Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tanzende Teilchen, Antimaterie und Laserstrahlen im Wissenschaftsjahr Energie - Energy Slam in Bonn

03.11.2010
„Wissenschaftler reden meist monoton und unverständlich“. Mit diesem Vorurteil möchte der Energy Slam im Wissenschaftsjahr Energie aufräumen.

Am 9. November werden junge Wissenschaftler bei einem Redewettbewerb im Deutschen Museum Bonn beweisen, dass sie ihr Forschungsthema unterhaltsam und verständlich auf den Punkt bringen können. Aus trockenen Forschungsthemen machen sie unterhaltsame Kurzvorträge.

Auf einer Plattform inmitten des Museums werden die Slammer zehnminütige Vorträge zum Thema Energie halten. Durch witzige Einlagen, überraschende Pointen und ungewöhnliche Vergleiche mit Alltagssituationen werden sie versuchen, die Zuschauer für sich und das eigene Forschungsthema zu begeistern.

Denn das Publikum bewertet ähnlich wie beim Poetry Slam den Auftritt und bestimmt den Sieger. Moderiert wird die Veranstaltung von ZDF-Redakteur Benjamin Dzialowski.

Unter den Kandidaten sind auch einige erfahrene Slammer wie der Chemiedoktorand Patrick Seelheim aus Münster. Er erklärt sein Thema der „Kooperativität“ gerne mit alltäglichen Vergleichen. „Ein Steak ist lecker, eine Flasche Rotwein auch, wahren Genuss beschert aber nur beides zusammen“. Das Ganze sei somit mehr als die Summe seiner Teile – genau dies bedeute Kooperativität.

Sein Konkurrent Michael Deveaux, der an der Uni Frankfurt zu Kern- und Teilchenphysik forscht, schlägt die Brücke zu Star Trek: „Energie aus Antimaterie“ lautet sein Vortrag. Diese exotische Energieform habe im Science Fiction Genre einen festen Platz. Doch auch im realen Alltag gebe es dafür Anwendungen, zum Beispiel bei der Krebstherapie. Und der Experimentalphysiker Niels Gierse vom Forschungszentrum Jülich wird das Publikum auf eine Reise mit dem Laser durch die Wand eines Reaktors mitnehmen.

Der Bonner Energy Slam ist im „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“ der letzte von vier Regionalwettbewerben, die seit September in ganz Deutschland stattgefunden haben. Die Sieger aus den vier Regionen treten im Dezember im Finale in Berlin gegeneinander an.

Der Energy Slam wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Haus der Wissenschaft Braunschweig organisiert mit den regionalen Partnern, dem Helmholtz Zentrum Berlin, der Technischen Universität Braunschweig, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Alanus Hochschule und der TU Chemnitz, die Vorentscheidungen und das Finale in Berlin.

Die Alanus Hochschule ist für die westdeutsche Vorentscheidung in Bonn der regionale Partner des Wettbewerbs. Sie hat die Veranstaltungsorganisation vor Ort maßgeblich mitgestaltet und sieht den Wettbewerb auch als Auftaktveranstaltung für zukünftige Science Slams, die sie in der Region jährlich veranstalten möchte.

Die Vermittlung von Wissenschaft an ein breites Publikum in unterhaltsamer Form – das schreibt sich das Deutsche Museum Bonn tagtäglich auf die Fahnen. Das Bonner Technikhaus eignet sich daher als idealer Veranstaltungsort.

Veranstaltungsort: Deutsches Museum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn
Beginn: 19.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen:
http://www.alanus.edu
http://www.deutsches-museum.de/bonn/
http://www.energyslam.de - weitere Informationen zum Wettbewerb
http://www.zukunft-der-energie.de - weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr Energie

Claudia Zanker | idw
Weitere Informationen:
http://www.alanus.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie