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Die optimale Venentherapie

09.10.2008
Her mit der zweiten Haut für Venen, weg mit der "Thrombosespritze"...: Von neuen Operationstechniken bis zu den Perspektiven der Thromboseprophylaxe reicht das Themenspektrum auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie in der RUB (15.-18.10.).

Auf einer Pressekonferenz am 16.10. informieren Experten über moderne und optimierte Verfahren in der Venentherapie.

Venen per Katheter sanft von innen verschließen, oder sie wie mit einer zweiten Haut stützend umhüllen - neue minimal invasive und Venen erhaltende Techniken konkurrieren zunehmend mit dem herkömmlichen Entfernen der Vene (Stripping).

Von der optimalen Venentherapie über Perspektiven der Thromboseprophylaxe bis zu neuen Strategien gegen multiresistente Keime reicht das Themenspektrum der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie vom 15. bis 18. Oktober 2008. Der im RuhrCongress Bochum stattfindende Jubiläumskongress wird veranstaltet von Prof. Dr. Markus Stücker und Prof. Dr. Achim Mumme, Venenzentrum der Ruhr-Universität Bochum.

Neue Operationstechniken: Verkochen und umhüllen

Krampfadern sind weit mehr als ein kosmetisches Problem, in den Industrieländern gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Wenn die Venenklappen nicht mehr schließen, versackt Blut im Unterschenkel und kann dort Stauungssymptome, Thrombosen oder sogar das gefürchtete offene Bein hervorrufen. Doch welche ist die optimale Venentherapie?

Der Kongress stellt neue minimal invasive und rekonstruktive Techniken vor: Etwa winzige Sonden, die das zu weit gewordene Gefäß von innen mittels Radiowellen verkochen (verschließen). Oder ein neues hauchdünnes Material, mit dem der Operateur das "ausgeleierte" Gefäß wie mit einem inneren Kompressionsstrumpf wieder "in Form" bringt. Neue Gerinnungshemmer könnten zudem die Thromboseprophylaxe revolutionieren und die herkömmliche "Thrombosespritze" ersetzen.

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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