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Über Grenzen hinaus: Zehnte Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen

09.09.2010
Grenzüberschreitend ist heuer die zehnte Jahrestagung der der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) - erstmals findet sie in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Gesellschaften der Nachbarländer Österreich und Schweiz statt.
Tagungsort für die Veranstaltung unter dem Titel
„Bipolare Störungen – Über Grenzen hinaus“
ist vom Donnerstag, 7. Oktober, bis Samstag, 9. Oktober, Friedrichshafen am Bodensee. Die Tagung wird in Kooperation mit dem Bezirkskrankenhaus Kempten durchgeführt.

Der Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses Kempten, Professor Dr. Peter Brieger, ist gemeinschaftlich mit Professor Dr. Dr. Michael Bauer, Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie an der Technischen Universität Dresden, Tagungspräsident.

Bipolar affektive Störungen sind Krankheiten, die mit einem Wechsel an Depression und Manie einhergehen: Zwischen den Polen „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ führt diese Krankheit oft zu Instabilität. Betroffen sind allein in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen. Der Verlauf bipolar affektiver Störungen ist unbehandelt oft problematisch: Erhebliche Probleme in Arbeit und Familie, aber auch im subjektiven Wohlbefinden sind die Konsequenzen. Die gesundheitsökonomischen Folgen dieser Krankheit sind – wenn sie nicht adäquat behandelt wird – gravierend: Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und Produktivitätsverlust sind erheblich. Das subjektive Leiden der Betroffenen kann schwer sein und bis zum Suizid führen. Prinzipiell sind aber bipolar affektive Störungen behandelbare Erkrankungen, für die Medikamente und Psychotherapie oder Psychoedukation helfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen hat sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, aber auch einen entsprechenden wissenschaftlichen Austausch zu pflegen. Bei der Jahrestagung in Friedrichshafen wird wie auch bei den vorausgegangenen Jahrestagungen ein trialogisches Konzept realisiert: Dies bedeutet, dass Teilnehmer der Tagung sowohl klinisch tätige, wie auch wissenschaftlich aktive Ärzte und Psychologen sind, aber auch Betroffene und Angehörige nach Friedrichshafen kommen. Dieser trialogische Austausch „auf gleicher Augenhöhe“ hat sich als fruchtbar erwiesen.

Bei der diesjährigen Jahrestagung gibt es mehrere Besonderheiten: Erstmalig findet sie als Kooperation mit den Nachbarländern Österreich und Schweiz statt. Die „Österreichische Gesellschaft für Bipolare Erkrankungen“ und die „Schweizerische Gesellschaft für Bipolare Störungen“ sind Mitveranstalter und jeweils mit eigenen Veranstaltungen in der Tagung präsent. Die nahezu abgeschlossene S3-Leitlinie zur Behandlung Bipolarer Störungen wirft ihre Schatten voraus. Sie soll im Herbst endgültig veröffentlicht werden, erste Informationen dürften aber auch in der Tagung bereits mitgeteilt werden. Das Programm der Jahrestagung umfasst aber auch Aspekte wie die aktuelle Versorgungssituation, die Früherkennung, rechtliche Aspekte, Salutogenese, Stigma, aber auch geschichtliche Konzepte, Internet und neue Medien. Weiterführende Informationen sind im Internet zu finden unter www.dgbs.de oder www.bkh-kempten.de.

Informationen zu den Bezirkskliniken Schwaben gibt es im Internet unter www.bezirkskliniken-schwaben.de.

Birgit Böllinger | Newsletter Bezirk Schwaben
Weitere Informationen:
http://www.bezirkskliniken-schwaben.de
http://www.bezirk-schwaben.de

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