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Korrosionsschutz im Schichtpaket

22.01.2004


Gleitwachse und Versiegelungen für optimale Ober-flächengüte



Schrauben und andere Verbindungselemente müssen maßhaltig und optimal korrosionsgeschützt sein. Anwender zum Beispiel im Automobilbau verlangen zusätzlich eine in enger Toleranz eingestellte, niedrige Reibungszahl und Chrom (VI)-Freiheit. Bei bisher gebräuchlichen Beschichtungen aus Gleitwachs bzw. Versiegelungen standen diese Forderungen im Widerspruch. Oberflächentechniker des südhessischen Chemie-Unternehmens SurTec entwickelten ein Chrom(VI)-freies Beschichtungssystem für Schrauben, das einheitliche Schichtverteilung, eingestellte Reibungszahl, gleichmäßig glänzende Optik sowie Temperaturbeständigkeit mit exzellenter Haftung und sehr guten Korrosionsschutz-Eigenschaften verbindet.



Fahrzeughersteller müssen laut gesetzlicher Verordnung ab 1. Juli 2007 endgültig auf sechswertiges Chrom (Chrom (VI) in Passivierun-gen verzichten. Passiv, also abweisend gegen chemische Angriffe, müssen sich Stahloberflächen jedoch unbedingt verhalten. Die Lösung steckt in einem Schichtpaket aus elektrolytisch abgeschiedenem Zink bzw. Zinklegierung plus Dickschichtpassivierung. Bei Verbin-dungselementen mit Gewinden schreibt der Verband der Automobilindustrie (VDA) die niedrige Gesamtreibungszahl (µges) zwischen 0,09 und 0,14 vor. Weder Dickschicht- noch Chrom (VI)-haltige Passivierungen erfüllen diese Forderung. Das Aufbringen des die Reibungszahl garantierenden Gleitwachses in Trommeln oder Zentrifugen führt durch die mechanische Beanspruchung der Oberfläche häufig zu Korrosionsschutz-Minderung. Widerstandsfähige Gleitbe-schichtungen sind daher notwendig. Deshalb entwickelten die Zwingenberger Oberflächentechniker ein Beschichtungssystem, das einerseits die Reibungszahl in dem geforderten Bereich einstellt und andererseits die Korrosionsfestigkeit zusätzlich steigert.
Die Lösung basiert auf einem Additiv zum Wachs bzw. Gleitmittel, das eine Verankerung der Gleitschicht ermöglicht: Kleinste Siliziumdioxid-Partikel belegen die Oberfläche, füllen feinste Unebenheiten der Passivierungsschicht auf und bewirken die besondere Haftung.


Das System ermöglicht also alle wichtigen Anforderungen an Gewindeteile zu erfüllen: Es ist temperbeständig, bietet höchsten Korrosionsschutz und stellt die Reibungszahl sicher im geforderten Bereich ein.

Grafik: Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt die Schichtdicken von Dick-schichtpassivierung und dem Gleitwachs SurTec 522 (aus 20 Vol%iger Lösung) auf elektrolytisch abgeschiedenen Zink. Das Schichtpaket aus Gleitwachs und Dickschichtpassivierung ist weniger als einen Tausendstel Millimeter dick.

Wegen weiterer Informationen wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsbüro rgt,
Gerd Trommer oder Marianne Walz, Johannishofweg 7, 64579 Gernsheim,
Tel. 06258/9320-30, Fax -32, E-Mail: rgt@mukomm.de


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