Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwischen Ozean und Atmosphäre - Internationale Konferenz der Surface Ocean-Lower Atmosphere Study

09.09.2015

Mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 35 Ländern treffen sich vom 7.-11. September zur Open Science Conference der „Surface Ocean - Lower Atmosphere Study“ in Kiel, um über den Stand der Forschung zu den komplexen physikalischen, chemischen und biologischen Austauschprozessen zwischen Ozean und Atmosphäre zu beraten.

Die Veranstaltung findet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt und wird unter anderem vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Sonderforschungsbereich 754 und dem deutschen SOLAS Projekt SOPRAN unterstützt.


Mit dem Forschungsschiff Littorina zur Langzeitbeobachtungsstation Boknis Eck in der Eckernförder Bucht.

J. Steffen, GEOMAR

Der Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre ist nicht nur für unser Klimasystem von großer Bedeutung. Neben physikalischen Größen wie Wärme und Energie werden auch unterschiedlichste biologische und chemische Stoffe zwischen diesen beiden Medien ausgetauscht.

So nimmt der Ozean etwa ein Drittel des anthropogen produzierten Kohlendioxids auf, auch der Eintrag von Spurenmetallen über Staubeinträge ist für biogeochemische Prozesse im Ozean sehr bedeutsam. Auf der anderen Seite beeinflussen beispielsweise natürliche Bromemissionen aus dem Ozean den Ozonhaushalt in der Atmosphäre.

In den thematischen Schwerpunkten der SOLAS-Konferenz, die in dieser Woche an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfindet und auch als Abschlussveranstaltung für das Semesterthema „Ozean-Grenzflächen“ des Kieler Exzellenzclusters dient, spiegeln sich die oben genannten Prozesse deutlich wider: Treibhausgase und die Ozeane, Grenzfläche Ozean-Atmosphäre und Massen- und Energieflüsse, atmosphärische Deposition und Biogeochemie des Ozeans sowie die der biogeochemische Einfluss des Ozeans auf die Atmosphärenchemie sind einige der Hauptthemen.

„Kiel ist seit vielen Jahren eines der Zentren für die Erforschung der Austauschprozesse zwischen Ozean und Atmosphäre“, sagt der Meereschemiker Prof. Dr. Hermann Bange vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Mitglied des Organisationskomitees der SOLAS-Tagung.

„Hier sind insbesondere unsere langjährigen Forschungsarbeiten im subtropischen Nordostatlantik und vor Peru im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 754 und SOPRAN oder die Zeitserienstation Boknis Eck zu nennen, aber auch die Modellierung von biogeochemischen Stoffflüssen oder die Ausbreitung von ozeanischen Spurenstoffen in der Atmosphäre“, so Prof. Bange weiter. „Die SOLAS-Konferenz in Kiel bietet eine ideale Möglichkeit, solch interdisziplinäre Forschung mit internationalen Partnern zu initiieren“, ergänzt Prof. Dr. Gernot Friedrichs vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Kiel.

„Neben der Konferenz, auf der auch die Strategie von SOLAS für das nächste Jahrzehnt verabschiedet werden soll, finden auch noch weitere Workshops statt, darunter eine Veranstaltung zu einem ‚CO2 Atlas des oberen Ozeans’, in dem alle weltweit verfügbaren Daten zusammengetragen werden“, erläutert die Vorsitzende des internationalen SOLAS-Progamms, Dr. Véronique Garçon, vom Centre National de la Recherche Scientifique am Laboratoire d’études en géophysique et océanographie spatiales (LEGOS) in Toulouse.

SOLAS hat eine besondere Beziehung zu Kiel. Schon die Auftaktveranstaltung des SOLAS Programms fand in Schleswig-Holstein statt. Vor 15 Jahren traf man sich in Damp an der Ostseeküste, organisiert vom damaligen Institut für Meereskunde, eine der Vorläufereinrichtungen des heutigen GEOMAR. Seit 2010 ist auch das internationale Projektbüro des SOLAS-Programms am GEOMAR angesiedelt. „In Kiel haben wir beste Bedingungen und große Unterstützung für die Koordination des internationalen SOLAS-Programmes vorgefunden, so die Leiterin des SOLAS-Büros, Dr. Emilie Brévière. Zusammen mit vielen Helfern organisierte sie die internationale Konferenz. „Wir waren überwältigt ob des großen Zuspruchs“, so Dr. Brévière. „Wir haben deutlich mehr Teilnehmer, als wir ursprünglich gedacht hatten, trotz zum Teil langer Anreise“.

Das internationale SOLAS-Programm wird von den Programmen International Geosphere Biosphere Programme (IGBP), Scientific Committee on Oceanic Research (SCOR) Commission on Atmospheric Chemistry and Atmospheric Pollution (CACGP) und dem World Climate Research Programme (WCRP) gesponsort.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Villwock (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2802, presse@geomar.de
Friederike Balzereit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Tel.: 0431 880 3032, fbalzereit@uv.uni-kiel.de

Weitere Informationen:

http://www.solas-int.org Das internationale SOLAS Programme
http://www.solas-int.org/osc2015.html Website der SOLAS Konferenz
http://www.geomar.de GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
http://www.uni-kiel.de Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
http://www.ozean-der-zukunft.de Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“
http://www.sfb754.de Sonderforschungsbereich 754
http://sopran.pangaea.de SOPRAN Projekt
http://www.dfg.de Deutsche Forschungsgemeinschaft

Dr. Andreas Villwock | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz