Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von den ersten Quasaren bis zu erdähnlichen Planeten

11.09.2015

„From the First Quasars to Life-Bearing Planets – from Accretion Physics to Astrobiology“ – unter diesem Titel findet vom 14. bis 18. September 2015 in Kiel die internationale Herbsttagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) statt. Knapp 300 Fachleute aus der ganzen Welt werden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die neuesten Forschungsergebnisse aus vielen verschiedenen Gebieten der modernen Astrophysik präsentieren und diskutieren. Diese fachliche Breite ist ein besonderes Merkmal von AG-Tagungen – wie auch die Verleihung wichtiger Forschungspreise

Wenn Materie sich sammelt…


Offizielles Poster der AG-Tagung 2015 in Kiel.

(Quelle: W. Duschl)

Wo auch immer sich im Kosmos größere Strukturen bilden, spielt die Gravitation die zentrale Rolle. Wenn sich aus ursprünglich kleinen Dichteschwankungen nach und nach immer mehr Materie in einem Raumgebiet konzentriert, entstehen sehr oft rotierende, scheibenartige Gebilde, in deren Zentrum ein neuer Stern entsteht und in deren Außenbereichen sich Planeten bilden.

Dieses „Aufsammeln“ von Materie – Akkretion genannt – beobachten wir im Kosmos jedoch auch auf sehr viel größeren räumlichen und energetischen Skalen. So beobachtet man Akkretionsscheiben beispielsweise auch in der Umgebung von supermassereichen Schwarzen Löchern in den Zentren aktiver Galaxien, deren leuchtkräftigste Vertreter die Quasare sind.

„Die Bedeutung solcher Akkretionsphänomene, wie wir sie intensiv auf der AG-Tagung in Kiel diskutieren werden, reicht heute von der klassischen Astrophysik bis hin zur noch jungen Astrobiologie. Dort geht es unter anderem um die Bildung von möglicherweise Leben beherbergenden Planeten“, so der Präsident der Astronomischen Gesellschaft, Prof Dr. Matthias Steinmetz. Neben reinen Forschungsthemen spielen in den Plenumsvorträgen und den zwölf kleineren Vortragsrunden (Splintermeetings) auch Teleskope und Observatorien mit deren Messinstrumenten eine wichtige Rolle.

Preise und Ehrungen

In der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Tagungs-Dienstag, dem 15. September, ehrt die AG Prof. Dr. Immo Appenzeller (Heidelberg) mit der Karl-Schwarzschild-Medaille, der höchsten Auszeichnung für Astronomie in Deutschland (Details in der Pressemitteilung der AG vom 9. September 2015).

Ebenfalls verliehen werden: der Ludwig-Biermann-Preis für herausragende Nachwuchsforscherinnen und -forscher an Dr. Ivan Minchev (Potsdam); der Doktorandenpreis an Dr. Cornelia Müller (Würzburg) und der Sonderpreis „Jugend forscht“ an Robin Heinemann und Patricia Asemann aus Kassel. Darüber hinaus verleiht das Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg den Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik an Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze aus Jena.

Öffentlicher Abendvortrag und weitere Veranstaltungen

Das wissenschaftliche Tagungsprogramm in Kiel wird durch spezielle Treffen zur Astronomiegeschichte, zu Astronomie und Bildung sowie zur Öffentlichkeitsarbeit („Public Outreach“) in der Astronomie ergänzt. Weiterhin finden Treffen der Doktoranden und des Astro-Frauen-Netzwerks statt, sowie eine Lehrerfortbildung.

Der traditionelle öffentliche Abendvortrag steht diesmal unter dem Titel „Von der Kieler Förde zum Mars“ und wird von Prof. Dr. Robert Wimmer-Schweingruber aus Kiel gehalten (Donnerstag, 17. September 2015, 19:30 Uhr im Frederik-Paulsen-Hörsaal/Audimax).

Detaillierte Angaben zum Tagungsprogramm finden Sie auf der Webseite http://ag15.astrophysik.uni-kiel.de. Der Kongress der Astronomischen Gesellschaft findet auf Einladung der Abteilung "Astrophysik Kiel" des Instituts für Theoretische Physik und Astrophysik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Audimax am Christian-Albrechts-Platz statt.


Kontakt / Wichtige Hinweise für Journalisten

• Journalisten können sich jederzeit direkt beim Tagungsbüro vor Ort anmelden (Telefon: 0431/880-7395). Dieses befindet sich im Foyer des Audimax, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel.

• Die Verleihung der Preise im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung erfolgt am Dienstag, 15. September 2015, ab 9:00 Uhr. Interviews mit Prof. Immo Appenzeller (Träger der Karl-Schwarzschild-Medaille), den anderen Preisträgern, eingeladenen Sprechern und Tagungsteilnehmern können vermittelt werden.

Kontakt:
Dr. Klaus Jäger (Pressesprecher der AG): jaeger@mpia.de.
Prof. Dr. Wolfgang Duschl (Leitung der lokalen Organisation): ag15@astrophysik.uni-kiel.de

Die Astronomische Gesellschaft (AG) ist eine Organisation zur Förderung der Wissenschaft. Zu ihren wichtigsten Aktivitäten zählen: die Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, die Herausgabe von Publikationen, die Förderung junger Astronomen, die Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler, sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Bildung. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.astronomische-gesellschaft.org.

Vorstand der Astronomischen Gesellschaft:
Wolfgang Fiedler, Henfling-Gymnasium Meiningen (Vorstandsmitglied ohne Amt) Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, Planetarium Bochum (Rendantin)
Dr. Klaus Jäger, Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg (Pressereferent)
Dr. Sonja Schuh, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung Göttingen (Vorstandsmitglied ohne Amt) Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) (Präsident)
Dipl.-Phys. Regina von Berlepsch, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) (Schriftführerin)
Prof. Dr. Joachim Wambsganß, Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) (Vizepräsident)

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel:
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski, Text: Dr. Klaus Jäger, Redaktion: Dr. Tebke Böschen
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: presse@uv.uni-kiel.de, Internet: http://www.uni-kiel.de,
Jubiläum: http://www.uni-kiel.de/cau350
Twitter: http://www.twitter.com/kieluni, Facebook: http://www.facebook.com/kieluni

Dr. Klaus Jäger | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics