Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Erkenntnisse warum wir werden, wie wir sind

22.08.2013
Entwicklungspsychologen tagen an der Saar-Uni

Von den Auswirkungen von Stress im Mutterleib, über Erziehung im Kindes- und Jugendalter bis hin zur geistigen Beweglichkeit im hohen Alter: Führende Entwicklungspsychologen stellen vom 9. bis 11. September ihre neuesten Forschungsergebnisse auf dem Campus der Saar-Universität vor.

Rund 300 Wissenschaftler werden zur 21. Tagung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie erwartet, die die Saarbrücker Professorinnen Gisa Aschersleben und Jutta Kray veranstalten. Die Universität des Saarlandes verleiht am Rande der Tagung die Ehrendoktorwürde an den international renommierten Gedächtnis-Forscher Professor Fergus Craik (Toronto).

Ab wann versteht ein Kind, wie andere sich fühlen? Wann lernt es, vorausschauend zu handeln? Sind Kleinkindern Spielregeln wichtig? Welche Einflüsse hat die Eltern-Kind-Beziehung? Wo liegen die Ursachen für Schulprobleme? Wie wandeln sich unsere Denk-Fähigkeiten, wenn wir älter werden? Mit solchen Fragen befassen sich Entwicklungspsychologen. Sie erforschen, wie sich unser Verhalten und unser Erleben im Laufe des Lebens verändern.

Und sie finden heraus, warum dies so ist. Durch ihre Erkenntnisse ist es möglich, vorherzusagen, wie eine Veränderung wahrscheinlich verlaufen wird und Maßnahmen zu ergreifen, die die künftige Entwicklung positiv beeinflussen. Hierdurch können Menschen entsprechend ihren Bedürfnissen gezielt gefördert werden, etwa durch Bildungsangebote, Prävention oder durch Therapie.

Im Mittelpunkt der Tagung an der Saar-Universität stehen die neuesten Forschungsergebnisse und die aktuellen Trends der verschiedenen Arbeitsbereiche der Entwicklungspsychologie. „Die vorgestellten Forschungsergebnisse umfassen die gesamte Lebensspanne, also alle Altersgruppen vom ungeborenen Kind und Säugling bis zum sehr hohen Alter. Wir haben die Bandbreite der Themen möglichst weit gefasst, damit der aktuelle Stand der Forschung umfassend sichtbar wird. Auf diese Weise wollen wir beste Voraussetzungen für den Austausch der Forscherinnen und Forscher schaffen“, sagt die Saarbrücker Entwicklungspsychologin Gisa Aschersleben, die die Tagung gemeinsam mit Professor Jutta Kray veranstaltet.

So werden sich Arbeitsgruppen zum Beispiel mit emotionaler Entwicklung, Sprache und Verhaltensauffälligkeiten befassen. Auch die Eltern-Kind-Beziehung, die Erziehung im Kindes- und Jugendalter und die Entwicklung und Erziehung im Kulturvergleich werden thematisiert und neue Erkenntnisse etwa zur Bedeutung von Männern in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Außerdem wird die Entwicklung von Gedächtnisprozessen während der Lebensspanne Thema sein. Weitere Arbeitsgruppen befassen sich unter anderem mit der Entwicklung des Handlungsverständnisses im Vorschulalter, Selbstregulationsfähigkeiten bei Kindern, Herausforderungen in romantischen und sexuellen Beziehungen Jugendlicher und junger Erwachsener, der ursachenbezogenen Intervention bei Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, mit dem Verständnis für die mentalen Prozesse anderer, mit Lernen und Gedächtnis im Übergang vom Säuglings zum Kleinkindalter, Schutz- und Risikofaktoren für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter oder der Emotionsregulation über den Lebenslauf.

Die Universität des Saarlandes verleiht am Rande der Tagung die Ehrendoktorwürde an den international renommierten Gedächtnis-Forscher Professor Fergus Craik (Rotman Research Institute, Toronto; 11. September, 15 Uhr, Hörsaal 018, Geb. B4 1).

Tagung: http://www.epsy2013.de
Programm: http://www.epsy2013.de/docs/Programm_epsy2013.pdf
Die Forscherinnen und Forscher stehen für Interviews gerne zur Verfügung. Hörfunkinterviews können über Rundfunk-Codec in Studioqualität geführt werden (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001).
Terminvereinbarungen:
Professor Gisa Aschersleben: Tel.:0681-302-3870; E-Mail: aschersleben@mx.uni-saarland.de
Kontakt:
Professor Gisa Aschersleben: Tel.:0681-302-3839, -3870 E-Mail: aschersleben@mx.uni-saarland.de

Professor Jutta Kray: Tel: 0681 - 302 3872; E-Mail: j.kray@mx.uni-saarland.de

Hintergrund:
An der Universität des Saarlandes befasst sich die Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie von Professor Gisa Aschersleben insbesondere mit der sozialkognitiven Entwicklung von Kindern in den ersten sechs Lebensjahren sowie deren Einflussfaktoren wie Eltern-Kind-Interaktion und Temperament.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Gruppe von Professor Jutta Kray steht die Entwicklung von Sprache, Lernen und Handlung über die Lebensspanne, die kognitive Entwicklung im Laufe des Lebens, die Entwicklung kognitiver Kontrollprozesse und deren Trainierbarkeit.

Claudia Ehrlich | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.epsy2013.de
http://www.epsy2013.de/docs/Programm_epsy2013.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität
23.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen
23.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie