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Stufenweise Modernisierung von Prozessleitsystemen

24.11.2004


Siemens bietet maßgeschneiderte Migrationslösungen für Visualisierung, Leittechnik und prozessnahe Automatisierung



Anlagenbetreibern bietet der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) jetzt maßgeschneiderte Migrationslösungen zur Modernisierung von Prozessleitsystemen. Mithilfe eines neu entwickelten Stufenkonzepts können Visualisierungssysteme wie Coros LS-B und -C, Teleperm-M-basierte Leitsysteme oder Automatisierungskomponenten wie Simatic S5 oder AEG Modicon aufwandsarm durch neue Produkte und Systeme ersetzt werden. Die Migration der Anlagendaten erfolgt überwiegend Tool gestützt. Dadurch bleibt das Engineering-Know-how weitgehend erhalten. Die Modernisierung von Visualisierung, Leittechnik und Automatisierung kann wahlweise separat, stufenweise oder vollständig erfolgen. Dies ermöglicht die zeitliche Streckung notwendiger Investitionen. Siemens unterstützt den Anlagenbetreiber dabei von der Evaluierung der Anlage und der Erstellung einer individuellen Migrationsstrategie über die Migration der Anlagendaten bis zu Inbetriebnahme und Schulung.



Bedien- und Beobachtungssysteme, Leittechnik und Automatisierungskomponenten haben kürzere Innovationszyklen als die Anlage selbst. Visualisierungssysteme wie Coros LS-x und das Leitsystem Teleperm M sind zum Teil schon seit Jahren abgekündigt und die Versorgung mit Ersatzteilen wird zunehmend schwieriger. Ähnliches gilt für speicherprogrammierbare Steuerungen wie Simatic S5 oder AEG Modicon-Komponenten. Darüber hinaus verfügen alte Systeme und Komponenten oft nicht über heute erforderliche oder gewünschte Eigenschaften wie Erweiterbarkeit, Diagnose- und Kommunikationsfähigkeit oder offene Schnittstellen.

Mithilfe der stufenweisen Migration können Produktionsanlagen individuell und gezielt modernisiert werden. So erleichtert der Ersatz von Coros-Visualisierungssystemen durch das Bedien- und Beobachtungssystem Simatic WinCC nicht nur den Betrieb der Anlage, sondern bietet bei Bedarf auch die Möglichkeit, die Prozessleittechnik über einen Terminalbus oder einen Fast-Ethernet-Anschluss an Manufacturing-Execution-Systeme (MES) zu koppeln. Der Austausch von S5- und AEG-Komponenten gegen Simatic-S7-Steuerungen verbessert beispielsweise die Maschinen- und Anlagendiagnose – eine wesentliche Voraussetzung für eine vorausschauende Instandhaltungsstrategie. Zur weiteren Optimierung der prozessnahen Automatisierung kann das vorhandene Bussystem durch eine moderne Fast-Ethernet-Anbindung ersetzt werden. Auch bei mit dem Leitsystem Teleperm-M ausgerüsteten Anlagen können Bedien- und Automatisierungssysteme stufenweise modernisiert oder vollständig auf das Leitsystem Simatic PCS7 umgerüstet werden.

Das Stufenkonzept von Siemens erleichtert die Finanzierung notwendiger Modernisierungsmaßnahmen: Investitionen können zeitlich gestreckt werden. Dabei stehen die neuen Funktionalitäten bereits migrierter Anlagenteile sofort zur Verfügung. Die für weitere Modernisierungsschritte erforderlichen Schnittstellen werden ebenfalls schon in der vorhergehenden Stufe vorbereitet. So werden teure Provisorien vermieden und die spätere Durchführung weiterer Modernisierungen wird vereinfacht. Anlagenstillstände und damit verbundene kostenintensive Produktionsausfälle lassen sich auf ein Minimum reduzieren.

Im Rahmen seines Migrationskonzepts bietet Siemens einen umfassenden Service. Auf die Evaluierung der Anlage und die Erstellung einer individuellen Migrationsstrategie folgt das Auslesen der Anlagendaten sowie deren Analyse und Aufbereitung. Danach werden die Daten der Bedien- und Beobachtungs- sowie der Automatisierungssysteme so weit wie möglich Tool gestützt migriert. Dadurch bleibt das Engineering-Know-how weitgehend erhalten. Siemens erarbeitet auch Lösungen für die Neuprojektierung nicht automatisch übertragbarer Strukturen und beschafft eventuell benötigte neue Hard- und Software. Anschließend erfolgt die Integration neuer Feldgeräte, die Projektierung neuer Funktionen in Simatic-S7- oder -PCS7-Systemen sowie bei Bedarf die Anbindung an ein MES-System. Auf Wunsch übernimmt Siemens auch die Montage neuer Systemkomponenten, entsorgt Altteile, erstellt die Anlagendokumentation und setzt die modernisierte Anlage in Betrieb.

Dr. Rainer Schulze | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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