Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Komplexität, Mathematik und sozio-ökonomische Probleme

21.08.2009
Tagung im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld vom 31. August bis 12. September

Welche Rolle kann die Mathematik bei der Lösung sozio-ökonomischer Probleme spielen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine zweiwöchige Tagung unter der Leitung von Ludwig Streit (Physik, Bielefeld/Funchal), Tanya Araújo (Wirtschaft, Lissabon) und Ruí Vilela Medes (Mathematik, Lissabon), die vom 31. August bis 12. September im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet.

Sind die aktuellen Krisen der Marktwirtschaft, des Kampfes um knappe Ressourcen, der Ideologien, der Regierbarkeit, unvermeidliche Nebeneffekte der menschlichen Existenz? Oder sind sie nur ein Symptom unseres mangelnden Verständnisses für die grundlegenden Gesetze der menschlichen Gesellschaft in ihrer jetzigen Komplexität?

Wenn die Antwort auf die erste Frage positiv ausfiele, gäbe es wahrscheinlich nichts weiter zu tun, als diese zu ertragen und so geschützt wie möglich durch die See der Widrigkeiten zu segeln. Aber wenn das Problem auch in einem Mangel an Verständnis läge, dann ließe sich die Lage vielleicht mit Ausdauer und hartem Nachdenken verbessern.

Der französische Mathematiker Jean-Marie Souriau hat einmal gesagt: "Schuhe sind ein Werkzeug fürs Laufen, die Mathematik eins fürs Denken. Man kann auch ohne Schuhe gehen, aber man kommt nicht so weit." In vieler Hinsicht scheint es, als ob Politiker, Entscheidungsträger, ja vielleicht die Menschen ganz allgemein, dazu neigen, "ohne Schuhe zu wandern". Das bescheidene Ziel dieses Workshops ist es, einige kleine Schritte zu unternehmen - mit Schuhen, das heißt also, mit Mathematik.

Für relevante und problembezogene Modellierung ist Know-how aus den Sozialwissenschaften vonnöten, aber Multidisziplinarität allein ist keine Garantie. Experten aus verschiedenen Bereichen müssen bereit und in der Lage sein, mit Wissenschaftlern aus anderen Gebieten zusammenzuarbeiten - der Workshop bedarf also echter Interdisziplinarität. Durch die zweiwöchige Zusammenarbeit von Mathematikern und Gesellschaftswissenschaftlern hoffen die Veranstalter, zu einem gemeinsamen Verständnis der Probleme und zum Abbau terminologischer Barrieren beizutragen, die dem Informationsfluss von der Theorie zur Praxis oft im Wege stehen.

Die Initiatoren und einige der vorgeschlagenen Teilnehmer verdanken der ZiF: Forschungsgruppe "The Sciences of Complexity - From Mathematics to Technology to a Sustainable World" wichtige Anregungen. Der Workshop, aber auch die vielen andere Forschungsinitiativen seit 2001, sind echte Spin-offs jenes ZiF: Forschungsjahres 2000/2001.

Die Konferenzsprache ist Englisch.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2009/08-31-Araujo.html
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Leiterin der Konferenz:
Professorin Dr. Tanya Araújo
E-Mail: tanya@iseg.utl.pt
Anfragen zur Tagungsorganisation beantwortet im Tagungsbüro des ZiF:
Marina Hoffmann
Tel.: 0521 / 106-2768
Fax: 0521 / 106-60 24
E-Mail: Marina.Hoffmann@uni-bielefeld.de

Torsten Schaletzke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2009/08-31-Araujo.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise