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»smARTplaces | INNOVATION in Culture«: Internationale Konferenz zum Thema Audience Development

06.11.2017

Nicht nur die Kunst hat das Moment der Digitalisierung in ihre DNA übernommen, auch die Institutionen der Kultur beginnen sichtbar disruptive Wege einzuschlagen, um innovative Prozesse zu fördern. Die Konferenz »smARTplaces | INNOVATION in Culture« untersucht von Do, 01.03. bis Fr, 02.03.2018 Möglichkeiten aber auch Notwendigkeiten digitaler Erneuerung innerhalb der Kultur und stellt das Audience Development in den Fokus. Die Konferenz eruiert das Verhältnis von BesucherInnen, Institution und Technologie. Innovation Talks, Experience-Flights und Fishbowls, Workshops und Seminare greifen über zwei Tage hinweg Themen der Kulturarbeit im beginnenden 21. Jahrhundert auf.

Als erste von insgesamt drei Konferenzen eruiert »smARTplaces | INNOVATION in Culture« das Verhältnis von BesucherInnen, Institution und Technologie. Über zwei Tage hinweg werden Themen der Kulturarbeit im beginnenden 21. Jahrhundert aufgegriffen:


smARTplaces | INNOVATION in Culture

© ZKM | Karlsruhe, Foto: Felix Grünschloß

Wer sind unsere Besucher, wie erfahren wir mehr über sie und was dürfen wir überhaupt über sie wissen, um als Kulturinstitutionen die Korrektiv-Funktion gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu verlieren? Von welcher Relevanz sind – die von der Kunst bereits genutzten – Technologien wie Game, Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) für den Dialog mit dem BesucherInnen und welche Szenarien – im Hinblick auf Artificial Intelligence (AI) – kündigen sich in den kommenden Jahren an?

Von Experience Design in Kulturangeboten über Design Thinking in Arbeitsprozessen bis hin zu Change-Management der institutionellen Struktur will die Konferenz die Kulturinstitution in ihrer Entwicklung zum »Erlebnisort Museum« begleiten.

Mit dem Aufkommen der Digitalisierung ging ein Ruck durch die verschiedensten Themen- und Arbeitsbereiche der Gesellschaft. Die Kultur nimmt in dieser Entwicklung eine besondere Rolle ein. Denn obgleich das Aufkommen der einstmals neuen Medien innerhalb von Kunst und Kultur bereits früh stattgefunden hatte – Film, Video, computerbasierte Interaktion – ruhte die ‚Institution’ Kultur lange Zeit in sich und ließ zahlreiche Modernisierungstendenzen an sich vorüber ziehen.

Hat die Kunst das Moment der Digitalisierung inzwischen längst in ihre DNA aufgenommen, beginnen nun auch die Institutionen der Kultur sichtbar disruptive Wege einzuschlagen, um innovative Prozesse zu fördern.

Die Konferenz »smARTplaces | INNOVATION in Culture« fokussiert die Notwendigkeiten und Spielräume digitaler Erneuerung innerhalb der Kultur. Nicht die Digitalisierung der Bestände, vielmehr, die heutigen »Wege« zur Kultur stehen hier im Vordergrund.

Sektionen der Konferenz

Die Sektion »Digital Marketing in Culture« wirft Fragen nach den heutigen Zielgruppen und einer adäquaten Segmentierung von potentiellen und bestehenden Museumsbesuchern auf. Wie gelangt man zu einer genaueren Adressierung der potentiellen Besucher und wie ist mit den erhobenen Daten umzugehen. Kann sich Kultur einen Umgang mit Daten leisten, wie er uns heute vom Kommerz vorgelebt wird und dabei ihre Korrektiv-Funktion gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung bewahren?

Nicht nur im Hintergrund eröffnen Technologien zahlreiche Möglichkeiten: »Culture goes tech« (»new technologies – new scope«) zeigt – aus verschiedenen Perspektiven – wie mit Games und der Idee der Gamification, mit AR und VR, Elemente des Entertainments Einzug in den Kulturbetrieb halten und eine neue spannende Weiterentwicklung erfahren. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann AI-Anwendungen beginnen, in den Kulturinstitutionen eine Rolle zu spielen. »ARTs and the Digital« verlässt den Bereich der Anwendung und blickt auf die Kunst und ihren Umgang mit dem Digitalen.

Wie hat sich die Kunst die aufkommenden digitalen Möglichkeiten zunutze gemacht, sie geformt und sich zugleich an ihnen »abgearbeitet«? Was kann diese Entwicklung der Kunst für den Besucher bedeuten und wie kann sie womöglich den Institutionen selbst helfen, Kultur im weitesten Sinne in die Gesellschaft zu tragen? Mitunter stellt sich die Frage, ob die Kulturinstitution in Zukunft die Form einer digitalen Plattform annehmen wird. Vor dem Hintergrund eines von der EU geförderten und auf Transparenz ausgelegten Projekts, stellen smARTplaces-Partner Ihre Projekte und Erfahrungen des letzten Jahres vor. »smARTplace experiences« lädt darüber hinaus weitere Institutionen ein, ihre Projekte, Anwendungen und Vorhaben zu präsentieren.

Prozessveränderungen innerhalb der Institutionen sind im Zuge der digitalen Transformation wie Disruption ein unverzichtbares Element der Entwicklung. In Form von Workshops und Seminaren werden Grundlagen von »Design Thinking«, »Experience Design« für den praktischen Kulturbetrieb, wie auch übergreifend, das Thema »Change Management« einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag innerhalb der Konferenz einnehmen.

Die Konferenz adressiert Kulturinstitutionen und ihre EntscheidungsträgerInnen in den Bereichen Kommunikation und Marketing, Veranstaltung und Ausstellung.

EU-Projekt »smARTplaces«

Das Konzept des »smARTplace« wird von acht Kultureinrichtungen aus ganz Europa sowie zwei Hochschulen entwickelt (Projektlaufzeit 2016–2020). Im Vordergrund steht die Entwicklung eines intelligenten Ortes, das die Erwartungen und Bedürfnisse des Besuchers in den Vordergrund stellt: die »User Experience« hat heute mehr Bedeutung als die »Marke« selbst, das »Besuchererlebnis« steht im Vordergrund.

Das »smARTplaces-Projekt« wird kofinanziert durch das Programm »Kreatives Europa der Europäischen Union«. Informationen zum Projekt »smARTplaces« sowie das in Kürze zu veröffentlichende Konferenzprogramm finden hier http://smartplaces.eu und unter http://zkm.de/projekt/smartplaces.

Weitere Informationen:

http://zkm.de/pressemappe/2018/smartplaces-innovation-in-culture

Regina Hock | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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