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Nahrungsergänzungsmittel, Detox und Placebos - Freiberufliche Chemiker tagen in Braunschweig

06.10.2015

Unter dem Motto „Ist das gesund?“ lädt die Fachgruppe „Freiberufliche Chemiker und Inhaber Freier Unabhängiger Laboratorien“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) vom 22. bis 23. Oktober zum 13. Colloquium Chimicum nach Braunschweig ein.

Auf der Tagung treffen sich freiberufliche einschließlich analytisch tätiger Chemiker und Chemikerinnen mit oder ohne Prüfeinrichtungen mit Kollegen aus Industrie, Hochschule oder Behörden, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Auf dem abwechslungsreichen Vortragsprogramm am 23. Oktober stehen Themen wie die „Verkehrsfähigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln“, „Zeolithe als Detox-Mittel“ oder „Selbstheilungskräfte aktivieren und nutzen – Wirkerwartungseffekte und Placebos“.

Bereits vor Beginn des Vortragsprogramms startet die Tagung am 22. Oktober mit einem kulturellen Teil zur Geschichte der Stadt Braunschweig, mit der Mitgliederversammlung der Fachgruppe sowie der festlichen Verleihung des Martin-Heinrich-Klaproth-Preises für innovative selbständige Arbeit auf dem Gebiet der (chemischen) freiberuflichen Tätigkeit.

Dieser Preis geht in diesem Jahr an Dr. Wolfgang Schupp, Consexus GmbH, Oberhilbersheim. Nach der Preisverleihung berichtet Schupp von seinen kontinuierlichen Innovationen und Verfeinerungen zur chromatographischen Methode der Feldflussfraktionierung, mit der Moleküle und Partikel getrennt werden können.

Er entwickelte diverse analytische Methoden und Geräte, die zugehörige Messelektronik bis hin zu Auswerte-Algorithmen und Anwendersoftware, die es unter anderem ermöglichen, Moleküle und Partikel von ca. einem Nanometer bis zu einigen Mikrometern Durchmesser in organischen oder wässrigen Flüssigkeiten zu vermessen.

Damit eröffnet sich diesen Methoden ein sehr großes Anwendungsfeld, insbesondere auch für biologische Inhaltsstoffe. So sind Korrelationen im Bereich der Nanowelt beispielsweise in der Lebensmittelchemie von Interesse, um Lebensmittel zu verbessern oder um Unterschiede bezüglich der Erntezeit oder der Ursprungsregion pflanzlicher Ausgangsstoffe verlässlich analysieren zu können.

Weitere Informationen unter www.gdch.de/collchim2015

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Freiberufliche Chemiker und Inhaber Freier Unabhängiger Laboratorien mit über 120 Mitgliedern.

Weitere Informationen:

http://www.gdch.de
http://www.gdch.de/collchim2015

Dr. Renate Hoer | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

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