Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefährdet die Energiewende die Qualität des Wassers?

03.09.2012
Kolloquium an der TU Hamburg

Wie wirkt sich die Energiewende auf den Wasserhaushalt aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich Experten aus dem Bundesgebiet am 12. und 13. September an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH). Das Thema ist einer von vier Schwerpunkten des 24. Hamburger Kolloquiums zur Abwasserwirtschaft.

Mehr als 100 Wissenschaftler und Praktiker werden sich an zwei Tagen außerdem mit den Auswirkungen von Mikroschadstoffen im Wasser beschäftigen, die zum Beispiel Arzneimittel und Fassadenputz hinterlassen. Auf der Tagesordnung stehen auch Maßnahmen zur Reinigung von Industrieabwässern.

Die Teilnehmer kommen aus Ingenieurbüros, staatlichen Institutionen, Abwasserzweckverbänden und Hochschulen. Zum Auftakt spricht Prof. Dr.-Ing. Mathias Ernst über „Potenzielle Gefahren für das Trinkwasser im Zuge der Energiewende. „Die Restrukturierung des Energiemarktes in Folge der Energiewende kann mit erheblichen Gefahren für Gewässer und Trinkwasser verbunden sein“, sagt der neue Leiter des Instituts für Wasserressourcen und Wasserversorgung der TUHH.
Der stark zunehmende Anbau von Biomasse fordere weitere Ackerflächen, die teilweise als „Verdünnungsflächen“ auch zum Grundwasserschutz eingesetzt werden. Zunehmend kritisch beurteilt würden ferner der vornehmliche Anbau von Mais, hohe Gaben von Stickstoffdünger, Gärreste mit hohen stofflichen und mikrobiologischen Belastungen sowie die Nachhaltigkeit des Biomasse-Anbaus. Auch Windparks, Solar- und Geothermie-Anlagen könnten nicht a priori als unproblematisch gelten.

Im zweiten Schwerpunktthema „Spurenstoffe und Risikomanagement“ geht es um Mikroverunreinigungen – Arzneimittel und Industriechemikalien – die aufgrund verbesserter analytischer Verfahren in sämtlichen aquatischen Systemen nachgewiesen werden können. Um die Bedeutung dieser Thematik zu beleuchten, werden in fünf Vorträgen europäische Umweltqualitätsnormen, toxikologische Auswirkungen einschließlich Bewertungsunsicherheiten, internationale Fallbeispiele sowie die wasserwirtschaftliche Rolle von Fassadenputzen vorgestellt.
Der dritte Themenschwerpunkt setzt sich mit den Themen „Prävention und Schadensmanagement“ auseinander. Dabei geht es um Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen für Gewässer sowie praktische Aspekte der Schadstoffunfallbekämpfung.

Der vierte Schwerpunkt ist den Industrieabwässer gewidmet. Thematisiert werden die neuesten rechtlichen Regelungen sowie technische Möglichkeiten zu deren Behandlung.

Gastgeber des zweitägigen Kolloquiums sind das Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der TUHH, die Gesellschaft zur Förderung der Forschung und Entwicklung der Umwelttechnologien an der TU Hamburg-Harburg e.V., die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie das stadteigene Unternehmen Hamburg Wasser.
Text: Henning Büttner
http://intranet.tu-harburg.de/aktuell/pressemittelung_einzeln.php?id=7924

Für Rückfragen:

TU Hamburg-Harburg
Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz
Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl
Tel.: 040 42878-30 07
E-Mail: otterpohl@tuhh.de

TU Hamburg-Harburg
Pressesprecherin
Jutta Katharina Werner
Tel. 040 /42878-4321
E-Mail: j.werner@tuhh.de

Jutta Katharina Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tuhh.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht »Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung
19.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht MES-Special für Controller und Produktionsmanager in Hoffenheim sehr gut gebucht
04.09.2017 | gbo datacomp GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie