Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen für die Medizin

30.06.2010
Internationaler Kongress „MedTech Pharma 2010“ in Nürnberg

Ein bedeutender Kongress der Medizin- und Gesundheitsbranche tagt im Nürnberger Congress Center: 800 Experten kommen heute und morgen zu „MedTech Pharma 2010- Medizin Innovativ“ zusammen. Ingesamt 65 hochkarätige Referenten und 135 Fachaussteller bilden den Kern der Veranstaltung.

Das Spektrum reicht von medizinischer Bildgebung, intelligenten Gerätelösungen und Krankenhaus-IT bis zu technologieunterstützten Pflegesystemen sowie Personalisierter Diagnostik und Therapie. Das Bundesforschungsministerium ist mit einem eigenen Symposium zu bioaktiven Implantaten und molekularer Bildgebung beteiligt.

Nürnberg – Ein bedeutender Kongress der Medizin- und Gesundheitsbranche tagt im Nürnberger Congress Center: 800 Experten kommen heute und morgen in Nürnberg zu „MedTech Pharma 2010- Medizin Innovativ“ zusammen. Ingesamt 65 hochkarätige Referenten und 135 Fachaussteller bilden den Kern der Veranstaltung. Themenvielfalt prägt das Profil des Kongresses: Das Spektrum der Hauptblöcke Elektronik & IT in der Gesundheitsbranche und Personalisierte Medizin reicht von medizinischer Bildgebung, intelligenten Gerätelösungen und Krankenhaus-IT bis zu technologieunterstützten Pflegesystemen sowie Personalisierter Diagnostik und Therapie. Das Bundesforschungsministerium ist mit einem eigenen Symposium zu bioaktiven Implantaten und molekularer Bildgebung beteiligt.

Großes Interesse zeigten die Teilnehmer an der Themenreihe Personalisierte Medizin. Die gezielte Behandlung von Patienten nach vorausgehender Erhebung ihres genetischen Profils steht dabei im Vordergrund. Ziel ist es, für den Patienten aufgrund seiner individuellen Eigenschaften eine maßgeschneiderte Therapie zu entwickeln. Die Umsetzung vorbeugender Maßnahmen auf Basis der Gene des Einzelnen kann laut Professor Wess vom Helmholtz Zentrum München allerdings noch Jahre dauern. Die Forschungsergebnisse sollen aber möglichst schnell den Patienten zugute kommen. Die Wissenschaft hat auch schon wichtige Ziele erreicht. „Bereits heute sind durch genetische Verfahren die Ursachen vieler monogenetischer Erkrankungen bekannt. Die sogenannte Targeted Therapy mit einer neuen Qualität von Arzneimitteln, die ganz spezifisch in das Krebsgeschehen ein¬greifen, sind große therapeutische Durchbrüche. Mittlerweile zeigt eine Reihe von Beispielen, dass die Anwendung von Arzneimitteln durch DNA-Untersuchungen effi¬zienter und sicherer gemacht werden können.“

Erste Firmen bieten in USA bereits ihre Dienstleistungen direkt dem Verbraucher an und identifizieren indivi¬duelle Risikofaktoren von Krankheiten, so Wess. Da diese Entwicklungen auch die großen Volkskrankheiten wie Krebs, Alzheimer, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenerkrankungen einschließen, wird es tiefgreifende Auswirkungen auf Gesundheits¬systeme, Versorgung und Industrie geben.

In der Vortragsreihe HomeCare & Ambient Assisted Living wurde deutlich, dass der Bedarf an Dienstleistungen zur Förderung eines eigenständigen Lebens im Alter in den nächsten Jahren wachsen wird. Laut dem Träger-Konsortium des SmartSenior-Projekts waren 2008 32,2 Millionen Bürger (39 Prozent der deutschen Bevölkerung) 50 Jahre oder älter. Im Zuge des demographischen Wandels wird die Anzahl der Haushalte mit Personen, die älter als 50 Jahre sind, in den nächsten zehn Jahren um die Hälfte wachsen. Die Generation 50+ ist mit einem Nettoeinkommen von ca. 740 Milliarden Euro (2008) finanziell gut situiert und willens, in wichtige Lebensbereiche zu investieren.

Das Forschungsprojekt SmartSenior hat zum Ziel, älteren Menschen aus ökonomischer, gesundheitlicher und sozialer Sicht mit Hilfe von technologischen Innovation ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu erhalten. Bisher sind noch keine integrativen, einheitlichen Lösungen auf dem Markt, die die individuell verschiedenen Bedürfnisse berücksichtigen.

Den Weg zur echten Online-Zusammenarbeit in der Medizin wird Prof. Dr. Kurt Marquardt der Rhön-Klinikum-AG am zweiten Kongresstag aufzeigen. Medizinische „Leistungsallianzen“ ebnen den Weg für bessere Kooperation und Kommunikation zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, indem darin gezielt medizinische Daten zusammenfließen. „Mit der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte WebEPA vernetzen wir die an der Patientenversorgung beteiligten Ärzte und ermöglichen es den behandelnden Ärzten, wichtige Behandlungsdaten schnell und sicher untereinander einzusehen, Formulare gemeinsam zu bearbeiten und Zweitmeinungen elektronisch einzuholen. Auf diese Weise vermeiden wir für den Patienten belastende und teure Doppeluntersuchungen, erhöhen die Behandlungssicherheit und vermeiden unnötige Kosten. Darüber hinaus kann auf vorhandenes und gesammeltes Wissen zurückgegriffen werden“, so Marquart.

Veranstalter des Kongresses sind das Nürnberger Forum MedTech Pharma e.V. und die Bayern Innovativ GmbH im Rahmen des Clusters Medizintechnik. Mit 650 Mitgliedern aus allen Bereichen der Medizin und aus 15 Ländern ist das Forum MedTech Pharma deutschland- und europaweit eines der größten Netzwerke in der Gesundheitsbranche. Der Vorsitzende des Vorstandes, Prof. Michael Nerlich, resümiert den Kongress: „Das Konzept von MedTech Pharma 2010 hat sich bestätigt: Die Themenvielfalt und fachliche Qualität der Vorträge sind auch in diesem Jahr wieder für zahlreiche Experten höchst attraktiv. Die Ausstellung ist ebenfalls sehr gut besucht und zeigt das Interesse an innovativen Technologien, Produkten und Trends. Dieser großartige Erfolg motiviert uns für unseren nächsten MedTech Pharma-Kongress am 4./5. Juli 2012.“

Marlene Klemm | idw
Weitere Informationen:
http://www.medtech-pharma.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften