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Neue Sensoren sorgen für mehr Sicherheit

07.10.2003


Wenn irgendwo durch eine Gasexplosion Gebäude zerstört werden und Menschen zu Schaden kommen, lautet die erste Frage meist: Wie hätte die Katastrophe verhindert werden können? Durch den Einsatz von intelligenten Sensoren, lautet eine der möglichen Antworten.



Auch wenn es darum geht, Heizanlagen sicherer, Autos umweltfreundlicher oder die Luftqualität in Wohngebäuden besser zu machen, geht an Sensoren kein Weg vorbei. Ihr "Job" ist die präzise Messung beispielsweise von Autoabgasen oder aber das Aufspüren von zu hohen Erdgaskonzentrationen.Sensoren sollen aber nicht nur sicher und exakt messen, sondern möglichst wartungsfrei und von langer Lebensdauer sein, dazu immer kostengünstiger werden - so die hohen Ansprüche der Industrie.

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Grund genug für vier Professoren des Fachbereichs Informations- und Elektrotechnik der Fachhochschule Dortmund, ihre Sensorik-Forschungen in unterschiedlichen Bereichen zu bündeln und unter das gemeinsame Dach des "Instituts für Mikrosensorik" (IfM) zu stellen. Angestoßen durch Prof. Dr. Gerhard Wiegleb wurde das IfM im November letzten Jahres. Die heutige (6.10.) offizielle Einweihung der Laborräume durch Dortmunds Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer bildet den Abschluss einer mehrmonatigen Umbauphase. Eingebunden ist der offizielle Instituts-Start in den gemeinsam mit dem dortmund-project veranstalteten Branchentag "Mikrotechnik in Dortmund - Erfolgreiche Kooperationsmodelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft" mit Fachvorträgen sowie einer Hausmesse des Mikrotechnik-Standortes Dortmund. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Oberbürgermeister den "Microtech Award 2003" für die besten Abschlussarbeit aus der Mikrotechnologie verleihen.

Zum Team des Instituts gehören neben seinem Leiter Prof. Dr. Gerhard Wiegleb die Professoren Dr. Klaus Eden, Dr. Ulrich Hahn und Dr. Hermann Gebhard sowie zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, wechselnde Diplomanden und studentische Hilfskräfte. Alle beteiligten Professoren arbeiten unter anderem im Rahmen von Drittmittelprojekten und machen ihre langjährigen Praxiskontakte - sowohl in der Region wie auch in den USA - für das Institut nutzbar. Für das Unternehmen Sensors im US-Bundesstaat Michigan beispielsweise entwickelt das Institut einen UV-Abgas-Sensor für Stickoxide bei Autos - ein Mitarbeiter wird deshalb vom Unternehmen finanziert. Weitere Kooperationen bestehen zu den Dortmunder Unternehmen Elmos, Microparts und Flowcomp sowie zur Ruhrgas AG in Dorsten.

Thematische Schwerpunkte setzt das Institut für Mikrosensorik im Bereich der Abgasmesstechnik (u. a. AU-Sensorik, Fahrzeug- und Verkehrstechnik, Motorenentwicklung), der Fahrzeugsensorik (u. a. Druck, Magnetfeld, Inertialsensoren, CO2-Klimaanlage, Lüftungssteuerung, Abgassensorik) sowie der Gebäudesensorik (u. a. kontrollierte Wohnungslüftung, Luftqualitätssensorik, Brennwertbestimmung, Undichtigkeiten).

In aktuellen Projekten geht es beispielsweise um die Entwicklung eines mikromechanischen Quecksilbersensors (gefördert durch die Bundesstiftung Umwelt), die Qualifikation mikromechanischer Drucksensoren für die Kfz-Anwendungstechnik (Kooperation mit der Elmos AG), die Entwicklung eines Biogasmessgerätes (Kooperation mit Sensors Europe und der Bundesstiftung Umwelt), um Elektrische Mikrokontakte mit Leitklebern (Elmos AG), die Entwicklung eines Brennwertmessgerätes für Erdgas (Ruhrgas AG), eines Erdgassensors zur Detektion von Undichtigkeiten in Gebäuden und die Entwicklung eines CO2-Gassensors zur Überwachung der Luftgüte in Fahrzeugen.

Nach dem Umbau verfügt das IfM in seinem Räumlichkeiten an der Sonnenstraße unter anderem über ein Gaslabor, Mikromontage Arbeitsplätze, Optische Spektroskopie (Infrarot und Ultraviolett) sowie über Möglichkeiten zur Klimasimulation.


Kontakt:
Institut für Mikrosensorik IfM
Prof. Dr. Gerhard Wiegleb
Fachhochschule Dortmund
Sonnenstraße 96
44139 Dortmund
Telefon: 0231 9112-275
E-Mail: wiegleb@fh-dortmund.de

Juergen Andrae | idw

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