Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationales Symposium zu Interventioneller Magnetresonanztomografie in Boston

21.09.2012
UKL-Radiologe Prof.Thomas Kahn ist einer der Tagungspräsidenten

Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Interventionellen Magnetresonanztomografie (MRT) stehen im Mittelpunkt eines Symposiums, das mit der Beteiligung von Medizinern des Universitätsklinikums Leipzig vom 22. bis 23. September 2012 in Boston in den USA stattfindet.

Das 9. Interventional MRI Symposium wird gemeinsam von den radiologischen Kliniken der Universität Leipzig sowie der Harvard Medical School und der Johns Hopkins Universität organisiert und findet alle zwei Jahre abwechselnd in Europa und den USA statt. Leipzig war zuletzt 2010 Gastgeber für die Tagung.

In Boston werden rund 400 Ärzte, Physiker und Wissenschaftler anderer Fachbereiche erwartet, um über aktuelle Ergebnisse und Zukunftsperspektiven in der Interventionellen Magnetresonanztomografie diskutieren. „Das Interesse ist deutlich gestiegen. 150 Abstracts – wissenschaftliche Abhandlungen – wurden im Vorfeld eingereicht. Das sind 50 Prozent mehr als vor zwei Jahren“, sagt Professor Thomas Kahn, Direktor der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig und einer der Vorsitzenden des Symposiums. Im Mittelpunkt steht neben technischen Weiterentwicklungen die Anwendung am Patienten, die sich zunehmend im Klinikalltag durchsetzt.

Die interventionelle Magnetresonanztomografie dient der Steuerung und Überwachung minimalinvasiver Therapien. Gleichzeitig wird sie auch bei neurochirurgischen Operationen, beispielsweise bei Hirntumoren, eingesetzt. Im Gegensatz zu einer Überwachung der Eingriffe unter Röntgen-Bildgebung hat das MRT gleich mehrere Vorteile. „Der wesentliche Nachteil der Strahlenbelastung für den Untersucher und den Patienten fällt weg. Außerdem liefert das MRT viel mehr Informationen und ermöglicht so eine genaue Gewebecharakterisierung“, erklärt Professor Kahn. Dies sei auch für den Einsatz der thermischen Therapie, bei der Tumore durch Hitze oder Kälte zerstört werden, von großem Vorteil.

Professor Kahn ist einer von drei Tagungspräsidenten, die das Interventional MRI Symposium ins Leben gerufen haben. Gemeinsam mit Professor Ferenc Jolesz, der als Pionier auf dem Gebiet der Interventionellen Magnetresonanztomografie gilt und heute als Mediziner am Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School arbeitet sowie Professor Jonathan Lewin von der Johns Hopkins Universität entwickelte sich im Laufe der Jahre eine intensive transatlantische Zusammenarbeit, auf die die Beteiligten sehr stolz sind. „Die Faszination für den Einsatz der Magnetresonanztomografie für die Intervention hat uns schon früh verbunden und hat dann dazu geführt, dass regelmäßig gemeinsame Tagungen stattfinden“, sagt Professor Kahn.

Pünktlich zum Symposium Ende September erscheint auch das Buch „Interventional Magnetic Resonance Imaging“. In 31 Kapiteln, die von den weltweit führenden Arbeitsgruppen verfasst wurden, wird der aktuelle Stand profund und detailliert dargestellt.

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-leipzig.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz
24.01.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme
24.01.2017 | Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie