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Die Ökologie der Medien: RUB-Symposium zu einem neuen Epochenbegriff

08.01.2013
Kybernetik, Computer, Bionik, Medien: Spätestens seit 1950 und heute rascher denn je ändern sich die technologischen Bedingungen der Menschen.

Techniken bevölkern zunehmend unsere Umwelt. Sie beeinflussen nicht nur unser Denken und Handeln grundsätzlich, sondern streuen dies sogar mehr und mehr in die Umwelt. Wir erweisen uns im strengen Sinne als umweltliche Wesen.

Um den passenden neuen Epochenbegriff – die Ökologisierung des Denkens – geht es auf einem Symposium vom 16. bis 18. Januar in der RUB ("The Ecological Paradigm. Issues and Perspectives of a General Ecology of Media and Technology").

Herausragende Vordenker

Veranstaltet von der Professur für Medientechnik und Medienphilosophie des Instituts für Medienwissenschaft der RUB (Prof. Dr. Erich Hörl) versammelt das Symposium herausragende internationale Vordenker, die sich der Frage und der Herausforderung dieser grundlegenden Ökologisierung stellen: darunter Rosi Braidotti (Utrecht), Bruce Clarke (Lubbock), Elena Esposito (Bologna), Matthew Fuller (London), Mark B. N. Hansen (Durham), Luciana Parisi (London), Bernard Stiegler (Paris/London), David Wills (Albany) und Cary Wolfe (Houston). Der Eröffnungsvortrag des finnischen Medientheoretikers und Autors von „Insect Media. An Archaeology of Animals and Technology”, Jussi Parikka (University of Southampton) ist öffentlich. Am Mittwoch, 16. Januar 2013 von 18 bis 20 Uhr geht es um "An Alternative Deep Time of the Media: A Geologically Tuned Media Ecology" (Ort: GABF 04/611). Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Epochenbegriff freilegen

Infolge der durchgreifenden Kybernetisierung und Computerisierung der Lebensform sind wir in das Zeitalter einer neuen umweltlichen Handlungsmacht eingetreten. Unser Sein zeigt sich zunehmend als „environmental“: Auf breiter medientechnologischer und technowissenschaftlicher Grundlage – von sensorischen Umwelten und multiskalaren Netzwerktechnologien bis hin zu Bioinformatik – hat sich eine grundsätzliche Neueinrichtung unserer Existenz- und Erfahrungsweise ergeben, die als radikal „umweltlich“ zu begreifen sei, so Prof. Erich Hörl. „Die Perspektiven dieser Epochenbewegung sind allerdings bis heute weitgehend ungedacht. Das Symposium zielt darauf, den Begriff der Ökologie als unseren Epochenbegriff freizulegen.“

Anmeldung erforderlich

Für das Symposium am Donnerstag und Freitag im Internationalen Begegnungszentrum Beckmannshof der RUB ist eine Anmeldung erforderlich - hier sind nur noch wenige Restplätze frei. Weitere Informationen zur Veranstaltung stehen im Internet unter:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/general-ecology/symposium.html

Weitere Informationen

Prof. Dr. Erich Hörl, Medientechnik und Medienphilosophie, Institut für Medienwissenschaft der RUB, Tel. 0234/32-25089, erich.hoerl@rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/general-ecology/symposium.html

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