Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schmuck aus dem Drucker?

13.08.2012
Im August zeigt das Fraunhofer IPA in der Buchhandlung Wittwer am Stuttgarter Schlossplatz, dass man nicht nur Bücher drucken kann

Interessierte können einem 3D-Drucker bei der Arbeit zuschauen und sich sogar selbst individuelle Produkte herstellen lassen. Die Aktion läuft vom 13. bis zum 31. August. Beispielprodukte und ein Informationsvideo ergänzen das Produktionsszenario. Das Gerät funktioniert nach dem Prinzip des »Fused Deposition Modeling« (FDM), auch »Schmelzschichtung« genannt.


Generativ gefertigte Handtaschen in verschieden durchgefärbtem ABS. (Quelle: Fraunhofer IPA)

Bei diesem Verfahren wird ein Werkstück zunächst am Computer erzeugt und dann schichtweise aus schmelzfähigem Kunststoff aufgebaut. Der Prozess kann jederzeit angehalten werden. Dadurch können hochkomplexe Endprodukte hergestellt werden: von transparenten oder bunten Modellen bis hin zu Produkten mit eingelegten Magneten oder Leuchtfolien ist vieles möglich.

Die Vorteile von FDM im Vergleich zu konventionellem Spritzguss werden vor allem bei geringer Produktionszahl deutlich. In Kleinserien oder als Einzelanfertigung können Produkte durch FDM günstiger hergestellt werden, außerdem ist eine komplexere und individuellere Gestaltung möglich. Somit eignet sich FDM beispielsweise, um eine Geschäftsidee zu erproben, ohne gleich eine große Zahl an Versuchsprodukten herstellen zu müssen. Der verwendete Kunststoff, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), ist zudem wiederverwendbar und damit nachhaltig.

Auch für Privatpersonen kann der 3D-Druck nützlich sein. Ganz nach den Wünschen des Auftraggebers ist es beispielsweise möglich, individuellen Schmuck, Wohnaccessoires wie Lampenschirme oder auch Ersatzteile zu produzieren. Dank FDM ist der kaputte Backofengriff zum Beispiel schnell ersetzt. Interessierte können sich in der Buchhandlung Wittwer nach eigenen Ideen und Wünschen, unterstützt durch fachkundige IPAler, ihre individuellen FDM -Erzeugnisse »schmelzschichten« lassen. Der Trend geht beim 3D-Druck klar von Prototypen und Modellen hin zu fertigen, hochkomplexen Endprodukten.

Eine Fülle an Möglichkeiten und ein großes Anwendungsspektrum machen das Verfahren zu einer zukunftsfähigen Technologie, die dank der Aktion des Fraunhofer IPA schon heute aus nächster Nähe erlebt werden kann.

Weitere Ansprechpartner
Dipl.-Des. Andreas Fischer
| Telefon +49 711 970-1280
| andreas.fischer@ipa.fraunhofer.de
| Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wurde 1959 gegründet und 1971 in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen. Es ist eines der größten Einzelinstitute innerhalb dieser Forschungsgesellschaft und beschäftigt rund 280 Wissen schaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Jahresbudget beträgt rund 44 Mio Euro, davon stammen 19,4 Mio Euro aus Industrieprojekten. Das Fraunhofer IPA ist in 14 Fachabteilungen gegliedert und in den Arbeitsgebieten Produktionsorganisation, Oberflächentechnologie, Automatisierung und Prozesstechnologie tätig. Schwerpunkte unserer Forschung und Entwicklung sind organisatorische und technologische Aufgabenstellungen aus dem Produktionsbereich der Zukunftsbranchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Mikrosystemtechnik, Energiewirtschaft sowie Medizin- und Biotechnik. Die FuE-Projekte zielen darauf ab, Automatisierungs- und Rationalisierungsreserven in den Unternehmen aufzuzeigen und auszuschöpfen, um mit verbesserten, kostengünstigeren und um weltfreundlicheren Produk tionsabläufen und Produkten die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze in den Unternehmen zu erhalten oder zu verbessern.

Andreas Fischer | Fraunhofer Mediendienst
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe
26.04.2018 | ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

nachricht Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland
26.04.2018 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics