Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nano trifft Bio: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biophysik in Lübeck

09.09.2014

350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren vom 14. – 17. September an der Universität den aktuellen Forschungsstand von Molekularer und Medizinischer Biophysik, Membranen, Zellen und Netzwerken

Vom 14. – 17. September findet an der Universität zu Lübeck die Jahrestagung 2014 der Deutschen Gesellschaft für Biophysik statt. 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland diskutieren im Audimax der Universität den aktuellen Forschungsstand ihrer Fachdisziplinen.

Die Tagungsleitung haben Prof. Dr. Christian Hübner, Direktor des Instituts für Physik der Universität zu Lübeck, und Prof. Dr. Thomas Gutsmann, Forschungsgruppenleiter des Programmbereichs Infektionen am Forschungszentrum Borstel.

Dem breit gefächerten Themenspektrum der Tagung ist das Ziel gemeinsam, mit den Methoden der Biophysik ein tiefgreifendes physikalisches Verständnis von Lebensprozessen auf allen Ebenen, von den Eiweiß-, Fett- und Zuckermolekülen über die Zelle bis zum gesamten Organismus, zu erarbeiten („Nano trifft Bio“).

Dieses allgemeine Verständnis kann dabei helfen, Krankheitsprozesse zu verstehen und letztendlich besser zu diagnostizieren und zu behandeln. International hochrangige Redner stellen in Lübeck ihre Forschung vor. Eine große Anzahl an Nachwuchswissenschaftlern nimmt an der Tagung teil und präsentiert die neuesten Ergebnisse in ausgewählten Vorträgen und Postern.

Ein prominentes Forschungsfeld ist das der Faltung von Eiweißmolekülen (Proteinen), dessen medizinische Relevanz im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson liegt. Das Lübecker Institut für Physik stellt auf der Tagung neue Forschungsergebnisse hierzu ebenso wie zu neuen Methoden zur Erfassung des Transports innerhalb von Zellen vor.

In einem anderen aktuellen Forschungsfeld stehen Rezeptoren im Mittelpunkt, Moleküle auf der Zelloberfläche, die eine entscheidende Rolle bei Krankheiten und deren Abwehr durch unser Immunsystem spielen. Neben Proteinen stellen Lipidmembranen einen zweiten großen Schwerpunkt der Tagung dar. Eine der großen Herausforderungen in der Zukunft liegt in der Entschlüsselung der komplexen Interaktionen zwischen den Proteinen und den Lipiden.

Prof. Hübner und Prof. Gutsmann freuen sich über ihre Aufgaben als Konferenzgastgeber: „Die Ausrichtung der Tagung in Lübeck soll den gemeinsamen Biophysik-Standort in Lübeck und Borstel auch für die nationalen und internationalen Kollegen gut sichtbar machen. Zugleich bietet das hochrangige Treffen den Lübecker Studierenden die Möglichkeit, die vorderste Front der Spitzenforschung hautnah zu erleben und mit führenden Experten direkt ins Gespräch zu kommen.“

Das Institut für Physik der Universität zu Lübeck und die Forschungsgruppen Biophysik und Immunbiophysik am Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, sind seit 2009 durch einen Kooperationsvertrag zu einer sogenannten Leibniz-Unit Biophysik verbunden und führen zahlreiche Projekte gemeinschaftlich durch.

Die Deutsche Gesellschaft für Biophysik (DGfB) mit Sitz in Frankfurt am Main ist Mitglied der European Biophysical Societies Association.

Weitere Informationen:

http://www.biophysical-congress.de/

Rüdiger Labahn | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Biophysik Forschungsfeld Immunsystem Nano Zellen Zukunft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

nachricht Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI
22.11.2017 | Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine

23.11.2017 | Förderungen Preise

Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade

23.11.2017 | Architektur Bauwesen

Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik