer leistungsfähiger Faltschachtelkonstruktionen standen im Mittelpunkt von zwei IGF-Projekten. Die Verbreitung dieser Ergebnisse innerhalb der gesamten Verpackungsbranche schuf die Voraussetzung für die aktuellen firmenspezifischen Innovationen.

Ansprechpartner:

Dr. Werner Hennlich, Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und
Verpackung (IVV), Freising, E-Mail: werner.hennlich@ivv.fraunhofer.de,
Tel.: 08161 491625

Dr. Henry Drut, Gesellschaft für Verpackungstechnik und -logistik mbH,
Dresden, E-Mail: drut.gvl@verpackungsmaschine.de, Tel.: 0351 4721486

Dr. Guido Mahler, InfraTec GmbH, Dresden,
E-Mail: g.mahler@infratec.de, Tel.: 0351 8718789

Silvia Behr | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

Weitere Berichte zu: Faltschachtel IVV Verpackung Verpackungstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Dresdner Forscher drucken die Welt von Morgen
08.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie
23.01.2017 | Evonik Industries AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften