Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Senologen untersuchen erstmals Qualität von Brustkrebszentren

21.06.2010
Mit jährlich bis zu 55 000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor der Frau. Aktuelle Daten belegen, dass Patientinnen in Brustkrebszentren bessere Heilungs- und Überlebenschancen haben. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) informiert auf ihrer 30. Jahrestagung vom 1. bis 3. Juli 2010 in Hamburg über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und erfolgversprechende Therapien.

Durchschnittlich jede elfte Bundesbürgerin erkrankt im Lauf ihres Lebens an einem Mammakarzinom. Die Heilungschancen verbessern sich in zertifizierten Zentren, da diese mehr Erfahrung haben. Je häufiger beispielsweise ein Operateur solche Tumore entfernt, desto geringer ist das Risiko, dass an der gleichen Stelle erneut ein Karzinom entsteht.

Zudem legen in diesen Zentren Teams verschiedener Fachärzte – darunter Onkologen, Radiologen, Pathologen, Operateure und Strahlentherapeuten – gemeinsam fest, welche Behandlung bei einer Frau den größten Erfolg verspricht. In zertifizierten Brustkrebszentren ist außerdem die gesamte Kette der Versorgung gesichert – von der Früherkennung über die Therapie bis hin zur Nachsorge.

„Das angestrebte Ziel der Etablierung eines deutschlandweiten Netzwerkes von zertifizierten Brustzentren ist weitgehend erreicht“, betont Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen und DGS-Präsident. Die Betreuung durch erfahrene Ärzte verschiedener Fachrichtungen ermögliche Frauen zudem häufig eine schonendere Therapie und eine brusterhaltende Behandlung.

Um die Qualität der Versorgung kontinuierlich zu optimieren, werden die Einrichtungen regelmäßig überprüft. In Deutschland wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Senologie, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Deutschen Krebsforschungsgesellschaft erstmals mit Hilfe von Fragebögen die Qualität untersucht. Die Zahl der Brustzentren, die sich auf freiwilliger Basis an dieser Befragung beteiligen, stieg in den Jahren 2003 bis 2008 von 59 auf 229.

Aufgrund der Verbesserung vorher fest gelegten Qualitätsmerkmalen wertet Professor Wallwiener das Projekt als Erfolgsgeschichte. „Die hohe Beteiligung der Krankenhäuser zeigt, dass die freiwillige Zertifizierung von Brustzentren in Deutschland gut angenommen wird.“ Nun sei es wichtig, die Zentren regelmäßig zu überprüfen, noch höhere Standards einzuführen und langfristig eine messbare Verbesserung des Langzeitüberlebens zu sichern. Wo sich die Versorgung der Patientinnen verbessert hat und wie die Erfolge weiter optimiert werden können, ist ein Thema der medizinischen Fachgesellschaft auf ihrer Pressekonferenz am Donnerstag, 1. Juli 2010, im CCH Hamburg.

Terminhinweise zur Tagung im CCH Congress Center Hamburg:

Pressekonferenz
anlässlich der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
Donnerstag, den 1. Juli 2010, 13.30 bis 14.30 Uhr, Saal 13
Eröffnungsveranstaltung
Donnerstag, den 1. Juli 2010, 10.00 bis 11.30 Uhr, Saal 3
Symposium der Frauenselbsthilfe nach Krebs:
Kooperation Selbsthilfe – Brustzentren im Wandel?
Samstag, 3. Juli 2010, 9.00 bis 10.30 Uhr, Saal F
Expertenforum
Senologen fragen – Experten antworten
Samstag, 3. Juli 2010, 11.00 bis 12.30 Uhr, Saal 3
Kontakt für Journalisten/Akkreditierung zur Tagung:
Beate Schweizer
Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Senologie.
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 295, Fax: 0711 8931 167
E-Mail: Schweizer@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.senologie.org
http://www.senologiekongress.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften