Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Malaria und kein Ende?

16.04.2009
Wie Klimawandel und Wirtschaftskrise der Krankheit weiterhelfen.

Podiumsgespräch anlässlich des Weltmalariatages (25.4.) am Donnerstag, den 23. April 2009, von 11 bis 13 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn.

Immer wieder wurde er angekündigt - doch bis heute ist der große Durchbruch im Kampf gegen die Malaria ausgeblieben. Während Pharmafirmen riesige Summen für die Entwicklung von Diätpräparaten und Potenzmitteln ausgeben, stagniert die Erforschung tropischer Krankheiten.

Statt dessen erlebt DDT eine Renaissance. Immer mehr Staaten setzen das umstrittene Insektizid ein - so das Ergebnis einer neuen Studie, die im Auftrag der Umweltorganisation PAN erstellt wurde. Welche Folgen hat das für Umwelt und Gesundheit? Und welche Alternativen stehen zur Verfügung?

Am Weltmalariatag (25.4.) werden Politiker und Pharmavertreter erneut entschlossenes Handeln fordern. In den betroffenen Ländern jedoch ändert sich dadurch nichts: Jede Minute sterben zwei Menschen an Malaria - vor allem Kinder und schwangere Frauen in tropischen Regionen Afrikas sind betroffen. Mit jährlich über 350 Millionen Neuerkrankten und knapp zwei Millionen Toten zählt Malaria zu den bedrohlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Wenn es jedoch um Gelder geht, zeigen sich dieselben Regierungen und Pharmafirmen zugeknöpft. Trotz viel versprechender Forschungsansätze bleibt der Durchbruch im Kampf gegen die Malaria bisher aus. Wie sieht es bei der Entwicklung eines effizienten Impfstoffes aus? Und wem könnten solche Mittel überhaupt zur Verfügung gestellt werden? Dazu kommt: Im Zuge des Klimawandels werden sich Malaria und andere Tropenkrankheiten weiter ausbreiten.

Vor diesem Hintergrund wollen wir uns mit den folgenden Fragen beschäftigen: (Wie) können wir Malaria besiegen? Wie ist der aktuelle Forschungsstand? Wann wird es einen effizienten Impfstoff gegen Malaria geben? Wie lange soll das gesundheitsschädliche DDT noch als präventive Maßnahme eingesetzt werden? Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Verbreitung von Malaria und anderen tropischen Krankheiten? Und was passiert, wenn die Malaria tatsächlich zu uns kommt: Werden dann mehr Gelder gegeben und die Forschung intensiviert?

Antworten auf diese und andere Fragen geben:

Prof. Dr. Bernhard Fleischer, Leiter der Sektion medizinische Mikrobiologie des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg
Dr. Jörg Möhrle, Leiter der klinischen Abteilung des MMV (Medicines for Malaria Venture)
Antje Mangelsdorf, Action Medeor (Deutsches Medikamenten Hilfswerk), Leiterin der Aktion "Stop Malaria Now"

Carina Weber, Geschäftsführerin PAN Germany (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Moderation: Martin Winkelheide

Das Podiumsgespräch findet statt:
Donnerstag, 23. April 2009, 11-13 Uhr
im Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstr. 45, 53175 Bonn, Raum S3/S4
Damit wir die Veranstaltung besser planen können, melden Sie sich bitte in der Geschäftsstelle der WPK möglichst bis zum 20. April an (wpk@wpk.org)

Christian Eßer | idw
Weitere Informationen:
http://www.wpk.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur
21.07.2017 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien
21.07.2017 | Cofresco Forum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten