Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künstliche Intelligenz für Big Data, Sprache und Bildung: DFKI erweitert Forschung in Berlin

14.07.2014

Die Informationstechnologie durchdringt immer mehr Bereiche unseres täglichen Lebens und kommt uns dabei auch immer näher. In den Forschungslaboren des DFKI entstehen IT-Systeme, die uns bei Entscheidungen unterstützen, die uns helfen, die komplexe Welt und unsere Mitmenschen besser zu verstehen und die dazu beitragen, dass Kinder und Erwachsene die Fähigkeiten erwerben, die sie benötigen, um in der veränderten Arbeitswelt erfolgreich zu sein.

Diese Anwendungen können die menschliche Intelligenz weder perfekt nachahmen noch ersetzen, aber sie sind um ein vielfaches intelligenter als die heutigen Computerprogramme und sie müssen der menschlichen Kognition angepasst sein, wie ein gut sitzender Arbeitshandschuh.

Das genau ist die Herausforderung der Künstlichen Intelligenz: Sie will die Informationstechnologie so intelligent gestalten, dass sie uns die Arbeit und das Leben auf angenehmste Weise erleichtert, und uns dabei nützliche Zusatzfähigkeiten gibt, die uns die biologische Evolution vorenthalten hat.

Sieben Jahre ist es her, dass das DFKI als weltweit größtes Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit Standorten in Bremen, Kaiserslautern und Saarbrücken in Berlin zunächst ein kleines Projektbüro eröffnete.

In diesen sieben Jahren konnte sich die Ideenschmiede in der Hauptstadt als Innovationspartner der Wirtschaft und der Wissenschaft etablieren. Viele erfolgreiche Projekte wurden abgeschlossen. Spitzenwissenschaftler, Forschungsgelder und wirtschaftliche Investitionen konnten nach Berlin geholt werden.

Das DFKI ist Gründungsmitglied des Berliner ICT Labs des European Institute of Innovation and Technology der EU sowie des Software Campus des BMBF und hat das Deutsch-Österreichische Büro des World Wide Web Consortium (W3C) nach Berlin geholt.

Das Berliner Projektbüro hat europaweite Netzwerke und Verbundprojekte koordiniert. Es hat renommierte Preise erhalten und es hat mehrere Spin-Off Firmen in die Berliner Startup-Landschaft gesetzt. Dabei ist das Büro auf mehr als 40 Mitarbeiter gewachsen. Jetzt wird die nächste Etappe des Wachstums gestartet, drei neue Forschungsgruppen werden die Berliner Forschungsstätte des DFKI verstärken:

Intelligente Analytik für Massendaten (Leiter: Prof. Dr. Volker Markl, DFKI & TU Berlin)
Bildungstechnologien (Leiter: Prof. Dr. Christoph Igel, DFKI & TU Chemnitz)
Massen-Textanalytik (Leiter: Prof. Dr. Hans Uszkoreit, DFKI, U. d. Saarlandes & TU Berlin)

Einer der bekanntesten deutschen KI-Wissenschaftler und Vorsitzende der DFKI-Geschäftsführung, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, unterstreicht die Bedeutung der Zukunftslabore des DFKI für den Innovationsstandort Berlin:

Ein nächster Schritt im Ausbau der Berliner DFKI-Forschung wird die Mitwirkung am Berlin Big Data Center (BBDC) sein, das im Februar dieses Jahres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und als eines von zwei deutschen Kompetenzzentren im Bereich Big Data für die Förderung ausgewählt wurde. Zu den Anwendungen der Datenanalytik in der Wirtschaft haben die Berliner KI-Forscher zudem gerade zwei neue Projekte im Smart Data Technologiewettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gewonnen. In diesen Projekten werden sie nach Wegen suchen, aus großen Datenmengen die Informationen zu extrahieren, die in der Wirtschaft bessere Entscheidungen ermöglichen.

Zu den Datenquellen gehören in erster Linie öffentliche Datenbanken, betriebliche Daten und die riesigen Textmengen des Web. Wenn wir die immensen Datenfluten, die täglich produziert werden, erst einmal richtig nutzen können, wird sich die Wirtschaft viel besser auf die dynamische Komplexität der Welt einstellen können. So werden Industrie, Verkehr, Gesundheitswesen, der Finanzsektor und sogar die Landwirtschaft erhebliche Effizienzgewinne erzielen, was sich in Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen niederschlagen wird.

„Die größten technologischen Herausforderungen auf dem Weg dorthin sind die schiere Menge der Daten, die Komplexität der menschlichen Sprache, in der Menschen Informationen und Wissen formulieren, sowie die erfolgreiche Weitergabe des ständig zunehmenden Wissens an immer größere Zahlen von zukünftigen Fachkräften. Diesen Herausforderungen stellen sich die neuen Berliner DFKI Gruppen“, meint Prof. Hans Uszkoreit, Wissenschaftlicher Direktor am DFKI und Sprecher der Berliner Forschungsstätte. „Dabei werden wir eng mit Wirtschaftsunternehmen, den anderen Berliner Forschungszentren, den Universitäten und Hochschulen sowie den politisch Verantwortlichen kooperieren.“

Am 14. Juli wird das DFKI mit Partnern, Förderern, Freunden und Kollegen den Beginn der nächsten Wachstumsphase einläuten. Dabei werden ausgewählte Beispiele der Forschung gezeigt, darunter preisgekrönte Methoden und Systeme. Zu diesem Ereignis sind interessierte Vertreter der Medien herzlichst eingeladen.

Am 14. Juli 2014 von 16:00 bis 19:00 Uhr im CINIQ – Center for Data and Information Intelligence am Salzufer 6, 10587 Berlin.

DFKI-Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans Uszkoreit
Sprecher DFKI Berlin
Alt Moabit 91c
10559 Berlin
Tel: +49 (0)30 238 95-0
E-Mail: uszkoreit@dfki.de

Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“ und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen. Als eine sogenannte Public-Private-Partnership (PPP) zählt das 1988 gegründete gemeinnützige Forschungsunternehmen namhafte Industrieunternehmen und drei Bundesländer zu seinen Gesellschaftern.

Das Finanzierungsvolumen lag 2013 bei ca. 38 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 420 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen. Der Erfolg: über 60 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und mehr als 60 Spin-Off-Unternehmen mit ca. 1.700 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

Programm der Veranstaltung

7 Jahre DFKI Berlin: Gut angekommen und voll abgefahren
14. Juli 2014, 16:00 bis 19:00 Uhr; CINIQ am Salzufer 6, 10587 Berlin

Einbettung in die Forschungs- und Innovationslandschaft
Dr. Andreas Goerdeler, Leiter der Unterabteilung „Informationsgesellschaft; Medien“ des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin

Ein- und Ausblicke
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI
"Die Zukunftslabore des DFKI: Innovationsbeschleuniger für Berlin"

Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Leiter des Forschungsbereichs Sprachtechnologie
"Sprachtechnologie im Global Web und im World Wide Village"

Prof. Dr. Christoph Igel, Leiter der Forschungsgruppe Bildungstechnologien
"Bildung 4.0 – Intelligente Wissensdienste und globale Bildungsnetze"

Prof. Dr. Volker Markl, Leiter der Forschungsgruppe Intelligente Analytik für Massendaten
"Analysen und Vorhersagen im Zeitalter der Datenfluten"

Teasers & Appetizers
Forschungsbuffet mit kurzen Demos aus Projekten, Imbiss und Erfrischungen

Sowie unangekündigte Einwürfe, Unterbrechungen und Überbrückungen

Weitere Informationen:

http://www.dfki.de
http://www.dfki.de/web/kontakt/dfki-projektburo-berlin

Reinhard Karger | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Analytik Bildung DFKI Data Energie Forschungszentrum Intelligenz Projektbüro Wirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie