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Alles TACo? Neuartige Beschichtungsprozesse für die optische Industrie

05.08.2008
Unter der Koordination des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) hat sich das so genannte TACo-Netzwerk (von Tailored Automated Coating) als Ziel gesetzt, die Prozesskontrolle etablierter Ionenprozesse durch neue sensorische Konzepte und verbesserte Steuerungsalgorithmen zu erweitern.

Diese innovativen, adaptiven Fertigungsverfahren sollen für die optische Dünnschichttechnik in Deutschland zur Verfügung gestellt werden.

Für moderne Technologien wie die Laser- und Messtechnik oder die Bio- und Medizintechnik haben hochwertige Beschichtungen auf den eingesetzten optischen Komponenten immer stärker an Bedeutung gewonnen. Diese komplexen Beschichtungen sind notwendig, um beispielsweise das Licht präzise zu filtern, umzulenken oder unerwünschte Reflexionen zu unterdrücken.

Allerdings ist der heutige Fertigungsalltag bei den optischen Schichten trotz des hohen technologischen Standes in Deutschland immer noch weitestgehend durch Produktionszyklen mit vielen Optimierungsschritten geprägt, die aufgrund der unzureichenden Beherrschbarkeit der Beschichtungsprozesse notwendig sind.

Daher hat sich ein Netzwerk aus 14 Industriepartnern und 2 Forschungsinstituten mit der Zielsetzung gegründet, innovative, adaptive Fertigungsverfahren für die optische Dünnschichttechnik in Deutschland zur Verfügung zu stellen.

Unter der Koordination des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) hat sich das so genannte TACo-Netzwerk (von Tailored Automated Coating) als Ziel gesetzt, die Prozesskontrolle etablierter Ionenprozesse durch neue sensorische Konzepte und verbesserte Steuerungsalgorithmen zu erweitern.

Verschiedene Beschichtungskonzepte und -verfahren (zum Beispiel Ion Assisted Deposition, Ion Beam Sputtering oder Magnetron Sputtering) stehen im Mittelpunkt des Projektes. In Kombination mit neuartigen Simulationen für die Designentwicklung werden Beschichtungsverfahren an die besonderen Anforderungen der integrierten Fertigungsstrategie angepasst. Einen weiteren Schwerpunkt der Projektarbeiten bilden die aufeinander abgestimmten optischen und nicht-optischen in situ Messmethoden.

Ausgehend von den Forschungsergebnissen ist die Entwicklung neuer Produkte beziehungsweise die Eröffnung neuer Märkte zu erwarten. Die innovativen Prozesskonzepte werden, aufgrund ihrer hohen Präzision und Flexibilität, die ökonomische industrielle Herstellung einer großen Palette von Produkten in Bereichen der Präzisionsoptik, Laseroptik aber auch Konsumoptik ermöglichen. Neben der Umsetzung im Anlagen- und Gerätebau können die Ergebnisse der Arbeiten direkt in die Produktion der Lohnbeschichter einfließen und damit wichtige Zukunftsfelder abdecken.

TACo wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt und läuft bis Ende 2009.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8, D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151, Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de
http://www.taco-net.de

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