Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urologen-Kongress: Patientenforum im Leipziger Neuen Rathaus

18.09.2012
Tabus brechen – Inkontinenz und Impotenz erfolgreich behandeln!
Viele Betroffene schweigen aus Scham und lassen sich nicht behandeln: Obwohl rund acht Millionen Deutsche unter einer Blasenschwäche leiden und etwa 20 Prozent der Männer Probleme mit der Potenz haben, zählen Harninkontinenz und Impotenz zu den letzten Tabus in unserer Gesellschaft.

Doch Schweigen bedeutet unnötiges Leiden, denn Besserung oder Heilung sind fast immer möglich. Über aktuelle Behandlungsmethoden beider Erkrankungen informieren namhafte Experten der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) auf einem Patientenforum am 27. September 2012 von 18.30 bis 20.45 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses der Stadt Leipzig. In der anschließenden Diskussionsrunde stellen sich die Referenten den Fragen der Besucher. Die Moderation hat Peter Escher vom Mitteldeutschen Rundfunk. Die Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des 64. DGU-Kongresses ist kostenfrei und ohne Voranmeldung für Betroffene, Angehörige und Interessierte möglich.
„In der urologischen Praxis gibt es keine Tabuthemen. Inkontinenz und Impotenz sind für Urologinnen und Urologen in keiner Weise peinlich, sondern behandlungsbedürftige Erkrankungen, deren Heilung wir uns täglich erfolgreich widmen“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller. Diese Botschaft will auch der Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität Leipzig, Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, transportieren, der das diesjährige Patientenforum der medizinischen Fachgesellschaft organisiert. Über die Bedeutung von Früherkennung, Diagnose und Nachsorge beim niedergelassenen Urologen informiert Dr. Matthias Schulze, 2. Vizepräsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., aus Markkleeberg in seinem Vortrag.

Die modernen Heilverfahren der Harninkontinenz wird Referent Dr. Thilo Schwalenberg in seinem Vortrag vorstellen: „Die Belastungsinkontinenz mit unwillkürlichem Urinabgang unter körperlicher Belastung beim Husten, Laufen oder Springen ist eine der beiden Hauptformen weiblicher Inkontinenz und wird anfangs mit Physiotherapie oder medikamentös behandelt. Stoßen diese Verfahren an ihre Grenzen, kommen operative Therapien zum Einsatz, etwa die Einlage eines vaginal eingebrachten Kunststoffbandes (TVT), das die Funktionsweise des Blasenschließmuskels verbessert.“

Bei der Behandlung der Überaktiven Blase, medizinisch „Dranginkontinenz“, steht zunächst die medikamentöse Therapie im Vordergrund. Versagt diese, kommen invasive Verfahren wie die Botulinumtoxininjektion in den Harnblasenmuskel und die Implantation von Blasenschrittmachersystemen zur Anwendung.

Bei der Therapie der männlichen Inkontinenz dominieren operative Verfahren. Etabliert hat sich sowohl die Implantation eines Bandes und als auch die Implantation einer Blasenschließmuskel-Prothese (Sphinkterprothese). Um die Scheu vor der Anwendung zu nehmen, wird Dr. Schwalenberg die Funktionsweise einer hydraulischen Sphinkterprothese auf dem Patientenforum darstellen.

Auch Prof. Dr. Wolf F. Wieland will in Leipzig Ängste nehmen und Männer mit Potenzproblemen ermutigen, sich helfen zu lassen. Das ist heute möglich: Medikamente (PDE-5-Hemmer, Prostaglandinpräparate), Hormontherapie, mechanische Erektionshilfen, Schwellkörperimplantate und Psychotherapie bilden ein umfangreiches Behandlungsspektrum. „In jedem Fall sollten die Ursachen abgeklärt werden, denn eine Erektionsstörung hat in den meisten Fällen organische Gründe und kann der erste Hinweis auf eine Schädigung des Gefäßsystems und damit Vorbote von Herzinfarkt oder Schlaganfall sein“, so der Regensburger Urologe.

Prostatakrebspatienten fürchten Inkontinenz und Impotenz als mögliche Folge einer operativen Entfernung der Prostata. Auch hier ist Aufklärung wichtig. „Moderne Operationstechniken einschließlich der Roboter-assistierten (daVinci) Operation führen in Zentren, die eine radikale Prostataentfernung häufig durchführen, nur äußerst selten zu einer Inkontinenz. Bei Patienten, bei denen der Tumor eine sogenannte nerverhaltende Operation erlaubt, kann heute immer häufiger auch die Potenz erhalten werden“, sagt Prof. Dr. Stolzenburg, der alle Interessierten herzlich zu der öffentlichen Veranstaltung im Neuen Rathaus in Leipzig einlädt.

Veranstaltungshinweis:
DGU-Patientenforum
Donnerstag, 27. September 2012, 18.30 - 20.45 Uhr
Sitzungssaal im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig
Martin-Luther-Ring 4-6,
04109 Leipzig

Keine Voranmeldung, freier Eintritt!

Weitere Informationen:
DGU-Kongress-Pressestelle

Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 - 79 14 05 60
Fax: 040 - 79 14 00 27
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de

Bettina-Cathrin Wahlers | idw
Weitere Informationen:
http://www.urologenportal.de/
http://www.dgu-kongress.de/
http://www.otseinladung.de/event/c8852ee3e8

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kongress Meditation und Wissenschaft
19.01.2018 | Universität Witten/Herdecke

nachricht LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen
18.01.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie