Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was macht der Molch in der Rohrleitung?

06.10.2014

Fachveranstaltung Molchtechnik am 27.-28. November 2014 im Haus der Technik in Essen mit begleitender Ausstellung

Die Fahrt geht durch Arterienkanäle, vorbei an umherziehenden Blutkörperchen, durch das Herz, die Lunge, das Ohr - mit einem kleinen U-Boot werden Antikörperchen abgewehrt und Krankheiten bekämpft.

"Die phantastische Reise" mit einem Miniatur-U-Boot durch den menschlichen Körper ließ Richard Fleischer in seinem 1966 gedrehten Science-Fiction-Film als Fantasie entstehen. Heute werden derartige Ideen zur Realität.

Zunächst in Rohr- und Leitungssystemen, die sich oft wie ein Netz von Adern durch Gebäude und Produktionsstätten ziehen, sorgen so genannte Molche dafür, dass es zu keinen Schäden kommt. Wie das funktioniert und welche Anwendungsmöglichkeiten die Molchtechnik darüber hinaus bietet, diskutieren Experten im Rahmen eines einzigartigen Forums im Essener Haus der Technik (HDT).

Mit Molchen sind natürlich nicht die kleinen Amphibien gemeint und sie haben auch so gar nichts mit Science-Fiction-Fantasien gemein. Molche, das sind fast kugelförmige, in der Mitte taillierte Körper unterschiedlichster Größen, die mit Luftdruck oder durch den Druck einer Flüssigkeit durch Rohre und Leitungen gepresst werden.

Die konkreten Anwendungsgebiete sind dabei so vielfältig wie die Arten der verwendeten Molche. Wurden sie einst vorzugsweise in der Ölindustrie zur Reinigung der Pipelines eingesetzt, erfüllen sie heute beispielsweise auch in äußerst sensiblen Bereichen wie der Lebensmittel- oder Medikamentenherstellung einen wichtigen Zweck. Gerade dort ist es wichtig, dass die Leitungen regelmäßig gereinigt werden, um die Produkte vor Verunreinigungen zu schützen. 

Vor allem die wirtschaftlichen Vorteile in der Chemischen Industrie jedoch haben der Molchtechnik zum Durchbruch verholfen. Hier schafft man es mit Hilfe der Molche, die Investitionskosten zu senken, in dem man beispielsweise die Rohrleitungen reduziert. Weitere Pluspunkte sind auch, dass der Platzbedarf sinkt, man gegebenenfalls auf Isolierungen und Beheizung verzichten kann und Entleervorgänge schneller und einfacher werden. Abwassermengen können reduziert werden, was wiederum die Kosten für die Kläranlagen vermindert.

"Intelligente Molche" im Umwelteinsatz 

So genannte "Intelligente Molche" können sogar noch deutlich mehr: Ausgestattet mit modernster Prüf- und Messtechnik inspizieren sie zum Beispiel Öl- und Gasleitungen und können kleinste Schadstellen ausfindig machen. Die Daten werden dabei während der Fahrt durch die Unterwelt vom Molch gespeichert und später ausgewertet.

"Denkt man an die Folgen, die beispielsweise Lecks in einer Gasleitung auslösen können, wird schnell klar, dass man an der Molchtechnik nicht mehr vorbeikommt", so Wolfgang Mühlthaler, Diplom-Ingenieur, Fachbuchautor und Co-Leiter des "Forums Molchtechnik" im Essener HDT. "Nur so können Schäden schnell aufgespürt und behoben werden."

Auch mit Blick auf die kilometerlangen Öl-Pipelines wird deutlich, welchen enormen Beitrag diese Hightech-Molche gerade im Bereich Umweltschutz leisten. Ein Leck in der Leitung führt hier - wie zum Beispiel im März dieses Jahres in Alaska - schnell zu einer Katastrophe. "Solche Leitungen sind starken Einflüssen ausgesetzt und da empfiehlt sich der regelmäßige Einsatz moderner Prüfmolche, um auch kleinste Lecks schnell ausfindig zu machen", sagt der Fachmann. 

Expertenforum im HDT 

Am 27.-28.11.2014 werden sich namhafte Experten und Aussteller im HDT im Rahmen des "Forums Molchtechnik" dem Thema widmen und neue Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten mit den Teilnehmern diskutieren. Wolfgang Mühlthaler ist sich sicher: "Die Entwicklung der Molchtechnik insgesamt ist noch längst nicht abgeschlossen. Reinigen, Inspizieren und Messen sind nur einige von vielen denkbaren Anwendungsmöglichkeiten. Allerdings wird die Reise durch den menschlichen Körper wohl noch etwas in der Science-Fiction bleiben." 

"Forum Molchtechnik: Grundlagen, Komponenten, Anwendungstechnik, Erfahrungsaustausch" Mit dem "Forum Molchtechnik" hat das Essener Haus der Technik (HDT) eine in der Form einzigartige Veranstaltung zum Thema geschaffen. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hiltscher, der zusammen mit anderen Autoren ein Standardwerk zum Thema verfasst hat und auf langjährige Industrieerfahrung zurückblicken kann, treffen sich namhafte Experten und Aussteller zum Erfahrungsaustausch und vermitteln den Teilnehmern den neuesten Stand der Entwicklung. 

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte auf Anfrage beim Haus der Technik, Tel. 0201/1803-344 (Frau Wiese), Fax 0201/1803-346, eMail: information@hdt-essen.de bzw. im Internet unter

http://www.hdt-essen.de/W-H050-11-612-4

Pressekontakt 

Haus der Technik e.V.

Dipl.-Ing. Kai Brommann

Hollestraße 1, 45127 Essen

Tel. 0201 – 18 03 251, Fax. 0201 – 18 03 269

E.Mail: k.brommann@hdt-essen.de

Internet: www.hdt-essen.de

Kai Brommann | Haus der Technik e.V.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie