Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie man Wasser fernhält: Renommierte Expertentagung zu „Abdichtungsmaßnahmen in der Geotechnik“

11.04.2012
Was haben Baugruben für U-Bahnhöfe und das hochwassergefährdete Machland gemeinsam? Das Element Wasser als natürlichen „Feind“.

Im Tunnelbau kann Wasser für die Dauer der Bauarbeiten ein großes Problem darstellen und durch unterschiedliche Maßnahmen in Schach gehalten werden, in Sonderfällen beispielsweise durch gezielte Gefrierung.

Auch in Hochwassergebieten ist das Fernhalten von unerwünschten Wassermengen eine permanente Herausforderung. Um Abdichtungsmaßnahmen und deren Praxistauglichkeit zu diskutieren, kommen am 12. und 13. April rund 400 Geotechnik-Experten zum jährlichen Christian Veder Kolloquium an der TU Graz zusammen.

Bauingenieure und Geotechniker stehen in ihrer Arbeit vor zahlreichen Herausforderungen. Sehr häufig stellt das Element Wasser ein Problem dar, etwa beim Bau von Tunneln oder aus Gründen des Hochwasserschutzes. Um Wasser von Baustellen und Gebäuden fernzuhalten, gibt es eine breite Palette an technischen Möglichkeiten:

„Die Maßnahmen reichen von Dämmen und Dichtwänden über Zementinjektionen und gesteuerte Gefrierungen bis hin zum sogenannten „BioSealing“, bei dem durch Anregung und Vermehrung der im Untergrund vorhandenen Bakterien eine Abdichtung von Leckagen erreicht werden kann“, erläutert Helmut Schweiger vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau.

Wie vielseitig die Thematik ist, zeigen zahlreiche Beispiele, die am Christian Veder Kolloquium diskutiert und analysiert werden: Die Fälle beschäftigen sich mit dem Bau von U-Bahnhöfen in Amsterdam, den Herausforderungen beim Bau der TauernSpaWorld Kaprun oder Untergrundabdichtungen beim Hochwasserschutz in der oberösterreichischen Stadtgemeinde Grein. „Auch beim Bau von Wasserkraftanlagen ist der richtige Einsatz von Abdichtungsmaßnahmen ein Thema“, erzählt Schweiger.

Fixtermin für Geotechnik-Experten
In seinem 27-jährigen Bestehen hat sich das Christian Veder Kolloquium mittlerweile zum jährlichen Fixtermin für Geotechniker etabliert. Heuer werden wieder zahlreiche nationale und internationale Projekte vorgestellt, unter anderem aus den USA, Kanada, Albanien und Schweden. Auch ein Projekt aus Graz findet sich im Programm. „Die Veranstaltung dient in erster Linie dem Erfahrungsaustausch. Auf den sind wir Geotechniker besonders angewiesen, ist doch jede Baustelle ein Prototyp mit spezifischen Anforderungen“, so Helmut Schweiger, Hauptorganisator der Expertentagung. Veranstaltet wird das Christian Veder Kolloquium vom Institut für Bodenmechanik und Grundbau der TU Graz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Felsmechanik und Tunnelbau sowie dem Institut für Angewandte Geowissenschaften.
27. Christian Veder Kolloquium "Planung und Ausführung von Abdichtungsmaßnahmen in der Geotechnik“
Zeit: 12. und 13. April 2012
Ort: TU Graz, Petersgasse 16, Hörsaal P1
Nähere Informationen unter http://www.cvk.tugraz.at
Rückfragen:
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Helmut Schweiger, MSc
Institut für Bodenmechanik und Grundbau
E-Mail: helmut.schweiger@tugraz.at
Tel.: +43 (0) 316 873 6234

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.cvk.tugraz.at/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie