Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz: Auswirkungen der Nanotechnologie auf die Umwelt

27.08.2009
Von 6. bis 9. September findet erstmalig die internationale Tagung "Environmental Effects of Nanoparticles and Nanomaterials" in Wien statt.

Renommierte ForscherInnen aus Amerika, Asien und Europa treffen einander zum wissenschaftlichen Diskurs über die Problematik der potenziellen Umweltgefahren und den Nutzen der Nanotechnologie. In einem öffentlichen Abendvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion beleuchten international renommierte WissenschaftlerInnen die Gefahren und Vorteile dieser neuen, spannenden Technologie.

Künstlich hergestellte Nanomaterialien sind kleiner als 100 nm (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter) und zeigen deshalb häufig neuartige chemische, physikalische und optische Eigenschaften. Auf Grund dieser besonderen Eigenschaften finden sie ein breites Anwendungsgebiet in der Industrie, aber auch zunehmend in Alltagsprodukten wie beispielsweise Sonnencreme, Kleidung oder Nahrungsmittel.

Der Markt für Nanotechnologie wird im nächsten Jahrzehnt auf eine Milliarde Euro geschätzt. Während der Produktion, der Anwendung oder Entsorgung gelangen diese Materialien aber auch in die Umwelt, z.B. über das Abwasser. Das Verhalten dieser Materialien und deren Effekte auf Organismen sind bisher weitgehend unerforscht. Laut aktuellen Studien können manche Nanopartikel für die Umwelt und Organismen schon in geringen Konzentrationen schädlich sein. Die meisten Untersuchungen stammen jedoch bisher aus dem Labor.

Mit dem Workshop "Get in touch with the experts" zu aktuellen Analyseverfahren und Messtechniken wird die Tagung am Sonntag, 6. September 2009, von Thilo Hofmann, Vorstand des Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien, eröffnet. Internationale ExpertInnen stellen hochentwickelten Methoden und ihre Vor- und Nachteile bei der Analyse von Nanomaterialien in der Umwelt vor.

Ab Montag, 7. September, beginnt die eigentliche Konferenz mit einem Übersichtsvortrag von Pedro Alvarez (Rice Universität, USA), Berater der Amerikanischen Regierung und Mitglied des International Council of Nanotechnology (ICON). Gregory Lowry (Carnegie Mellon Universität, USA) wird als Mitglied des größten US-amerikanischen Netzwerkes zur Umweltforschung im Bereich Nanotechnologie einen Vortrag zum Einsatz von Nanotechnologie im Umweltschutz halten.

Die Toxikologin Vicki Colvin (Rice Universität & ICON, USA), Peter Kearns von der OECD in Paris und Jérôme Rose vom Nanocenter in Südfrankreich sprechen zum aktuellen Wissensstand der Umweltgefährdung durch nanotechnologische Produkte, deren Einsatzmöglichkeit im Umweltschutz, aber auch zur Regulierung der Nanotechnologie. Insgesamt werden sich rund 200 internationale WissenschafterInnen treffen, womit dies - erstmalig in Österreich - die größte europäische Tagung zu diesem Thema ist.

Öffentlicher Vortrag

Auch die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen: Antje Grobe vom Risikodialog in der Schweiz hält am Montag, 7. September, um 19 Uhr einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema "Talking about the risk of nanotechnology: The state-of-the-art and beyond". Diese Veranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion wird gemeinsam mit dem Institut für Technikfolgen-Abschätzung veranstaltet.

Die Tagung wird unterstützt vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ITA-ÖAW), dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, der Wasserchemischen Gesellschaft in Deutschland, und der Commonwealth Scientific Industrial Research Organisation (Australien).

Konferenz: "Environmental Effects of Nanoparticles and Nanomaterials":
Zeit: Sonntag, 6.September 2009, 9 Uhr bis Mittwoch, 9. September 2009, 15 Uhr (Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig)
Öffentlicher Abendvortrag (kostenfrei): "Talking about the risk of nanotechnology: The state-of-the-art and beyond"
Zeit: Montag, 7. September 2009, 19 Uhr
Ort: Hörsaal 8, UZA2, 1090 Wien, Althanstrasse 14, (U4/U6 Spittelau, Straßenbahn D)
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Thilo Hofmann
Department für Umweltgeowissenschaften
Universität Wien
1090 Wien, Althanstraße 14, UZA2
T +43-4277- 533 20
thilo.hofmann@univie.ac.at oder
nano2009@univie.ac.at
Rückfragehinweis:
Mag. Alexandra Frey
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-175 31
M +43-664-602 77-175 31
alexandra.frey@univie.ac.at

Veronika Schallhart | idw
Weitere Informationen:
http://umweltgeologie.univie.ac.at
http://nano2009.univie.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen