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Trotz HIV ohne Kondom: Deutsch-Japanischer HIV Kongress am RUB-Klinikum

17.03.2009
Trotz HIV in einer Partnerschaft ohne Verhütungsmittel leben - mit den entsprechenden Medikamenten ist dies laut dem schweizer Wissenschaftler Pietro Vernazza möglich.

Um dieses und andere Forschungsergebnisse geht es am 23. März 2009 auf dem 4. Deutsch-Japanischen HIV-Symposium, das vom deutschen Kompetenznetz HIV/AIDS und der Nagoya City University in Japan gemeinsam organisiert wird. Ab 9 Uhr referieren hochkarätige Wissenschaftler zu den Themenbereichen Klinische Forschung, Grundlagenforschung und Sozialwissenschaften und Epidemiologie im Hörsaalzentrum des St. Josef Hospitals in Bochum. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.

Die Highlights des Kongresses werden vorgestellt bei einer
Pressekonferenz
am 24.03. um 9 Uhr
im Hörsaalzentrum des St. Josef Hospitals
Gudrunstr. 56, 44791 Bochum
Engere Zusammenarbeit der Wissenschaftsgemeinde
"Zum ersten Mal in seiner vierjährigen Geschichte", bemerkt Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, "öffnet sich das HIV-Symposium nun auch verstärkt in Richtung Europa." Neben deutschen und japanischen Wissenschaftlern sind in diesem Jahr auch Referenten aus anderen europäischen Ländern eingeladen, zum Beispiel aus Frankeich und England. Als ein Highlight der Tagung gilt der Vortrag von Prof. Dr. Pietro Vernazza aus der Schweiz, der per Videokonferenz zugeschaltet wird. Seine These unter dem Titel "License to Love" sorgte in Fachkreisen bereits für reichlich Diskussionsstoff. Demnach sei das Risiko einer HIV-Übertragung unter einer virologisch erfolgreichen antiretroviralen Therapie ohne andere Geschlechtskrankheiten so gering, dass Verhütungsmittel nicht nötig wären. Besonders bei Kinderwunsch könne diese Erkenntnis eine Alternative zur künstlichen Befruchtung bieten. Mit Spannung erwartet wird ebenfalls der Vortrag von Prof. Takashi Okamoto, der als erster weltweit den Zusammenhang zwischen einer Zahnfleischentzündung und der Beschleunigung/Ausbreitung des HI-Virus beschreibt. Im Foyer des Hörsaalzentrums findet außerdem eine Posterausstellung statt, in der Nachwuchswissenschaftler aus Japan und Deutschland ihre Forschungsergebnisse präsentieren.

Das Kompetenznetz HIV/AIDS

Rund 33 Millionen Menschen weltweit sind mit dem HI-Virus infiziert. Allein in Deutschland leben annähernd 65.000 Personen, die mit der tödlichen Krankheit infiziert sind. HIV ist somit ein wichtiges Thema in der medizinischen Forschung. In diesem Zusammenhang fördert das vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) unterstützte Kompetenznetz HIV/AIDS die internationale Begegnung von deutschen und japanischen Wissenschaftlern. Auf nationaler Ebene setzt sich das Kompetenznetz dafür ein die 44 deutschen HIV-Schwerpunktzentren zu vernetzen. Die Zusammenarbeit mit Grundlagenforschern, klinischen Forschern und Universitäten sorgt dafür, dass die deutsche HIV-Forschung in den letzten Jahren zu einer wegweisenden und internationalen Zusammenarbeit gefunden hat.

Weitere Informationen

Judith Coenenberg, Öffentlichkeitsarbeit Kompetenznetz HIV/AIDS, St. Josef Hospital Ruhr-Universität Bochum, Tel: 0221-2779381, j.coenenberg@klinikum-bochum.de, Kompetenznetz im Internet: http://www.kompetenznetz-hiv.de/

Redaktion: Katja Bischof

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.kompetenznetz-hiv.de/

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