Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf frischer Tat ertappt - Krankheiten werden in Greifswald live beobachtet

08.05.2012
Wissenschaftler beraten vom 10. bis zum 12. Mai 2012 während einer internationalen Tagung in Greifswald über den Einsatz modernster hochauflösender Mikroskope.

Die Konferenz Molecular Imaging in Research findet im Rahmen des Projektes EnVision statt. Die Experten aus Deutschland, Europa und Übersee wollen sich darüber austauschen, welche Fortschritte bei der Krankheitsanalyse beim Einsatz molekularer Bildgebungsverfahren bereits erreicht werden konnten. Im Fokus stehen Störungen der Nierenfunktion sowie Erkrankungen des Gehirns und des körpereigenen Abwehrsystems.


Bei höherer Vergrößerung kann man die Bildung der Blutgefäße verfolgen. Die Endothelzellen bilden Fortsätze, über die sie Kontakt aufnehmen und sich zu einem Strand verbinden. Foto: Dr. Nicole Endlich, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Universität Greifswald

Die Tagung findet im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald statt.

Bisher waren mit dem Mikroskop nur Momentaufnahmen möglich, jetzt ist die Medizin den Krankheitsprozessen live auf der Spur. Mit modernsten Instrumenten können Zellen im lebenden Gewebe direkt beobachtet werden. Mit dieser als „molekulare Bildgebung“ bezeichneten Methode ergeben sich ganz neue Einblicke in zelluläre und molekulare Krankheitsmechanismen.

Eines dieser Hochleistungsmikroskope, mit dem solche Einblicke in Krankheitsprozesse möglich sind, steht an der Universitätsmedizin Greifswald. Die Technik erlaubt die direkte Beobachtung des Angriffs von Immunzellen auf Nervenzellen. Darüber hinaus kann verfolgt werden, auf welchem Weg Medikamente an ihren Wirkort gelangen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen Erkenntnissen neue Ansatzpunkte für die bessere Behandlung von Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose und Nierenversagen.

„Nun wird es tatsächlich möglich, eine Immunzelle live bei ihrem Angriff auf eine Nervenfaser zu beobachten. Gleichzeitig können wir damit direkt die Wirkung von Medikamenten studieren“, so Prof. Dr. Barbara Bröker, Leiterin des Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin.
Das Projekt EnVision wird von der Europäischen Union mit zwei Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen
EnVision http://www.project-envision.de/
− Über diesen Link finden Sie auch das Tagungsprogramm
Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Christine Pöhlke
Projektassistenz, Doktorandin
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, NK, 17475 Greifswald
Telefon 03834 86-22159 und 86-6858
Mobil 0171 4790313
cpoehlke@uni-greifswald.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.project-envision.de/
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften