Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zweiter „Jülich Biotech Day“ im Forschungszentrum

07.10.2013
Nachwachsend, nachhaltig, ökonomisch

Brot, Käse, Wein, Bier: Um sie herzustellen, nutzt der Mensch seit Jahrtausenden den Stoffwechsel von Mikroorganismen. Heute werden mit ihrer Hilfe vielfältige Produkte wie Chemikalien, Futtermittel-Additive und Pharmazeutika aus nachwachsenden Rohstoffen produziert.


Jülich Biotech Day, 11. Oktober 2013
Quelle: Forschungszentrum Jülich GmbH

Im Forschungszentrum Jülich und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf arbeiten Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Ingenieure gemeinsam daran, die Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen sowie die Eigenschaften von Enzymen besser zu verstehen, gezielt zu verändern und für neue Produkte zu nutzen.

Beim zweiten „Jülich Biotech Day“ am Freitag, 11. Oktober, kommen international renommierte Wissenschaftler und Industrievertreter zusammen, um sich über den Stand von Forschung und industrieller Umsetzung auszutauschen.

Den Auftakt am diesjährigen „Jülich Biotech Day“ macht Prof. Kristala Jones-Prather vom MIT in Boston, eine der führenden Vertreterinnen der synthetischen Biologie. Sie spricht darüber, wie die Synthesefähigkeiten von Mikroorganismen genutzt werden können, um hochwertige chemische Stoffe herzustellen. Mit Marcel Wubbolts vom DSM Innovation Center in Delft berichtet danach ein international herausragender Industrievertreter der „Weißen Biotechnologie” über die Strategien des Unternehmens, die darauf abzielen, eine biobasierte Wirtschaft zu etablieren.

Prof. Jörg Pietruszka und Dr. Dietrich Kohlheyer stellen im Anschluss herausragende Ergebnisse der Jülicher Biotechnologie-Forschung vor. In ihren Vorträgen geht es um die Synthese von Naturstoffen und die Einzel-Zell-Analyse in Picoliter-Bioreaktoren. Prof. Michael Müller von der Universität Freiburg ist Sprecher einer DFG-Forschergruppe auf dem Gebiet der Biokatalyse und referiert darüber, wie chemische Diversität mittels Biotransformationen erzeugt werden kann.

Den Abschluss bildet Prof. Andreas Weber von der Universität Düsseldorf, Sprecher des CEPLAS Exzellenzclusters auf dem Gebiet der Pflanzenwissenschaften. Er schlägt eine Brücke von pflanzlichen Stoffwechselwegen zur synthetischen Biologie.

Der „Jülich Biotech Day“ ist ein wichtiges Forum für das Bioeconomy Science Center (BioSC), zu dem sich im Jahr 2010 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, der Universität Düsseldorf, der RWTH Aachen und der Universität Bonn zusammengeschlossen haben. Sie forschen an gemeinsamen Themen einer umweltschonenden Ökonomie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Die vier Forschungsschwerpunkte des BioSC sind: nachhaltige pflanzliche Bioproduktion und Ressourcenschutz, mikrobielle und molekulare Stoffumwandlung, Verfahrenstechnik nachwachsender Rohstoffe sowie Ökonomie und gesellschaftliche Implikationen. Erforscht werden also auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte und Konsequenzen, die mit der Etablierung der Bioökonomie verbunden sind.

Die Jülicher Biotechnologie, die im vergangenen Jahr ihr 35-jähriges Jubiläum feierte, wird getragen vom Bereich Biotechnologie des Jülicher Instituts für Bio- und Geowissenschaften (IBG) sowie den Instituten für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) und für Bioorganische Chemie (IBOC) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die ebenfalls auf dem Campus des Forschungszentrums angesiedelt sind. Insgesamt forschen hier mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und machen Jülich zu einem Zentrum der „Weißen Biotechnologie“ in Deutschland.

Weitere Informationen:
Jülich Biotech Day: http://www.fz-juelich.de/conferences/BiotechDay/EN/
Ansprechpartner:
Prof. Wolfgang Wiechert, Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1)
Tel.: +49 2461 61-5557
w.wiechert@fz-juelich.de
Pressekontakt:
Dr. Barbara Schunk / Annette Stettien
Tel. 02461 61-8031/-2388
b.schunk@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de

Dr. Barbara Schunk / Annette Stettien | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017
23.10.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie