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Virtuelles Schweißen einer Autokarosserie

05.12.2002


Die Autoindustrie ist bei immer schneller werdenden Modellzyklen auf eine möglichst rasche Umsetzung der Planungen in die Produktion angewiesen. Siemens hat zusammen mit dem israelischen Unternehmen Tecnomatix ein Software-Werkzeug für die virtuelle Planung entwickelt: eM-PLC. Es erzeugt aus mechanischen, elektrischen und geometrischen Daten der verwendeten Maschinen und Bauteile eine dreidimensionale Simulation in Echtzeit. Wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future (www.siemens.de/pof) berichtet, verkürzt sich damit die Zeit bis zur Produktion erheblich. In der Phase der Planung kann das System Einsparungen von bis zu 20 Prozent ermöglichen, weil etwa kein Prototyp der Fertigungseinheit gebaut werden muss sondern direkt die Umsetzung in der Fabrik möglich ist.



Beispiel Karosserieschweißen: Die Software eM-PLC berechnet aus allen vorhandenen Daten ein Programm für die Simatic-S7, eine Steuerungsautomatik, die die Abläufe in der gesamten Schweißzelle regelt und überwacht. Mit dem Programm können die Produktionsspezialisten eines Autoherstellers auf einem Monitor die vorgesehene Steuerung der Schweißroboter, des Bandes und der Zuführung der Bauteile ansehen. Die Ingenieure können am Computer Änderungen vornehmen und so das Zusammenspiel der Mechanik, Elektronik mit der Software beobachten - lange bevor in der realen Welt auch nur ein Schweißfunke fliegt. Die Vorteile der virtuellen Fertigung: Sofort wird sichtbar, wie sich kleine Änderungen, etwa ein anders geformter Roboterarm, auf das gesamte System auswirken. Konstruktionsfehler werden bedeutend früher erkannt. Auch ein unvorgesehenes Ereignis, wenn sich etwa plötzlich ein Arbeiter dem Schweißroboter nähert, kann im Computer durchgespielt werden.


(Foto unter www.siemens.com/ad-bild/soad200212 )

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens NewDesk

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