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Geodäten digitalisieren Ernst August

03.06.2016

Aktion am Hauptbahnhof zum Tag der Geodäsie am 4. Juni 2016: Die Leibniz Universität vermisst das Ernst-August-Denkmal mit einem Laserscanner und bildet es digital ab

Premiere für das Reiterstandbild Ernst-August am hannoverschen Hauptbahnhof: Erstmals wird das Denkmal vor dem Hauptbahnhof digital erfasst. Am „Tag der Geodäsie“, dem 4. Juni 2016, zeigt die Fachrichtung Geodäsie und Geoinformatik der Leibniz Universität Hannover von 10 bis 14 Uhr, wie der beliebte Hannoveraner Treffpunkt „Unter’m Schwanz“ auf dem Computer in 3D abgebildet werden kann.

Die Aktion findet direkt auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof Hannover statt, Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Die Besucher haben auch die Möglichkeit, sich selber zusammen mit dem Reiterstandbild Ernst-August in 3D aufnehmen zu lassen.

„Wir wollen vermitteln, dass Geodäten zum Beispiel durch die 3D-Erfassung von Bauwerken wichtige Beiträge zur Digitalisierung der Welt beisteuern“, sagt Prof. Dr.-Ing. Ingo Neumann vom Geodätischen Institut der Leibniz Universität, der die Aktion koordiniert. „Vielen – darunter auch angehenden Studierenden – ist nicht bewusst, wie das heutige Tätigkeitsfeld von Geodäten konkret aussieht. Deshalb nutzen wir diesen Tag, um das Berufsfeld Geodäsie in der Öffentlichkeit vorzustellen.“

Hintergrund:

Ausgerufen hat den „Tag der Geodäsie“ der Ausschuss Geodäsie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (DGK). Das Gremium, das bundesweit die geodätische Forschung und die Studieninhalte koordiniert, wirbt mit diesem Tag für den Ingenieurstudiengang „Geodäsie und Geoinformatik“. Mit verschiedenen Veranstaltungen, etwa auch in Darmstadt und Bonn, zeigt die DGK, dass das heutige Berufsbild nur noch wenig mit dem Image vom traditionellen Landvermesser mit rot-weißem Fluchtstab am Straßenrand zu tun hat.

Der moderne Geodät liefert vielmehr Datengrundlagen für immer genauere digitale Modellierungen der realen Umwelt. Zum Einsatz kommen eine Reihe von Erfassungsgeräten und technischer Sensorik bis hin zu Satelliten im All. Die virtuellen Nachbauten sind dann ein zentrales Werkzeug, um wichtige gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen – wie Maßnahmen in den Bereichen Stadtentwicklung, Energiewende und Mobilität.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Ingo Neumann vom Geodätischen Institut der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 2461 oder per E-Mail unter neumann@gih.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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