Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gehirnerkrankungen: Biomarker mit Schlüsselfunktion gesucht

12.06.2015

International besetztes Symposium mit Medizin-Nobelpreisträger Thomas Südhof sowie Forschern aus Europa und den USA am Forschungsstandort Göttingen. Austausch von neurowissenschaftlichen Grundlagenforschern über ursächliche Prozesse zur Entstehung von Gehirnerkrankungen.

Noch ist ungeklärt, welche Vorgänge genau in der Entwicklung neuronaler Netzwerke zu ganz unterschiedlichen psychiatrischen Erkrankungen, wie Autismus oder Schizophrenie, führen. Sogenannte „Synaptopathien“, mögliche Störungen in der Übertragung zwischen den Kontaktstellen (Synapsen) von Nervenzellen, stehen im Fokus eines international besetzten Symposiums, das von Samstag, dem 13. Juni 2015, bis Sonntag, dem 14. Juni 2015, am European Neuroscience Institute (ENI-G) in Göttingen stattfindet. Das Symposium steht unter dem Titel „Synaptische Basis neuronaler Netzwerkdysfunktionen bei Gehirnerkrankungen“.


Logo ENI-G

ENI-G

Ausgewiesene Neurowissenschaftler aus den USA, Europa und Deutschland diskutieren neueste Entwicklungen und Ergebnisse zur Proteinfunktion in der Synapsenentwicklung und -plastizität. Der Medizin-Nobelpreisträger des Jahres 2013, Prof. Dr. Thomas C. Südhof von der Stanford University in Kalifonien, USA, hält die Keynote-Lecture. Dieser Vortrag findet statt am Samstag, dem 13. Juni 2015, um 16:30 Uhr.

Initiiert und organisiert hat das Symposium Dr. Dr. Oliver Schlüter, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Neurobiologie“ am ENI-G, zusammen mit Dr. Weifeng Xu vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. Gefördert wird der internationale Austausch der Neurowissenschaftler während des ENI-MIT-Symposiums unter anderem vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK).

ENI-MIT-Symposium
„Synaptische Basis neuronaler Netzwerkdysfunktionen bei Gehirnerkrankungen“
Samstag, 13. Juni 2015, bis Sonntag, 14. Juni 2015
European Neuroscience Institute Göttingen
Grisebachstraße 5, 37077 Göttingen

„Wir gehen davon aus, dass die Diskussionen helfen werden, in Zukunft spezifische Signalwege in der Synapsenverknüpfung zu entschlüsseln, die einzigartig von Proteinsubtypen oder -komplexen gesteuert werden und somit eventuell bei Funktionsverlust kennzeichnend für bestimmte psychiatrische Erkrankungen sind. Wenn solche Biomarker künftig im Blut oder im Nervenwasser nachweisbar wären, könnte dies von außergewöhnlicher Bedeutung für die Diagnosestellung und das Verständnis der Auslöser oder Ursachen von psychiatrischen Erkrankungen sein“, sagt der Symposiums-Initiator Dr. Dr. Oliver Schlüter vom ENI-G.

Weitere Informationen zum Symposium: www.eni-mit-symposium.uni-goettingen.de/

WEITERE INFORMATIONEN:
European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G)
Molecular Neurobiology
Dr. Dr. Oliver M. Schlüter
Grisebachstr. 5, 37077 Göttingen, Telefon 0551 / 39-10374
oschlue@gwdg.de, Internet: http://www.eni.gwdg.de/index.php?id=101

European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G)
Christiane Becker
Telefon 0551 / 39-12344
c.becker@eni-g.de

Stefan Weller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften