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Wahrnehmung und Ästhetik – Wie empfinden wir Bilder?

27.09.2010
Internationale Tagung des Themenverbundes „Sehen und Verstehen“ an der Universität Regensburg

Unsere Lebenswelt ist voller Bilder. Neben Kunstwerken finden sich Fotografien, Film- und Fernsehbilder, Signets und Alltagsbilder, die auf komplexe Weise Bestandteil unserer visuellen Kultur sind. Wie funktionieren diese Bilder? Welche Strategien entwickeln Menschen, um Bilder zu verstehen und für ihre Zwecke nutzbar zu machen? Was genau passiert in unserem Kopf beim Anblick einer Fotografie oder eines Kunstwerks?

Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der internationalen Konferenz „Aesthetic Cognition and Cognitive Aesthetics“, die vom 30. September bis zum 2. Oktober 2010 stattfindet. Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Mark Greenlee vom Institut für Psychologie und Prof. Dr. Christoph Wagner vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg.

Zahlreiche renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden sich im Rahmen der Konferenz im Historischen Museum in Regensburg (Dachauplatz 2, 93047 Regensburg) dem Kosmos der Bilder widmen. Sie zeigen, welche erstaunlichen Gehirn- und Wahrnehmungsleistungen, welche kulturellen und künstlerischen Praktiken die Menschen im Umgang mit Bildern entwickelt haben. Darüber hinaus werden die Vorträge auch umfassende Einblicke in die Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen liefern, die sich mit unterschiedlichen Fragestellungen dem Themenfeld „Bilder und Wahrnehmungsprozesse“ annähern.

So beschreibt die Gehirnforschung Wahrnehmungen als Vorgänge, die durch elektrische Aktivität in neuronalen Netzwerken hervorgerufen werden. Aus Sicht der Geistes- und Sozialwissenschaften können Wahrnehmung, Empfinden und Ästhetik dem gegenüber als unterschiedliche Formen der menschlichen Gehirnaktivität verstanden werden, die auch jeweils vom historischen und kulturellen Kontext abhängig sind.

Um Bilder und unsere Wahrnehmung von Bildern umfassend zu verstehen, ist deshalb eine interdisziplinäre Herangehensweise notwendig. Entsprechend stellt die Regensburger Konferenz eine Plattform für den Austausch von Forschern auf den Gebieten der Philosophie, der Psychologie, der Kunstgeschichte, der Neuroästhetik oder der Medienwissenschaft Informationstechnologie dar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung gehen dabei der Frage nach, ob es möglich ist, Ästhetik und Kunstverständnis mit modernen wissenschaftlichen Theorien auf dem Feld der visuellen Wahrnehmung zu beschreiben und erklären.

Die Konferenz ist eingebunden in eine Schwerpunktinitiative der Universität Regensburg zum Thema „Sehen und Verstehen“, die aus gemeinsamen Anstrengungen der drei Philosophischen Fakultäten, der Fakultät für Medizin, der Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin sowie der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg hervorgegangen ist. Diese Forschungsinitiative soll in Zukunft die verschiedenen Wissenschaftsbereiche der Universität Regensburg, die jeweils an bildwissenschaftlichen Fragestellungen arbeiten, über eine gemeinsame Zielsetzung bündeln.

Die Konferenz richtet sich an ein breites Publikum; interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsdaten:
Zeit: 30. September – 2. Oktober 2010 (Donnerstag bis Samstag)
Beginn: Do. ab 13.30, Fr. 9–19, Sa 9–13 Uhr
Ort: Historisches Museum, Dachauplatz 2–4, 93047 Regensburg
Eintritt frei
Das Programm zur Tagung unter:
www.zentrum-bildwissenschaft.de
Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Christoph Wagner
Universität Regensburg
Institut für Kunstgeschichte
Tel.: 0941 943-3752
Christoph.Wagner@psk.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.zentrum-bildwissenschaft.de
http://www.uni-regensburg.de

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