Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Genitalrekonstruktion bis Organspendeskandal - Urologen diskutieren was Deutschland bewegt

28.08.2013
Das Veranstaltungsformat ist neu und richtet sich insbesondere auch an die Medienvertreter: In sogenannten Öffentlichkeitsforen greift die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) auf ihrer 65. Jahrestagung in Dresden kontroverse Themen aus der Urologie auf. „Einige medizinisch strittige Themen haben in letzter Zeit scharfe gesellschaftliche Kontroversen ausgelöst.

Hier kann eine öffentliche wissenschaftliche Diskussion den sachlichen Meinungsbildungsprozess auf den verschiedensten Ebenen der Gesellschaft befördern“, erklärt DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle die Intention der Fachgesellschaft. DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch heißt deshalb alle interessierten Journalisten zum „Öffentlichkeitsforum 2“ am 27. September 2013, von 10.30 bis 12.00 Uhr in der Messe Dresden herzlich willkommen.

Die Themen des Forums bewegen ganz Deutschland. Die rituelle Zirkumzision etwa hielt die Republik im Sommer 2012 in Atem. Für die einen ist die inzwischen gefundene gesetzliche Regelung ein Kompromiss, für die anderen dagegen eine Grundrechtsverletzung. Mit Dr. Antje Yael Deusel referiert eine Urologin und Rabbinerin zum Thema.

Auch die Genitalrekonstruktion vor der Pubertät ist hierzulande heftig umstritten. Sie wird als Therapie gelobt, aber auch als Verstümmelung gescholten. Prof. Dr. Susanne Krege erläutert die Hintergründe.

Der Organspendeskandal hat das ganze Land schockiert. In der Folge sinkt in der Bevölkerung die Bereitschaft, nach dem Tod Organe zu spenden. DGU-Generalsekretär Prof. Dr. Oliver Hakenberg will diesen Prozess stoppen: „Das Verhalten einiger weniger ist keine Krise der gesamten Medizin und keine systemimmanente Katastrophe der Transplantationsmedizin.“

Nierenlebendspenden sind angesichts des Organmangels eine medizinische Alternative, doch das Für und Wider bewegt die Gemüter. Im Internet werden potentielle Lebendspender vor möglichen Folgen wie dem Erschöpfungssyndrom gewarnt. Medizinische Studien sehen indes keine körperlichen Nachteile für die Lebendspender, weiß Referent Prof. Dr. Paolo Fornara.

„Die DGU hofft auf ein breites Medienecho ihrer neuen Öffentlichkeitsforen, um medizinisch fundierte Informationen zu aktuellen gesellschaftlichen Kontroversen in die Öffentlichkeit zu transportieren“, sagt Pressesprecherin Prof. Dr. Kliesch.

Das gilt natürlich ebenfalls für das „Öffentlichkeitsforum 1“, das schon am Vortag, dem 26. September 2013, von 13.00 bis 14.45 Uhr in der Messe Dresden die PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms thematisiert. Über deren Nutzen und Risiken wird derzeit heftiger denn je debattiert.

Medienvertreter erwartet in der Messe Dresden ein voll ausgestattetes Pressezentrum. Die Eröffnungs-Pressekonferenz findet am Donnerstag, dem 26. September 2013, 15:00 bis 16:30 Uhr statt. Ein Pressegespräch mit DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle ist für den 27. September, 12:00 bis 13:00 Uhr geplant.

Weitere Informationen:
DGU-Kongresspressestelle
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 - 79140560
Mobil: 0170 - 4827287
redaktion@bettina-wahlers.de

Bettina-Cathrin Wahlers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgu-kongress.de
http://www.urologenportal.de
http://www.dgu-kongress.de/index.php?id=317

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise