Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konturen einer Integrationslandschaft

21.06.2013
Tschechisch-polnisch-deutsche Tagung vom 27. bis 29. Juni 2013 in Doberlug-Kirchhain und Cottbus

Über „Die Nieder-/Oberlausitz: Konturen einer Integrationslandschaft im Zeichen ihrer Teilung nach dem Wiener Kongress (1815)“ diskutieren auf Initiative des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters der Universität Potsdam Historiker und Kulturwissenschaftler auf einer tschechisch-polnisch-deutschen Tagung, die vom 27. bis 29. Juni 2013 in Doberlug-Kirchhain und Cottbus stattfindet.

Im Rahmen der auch vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv mitorganisierten Tagung eröffnen die Partner die Ausstellung „Doberlug-Kirchhain und die Niederlausitz im Bild historischer Karten“ im dortigen Refektoriumsgebäude. Beide Veranstaltungen korrespondieren mit der 2014 in Doberlug-Kirchhain stattfindenden Brandenburgischen Landesausstellung.

Die Tagung, die dritte in einer Reihe tschechisch-polnisch-deutscher Konferenzen zur Geschichte und Verflechtung benachbarter Landschaften, untersucht fächerübergreifend Bedingungen, Formungen und Reichweiten regionaler Identitätsbildungen im Kontext konkurrierender Integrationsprozesse. Dabei soll die Geschichte der Nieder- und Oberlausitz im Zusammenhang der politischen Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress (1815) befragt werden. Insbesondere geht es um die Folgen der neuen Grenzziehungen zwischen Preußen und Sachsen mit der Zuweisung der Niederlausitz an Preußen und der Teilung der Oberlausitz zwischen Preußen und Sachsen.

Die Menschen in beiden ungleich strukturierten Landschaften standen zwischen der Bewahrung der Tradition und dem Druck von Modernisierungen, herkömmliche Ordnungen wurden umgeformt von zentralstaatlichen administrativen Impulsen und Ansprüchen kirchen-konfessioneller Raumordnungen. Sie stellten sich grenzübergreifend sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen und suchten in all dem ihre regionalen und ethnischen Identitäten (Sorben) zu behaupten, während von anderer Seite neue Ansprüche von Integration und Transformation der Gesellschaft verfolgt wurden.

Organisatoren der Tagung sind der Historiker Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann von der Universität Potsdam, PD Dr. Klaus Neitmann von der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V. und das Brandenburgische Landeshauptarchiv. Zum Auftakt der Tagung in Doberlug-Kirchhain wird am 27. Juni die Ausstellung „Tiefe Sandmeere … niedliche Städgen … tätige Bewohner. Doberlug Kirchhain und die Niederlausitz in historischen Karten“ eröffnet.

Sie zeigt ausgewählte originale Kartenblätter zur Geschichte der Niederlausitz und der Umgebung von „Dobrilugk“ und Kirchhain. Gelesen als historische (Bild-)Quellen, erkennt der heutige Betrachter im Detail der Karten mancherlei Ungenauigkeiten. „Diese sind keineswegs ,nur‘ als Irrtümer aufzufassen. Die Kartenbilder nehmen vielmehr ein bestimmtes Wissen des jeweiligen Kartenzeichners bzw. Verlegers auf. Sie transportieren Stück für Stück ein zeitgenössisches Verständnis der jeweiligen Gegenwart. Sie zeigen also historische Wahrnehmungen von Wirklichkeiten und sie konstruieren so Landschaften im Bild. Sie gilt es zu entschlüsseln“, so Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann, der die Ausstellung gemeinsam mit PD Dr. Klaus Neitmann, Sascha Bütow MA und Benjamin Schwuchow MA konzipierte. Sie ist bis zum 4. August 2013 geöffnet.

Hinweis an die Redaktionen:

Tagung: 27. Juni 2013, 15.00 Uhr, Refektorium Doberlug-Kirchhain
28. Juni 2013, 9:00 Uhr, Stadthaus Cottbus
29. Juni 2013, 9:00 Uhr, Stadthaus Cottbus
Ausstellung: 27. Juni bis 4. August 2013, Eröffnung am 27. Juni, 13:30 Uhr, Refektorium Doberlug-Kirchhain
Ort: Refektorium, Schlossplatz, 03253 Doberlug-Kirchhain und Stadthaus, Erich Kästner Platz 1, 03046 Cottbus
Kontakt: Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann, Historisches Institut, Tel. 0331/977-1123, E-Mail: heimannh@uni-potsdam.de
Internet: http://www.uni-potsdam.de/db/geschichte/index.php?ID_seite=960
www.doberlug-kirchhain.de

Birgit Mangelsdorf | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie