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Wie aus Visionen die Lehre der Zukunft wird: Tagung „Teaching is touching the future"

11.05.2011
Internationale Experten treffen sich zum Austausch an der RUB

Wie wird aus abstrakten Visionen von der „Lehre der Zukunft“ an Universitäten gelebte Realität? Welche Herausforderungen sind zu meistern und was sind erfolgreiche Strategien?

Um diese Fragen geht es bei der internationalen Tagung „Teaching is touching the future“, die am 6. und 7. Juni 2011 unter Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, an der Ruhr-Universität Bochum stattfindet.

Ziel der Tagung sind der Erfahrungsaustausch unter anderem mit prominenten Experten und die Vernetzung von Menschen, die mit der Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen befasst sind. Anmeldungen sind bis zum 23. Mai möglich.

Informationen und Anmeldung: http://www.rub.de/visionary-teaching

Visionen in der Praxis

Einen Schwerpunkt der Tagung bildet der Austausch über verschiedene Konzepte und Ansätze der Weiterentwicklung von universitärer Lehre. Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland präsentieren verschiedene Visionen von der „Lehre der Zukunft“ und ihre Herangehensweisen und Strategien zur Umsetzung. So ist die RWTH Aachen mit ihrem UROP-Programm vertreten, das Studierende die Möglichkeit gibt, Teil eines Forschungsteams im In-und Ausland zu sein. Die Charité Berlin stellt ihren Modellstudiengang Medizin und dessen Implementierung vor. Insgesamt sind alle Wissenschaftsdisziplinen von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Lebenswissenschaften bis zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften vertreten. Auch übergreifende hochschulpolitische und hochschuldidaktische Fragen zur Lehre werden aufgegriffen. „Vor der Herausforderung, die Universität und universitäre Lehre konsequent weiterzuentwickeln und so bestmögliche und zukunftsfähige Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, stehen alle Hochschulen“, sagt Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre der Ruhr-Universität. „Das Ziel der Tagung ist es, neue fachspezifische und fachübergreifende Ansätze für die zukünftige Lehre kennen zu lernen und Wege ihrer erfolgreichen Umsetzung im Erfahrungsaustausch mit ihren Hauptvertretern zu erschließen.“

Subject Centers in Großbritannien

Die internationalen Referenten lassen interessante Einblicke in Erfahrungen vor dem Hintergrund verschiedener Hochschulsysteme und Disziplinen erwarten. Prof. Dr. Hans N. Weiler, Professor emeritus für Vergleichende Politikwissenschaft und Bildungspolitik an der Stanford University sowie bildungs- und hochschulpolitischer Berater diverser internationaler Institutionen und Regierungen, spricht zum Thema „Teaching is the future: Visionen der Zukunft – Zukunft einer Vision“. Prof. Dr. John Dickens von der Loughborough University und Direktor des „Engineering Subject Centres” der „Higher Education Academy” in Großbritannien, gibt einen Überblick über die Arbeit und die Erfahrungen des „Engineering Subject Centers“. Das Konzept der Subject Centers, die im Jahr 2000 in Großbritannien eingeführt wurden, hat international große Aufmerksamkeit erfahren und ist ein vielbeachteter Ansatz für die fachspezifische Weiterentwicklung von Lehre. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Kürzungen im Hochschulbereich in Großbritannien, steht dieses Modell allerdings vor großen Herausforderungen

Von Humboldt nach Bologna

Prof. Dr. Marijk van der Wende, Gründungsdekanin des Amsterdam University College und Professorin für Innovation im Hochschulwesen, wird in ihrem Vortrag „Crossing the boundaries of traditional curricular content: Visions, lessons learned and strategies“ über das transdisziplinäre Studienmodell des Amsterdam University College berichten. In seinem Beitrag „Von ‚Humboldt‘ nach ‚Bologna‘“ wird Prof. Dr. Mitchell Ash von der Universität Wien die politischen und historischen Kontexte von Hochschulreformen beleuchten und der Frage nachgehen, welchen Einfluss die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen auf die Entwicklung und Umsetzung von Zukunftskonzepte für die Lehre nehmen. Prof. Dr. med. Sigrid Harendza ist Professorin für Innere Medizin/Ausbildungsforschung- und -entwicklung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und wurde 2006 mit dem Ars-legendi-Preis für exzellente Lehre des Stifterverbands und der Hochschulrektorenkonferenz für ihre Leistungen bei der umfassenden und tiefgreifenden curricularen Veränderungen des Medizinstudiums an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen wird sie über Erfolgsstrategien für die Umsetzungen von Visionen berichten.

Weitere Informationen

Dorothea Offele-Gieselmann, Dezernat 1 der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-29456, E-Mail: visionary-teaching@rub.de, http://www.rub.de/visionary-teaching

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/visionary-teaching

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