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International Conference on Networked Sensing Systems 2010

04.05.2010
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) reiht vernetzte Sensorsysteme unter die zehn wichtigsten Zukunftstechnologien weltweit ein: Sensornetze könnten in wenigen Jahren den Alltag der Menschen so tiefgreifend verändern wie Automobile oder Computer.

Rund 200 Wissenschaftler aus den Disziplinen Sensor- und Computertechnologie werden sich vom 15. bis 18. Juni in Kassel auf der International Conference on Networked Sensing Systems 2010 (INSS) über aktuelle Probleme und Trends des noch jungen Forschungszweigs austauschen.

Kassel. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) reiht vernetzte Sensorsysteme unter die zehn wichtigsten Zukunftstechnologien weltweit ein: Sensornetze könnten in wenigen Jahren den Alltag der Menschen so tiefgreifend verändern wie Automobile oder Computer. Rund 200 Wissenschaftler aus den Disziplinen Sensor- und Computertechnologie werden sich vom 15. bis 18. Juni in Kassel auf der International Conference on Networked Sensing Systems 2010 (INSS) über aktuelle Probleme und Trends des noch jungen Forschungszweigs austauschen.

Gastgeber der diesjährigen INSS sind Prof. Dr. Hartmut Hillmer, Institut für Nanostrukturtechnologie und Analytik an der Universität Kassel und Prof. Dr. Masateru Minami, University of Tokyo. Anwendungen vernetzter Sensorsysteme werden sich nach Meinung von Experten zukünftig überall finden, gleich ob zu Hause, unterwegs, im Betrieb oder im Krankenhaus. Medizintechnik, Energieerzeugung, industrielle Produktion, Umweltüberwachung oder Verkehrstechnik sind nur einige Anwendungsbereiche.

„Heute haben viele Sensoren, eine einzelne spezifische Funktion“, sagt Hillmer. Künftig entsteht durch eine Vernetzung der Sensoren ein enormer Mehrwert. Sensornetze bestehen aus einer Vielzahl mikroskopisch kleiner Einheiten, die Informationen sammeln und diese zum Beispiel per Funk untereinander austauschen. So wird es in einigen Jahren möglich sein, empfindliche Sensoren in einer Armbanduhr zu platzieren, die dort lebenswichtige Körperfunktionen ihres Trägers überwachen und ihn warnen, wenn beispielsweise sein Blutzuckerspiegel sinkt.

Dank Vernetzung könnte die Uhr ihren Träger nicht nur zum nächsten Restaurant leiten, sondern ihn auch warnen, wenn er einen Raum betritt, in dem sich Allergie auslösende Stoffe befinden. „Der Mensch steht immer im Mittelpunkt“, betont Hillmer. Wegen der hochkomplexen Auswertung der gesammelten Daten ist für die Sensorexperten der wissenschaftliche Austausch mit Informatikern wichtig. „Zahllose Daten müssen verarbeitet und intelligent ausgewertet werden“, betont der Kasseler Forscher. Hier müsse die Computerwissenschaft etwa völlig neue Algorithmen entwickeln, um alle in Sensornetzen gesammelten Informationen rasch und zuverlässig auszuwerten.

Die Konferenz führt Experten aus Forschung und Industrie zusammen und bietet damit ein Forum für den Austausch und die Präsentation neuester Entwicklungen und bedeutender Innovationen auf den Gebieten der vernetzten Sensor-Systeme. Eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschulen wird dadurch initiiert sowie effizient und erfolgreich gestaltet.

Zur INSS 2010, die im Kongress Palais Kassel stattfindet, werden Wissenschaftler aus der ganzen Welt erwartet. Diese Konferenz findet jeweils abwechselnd in Asien, USA und Europa statt. 2008 war sie zu Gast in Kanazawa/Japan und 2009 in Pittsburgh/USA.

Anmeldung und ausführliches Konferenzprogramm unter http://www.inss-conf.org/2010/.

Hinweis für Journalisten: Bei Interesse an einem Interview mit Prof. Dr. Hillmer kontaktieren Sie bitte die Pressestelle der Universität.

Info
Prof. Dr. rer. nat. Hartmut Hillmer
tel ++49 (0)561/ 804 4485
e-mail hillmer@uni-kassel.de
Universität Kassel
Fachbereich Elektrotechnik/Informatik
Dr. Guido Rijkhoek
tel ++49 (0)561/804 2217
e-mail rijkhoek@uni-kassel.de
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.inss-conf.org/2010/

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