Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimawandel - Neue Wasserkonflikte in Mitteleuropa?

07.10.2009
Die Folgen des globalen Klimawandels haben sich in den vergangenen zehn Jahren weltweit und zunehmend auch in Deutschland bemerkbar gemacht. Wasserkonflikte zwischen flussaufwärts und flussabwärts liegenden Wirtschaftsbereichen sowie zwischen verschiedenen Nutzern in Flussgebieten nehmen zu.

Niedrigwasserperioden in der Elbe treten immer öfter ein, und der Schneespeicher in den Alpen als Wasserlieferant für die Donau ist bereits jetzt schon stark reduziert. Die langfristigen Folgen für den Wasserhaushalt werden die ökologischen und sozioökonomischen Entwicklungsaussichten vielerorts entscheidend prägen.

Vom 12. bis 14. Oktober 2009 diskutieren auf der Nationalen Konferenz des BMBF-Forschungsprogramms "Globaler Wandel des Wasserkreislaufs" (GLOWA) Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über Hintergründe und Lösungsansätze zur Wasserproblematik.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) möchten Sie herzlich zur Podiumsdiskussion mit dem Titel "Klimawandel - Neue Wasserkonflikte in Mitteleuropa?" einladen.

Termin: Montag, 12. Oktober 2009, 10.30 bis 11.15 Uhr
Ort: Kongresshotel am Templiner See, Konferenzsaal, Am Luftschiffhafen 1, 14471 Potsdam

Anschließend haben Sie die Möglichkeit, in Verbindung mit einem kleinen Imbiss, mit den Referenten zu einem Pressegespräch im Raum 0-215 zusammen zu kommen. Eine Teilnahme an anderen Programmpunkten der Konferenz ist bei Interesse ebenfalls möglich.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion und des Pressegesprächs:

Moderation: Karsten Schwanke

- MinDirig Dr. Martin Grambow, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im bayerischen Umweltministerium
- MinDirig Dr. Fritz Holzwarth, Unterabteilungsleiter Wasserwirtschaft im Bundesumweltministerium
- MinR Wilfried Kraus, Unterabteilungsleiter Kultur, Erde, Umwelt im Bundesforschungsministerium
- Prof. Dr. Wolfram Mauser, Ludwig-Maximilians-Universität München, Projektleiter des GLOWA-Danube Vorhabens, Sprecher des GLOWA Programms
- Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
- Dr. Frank Wechsung, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Projektleiter des GLOWA-Elbe Vorhabens

- Dietmar Wienholdt, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Umweltministerium Schleswig-Holstein

Geplante Leitfragen:

- Die Wasserressourcen werden in Deutschland stark genutzt, im Energiesektor etwa in Form von Wasserkraft oder zur Kühlung von Kraftwerken, in der Landwirtschaft, bei der Schifffahrt oder im Tourismus etwa als Schnee etc. Wie sieht ein Konzept zur nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen unter Berücksichtigung des Klimawandels aus?

- Vor allem im Osten der Republik sind die Wasserressourcen heute schon knapp, etwa aufgrund geringen Niederschlags. Wird sich dies verschärfen?

- Wasserprojekte wie der Ausbau von Flüssen für die Schifffahrt oder die Schaffung von Überflutungsflächen für Hochwasser sind langfristig angelegt und kostspielig. Sie gehören zu den kontroversesten öffentlichen Baumaßnahmen. Welche der geplanten Maßnahmen sind sinnvoll, und wie macht man sie "klimasicher"?

- Die Energiewirtschaft steht vor einer weitgehenden Erneuerung ihres Wärmekraftwerksparks. Werden durch den Klimawandel zukünftig Kühlwasserkapazitäten knapp?

- Innerhalb der Europäischen Union erhalten sogenannte Unterlieger ihr Wasser von Oberliegern (Stichwort: Wasserschloss Alpen). Dabei bestehen transnationale Nutzungskonflikte. Werden sie durch den Klimawandel verschärft?

- Wird man aufgrund des Klimawandels vermehrt Wasser von einem Einzugsgebiet in ein anderes überleiten müssen, etwa von der Donau zur Elbe?

- Da sie dieselben Wasserressourcen beanspruchen, sind zwischen verschiedenen Energiequellen wie Wasserkraft und Bioenergie Konflikte zu erwarten. Wie sieht eine Lösung aus?

- Die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union fordert ein Management von Wasserressourcen, das den "ökologisch guten Zustand der Gewässer" sicherstellen soll. Wie sieht ein solches Management unter den Bedingungen eines sich stetig ändernden Klimas aus?

Um Anmeldung wir gebeten bis einschließlich Samstag, den 10. Oktober 2009 an:

Peggy Gräfe, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Tel: 0331-288 2665
E-Mail: graefe@pik-potsdam.de

Uta Pohlmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.pik-potsdam.de
http://www.glowa.org/de/konferenz_potsdam/konferenz_potsdam.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie