Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltraumroboter Phobos und Deimos erkunden unbekanntes Terrain

12.11.2015

Team der TU Chemnitz startet beim „DLR SpaceBot Camp“ in einem Filmstudio der MP Medienparks NRW

Zehn Weltraumrobotik-Teams aus Berlin, Bonn, Bremen, Buxtehude, Chemnitz, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Oberpfaffenhofen und Tübingen schlagen am 13. November 2015 in einem Studio der MP Medienparks NRW GmbH in Hürth ihr Lager auf.


Nur noch wenige Stunden bis zum Start: Stefan Schubert (l.) und Tim Pfeifer vom Chemnitzer Robotics-Team bereiten die Weltraumroboter Phobos und Deimos für ihre Mission vor.

Foto: TU Chemnitz

Studenten und Nachwuchswissenschaftler haben ein Jahr lang an ihren Robotern gearbeitet. Nun wollen sie zeigen, was in ihren Systemen steckt und eine fremde Planetenoberfläche erkunden – eines der anspruchsvollsten Szenarien der Raumfahrt.

Hierzu reicht ein fahrbarer Untersatz allein nicht aus. Um ihre Missionsaufgaben beim „DLR SpaceBot Camp“ zu erfüllen, müssen die Roboter in einem schwierigen Gelände agieren können.

"Unsere Roboter sollen von einer Landezone aus ein zerklüftetes Gelände ähnlich einer Marsoberfläche erkunden, dort definierte Objekte finden, unter erschwerten Bedingungen transportieren und sie anschließend zusammenbauen", erläutert Prof. Dr. Peter Protzel, Inhaber der Professur Prozessautomatisierung der TU Chemnitz.

"Zur Lösung der Aufgabe setzen wir auf ein Team von zwei identischen Robotern am Boden, dadurch könnten wir auch den Totalausfall eines Roboters verkraften. Diese Fehlertoleranz ist wichtig, weil unsere Roboter autonom arbeiten sollen, im Gegensatz zu den Rovern der aktuellen Mars-Missionen, die ausschließlich ferngesteuert werden."

Die Rahmenbedingungen beschreibt er wie folgt: "Die maximal 100 Kilogramm schweren Roboter sollen mittels Kameras und anderer Sensoren das Gelände mit Steigungen und Geröll autonom und ohne GPS erkunden und alle Transport- und Montageaufgaben innerhalb von nur einer Stunde erledigen. Es gibt eine simulierte Bodenstation, die aber keinen Sichtkontakt zu den Robotern hat und nur dann Kommandos an die Roboter senden kann, wenn eine Funkverbindung aufgebaut werden konnte. Die bei Raumfahrt-Missionen üblichen Ausfälle und Verzögerungen der Kommunikationskanäle werden im Camp ebenfalls simuliert."

Die Tüftler von der Professur Prozessautomatisierung der TU Chemnitz fahren guter Dinge nach Hürth. "Die Teilnahme am SpaceBot Camp ist für uns eine weitere Gelegenheit, um viele Aspekte aus unserer Robotik-Forschung zu kombinieren und in einer spannenden Mission zusammenzuführen", sagt Protzel und ergänzt:

„Wir sind gespannt, wie unsere beiden Weltraumroboter Phobos und Deimos im Vergleich mit den anderen Teams aus Deutschland die Mission des Camps erfüllen werden.“ Die beiden Tage vor dem eigentlichen DLR SpaceBot Camp wollen die Chemnitzer ihre Technik in der Medienpark-Kulisse noch einmal auf Herz und Nieren testen.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Peter Protzel, Inhaber der Professur Prozessautomatisierung, Telefon 0371 531-24120 (Sekretariat), E-Mail protzel@etit.tu-chemnitz.de, und Peer Neubert, Telefon 0371 531-38616, E-Mail peer.neubert@etit.tu-chemnitz.de

Video des Robotics-Teams der TU Chemnitz: https://www.youtube.com/watch?v=V-BvqxrEuDM

Homepage des DLR SpaceBot Camp: http://www.dlr.de/rd/spacebotcamp

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE