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Forschung trifft Wirtschaft: Universität Leipzig auf Technologietransferkonferenz vertreten

02.10.2014

Wissenschaftler und Technologietransfer-Experten der Universität Leipzig nehmen am 9. und 10. Oktober 2014 an der Technologietransfer-Konferenz bionection in Dresden teil. Dabei präsentieren sie die besten Ideen biotechnologischer Forschung einem Publikum international agierender Unternehmen und Investoren, um sich für Forschungs- und Entwicklungskooperationen zu empfehlen.

Technologietransfer beschreibt die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. In der modernen Biotechnologie können Wissenschaftler allein diesen Prozess nicht leisten. Erst Partnerschaften, die Kompetenzen aus akademischer Forschung und Technologieunternehmen bündeln, führen dazu, dass zum Beispiel neue Therapieverfahren in die klinische Anwendung kommen.

Solcherart strategische Partnerschaften zu initiieren, ist erklärtes Ziel der bionection. Die 2014 erstmals stattfindende, von biosaxony organisierte Veranstaltung versteht sich als Kontaktmesse für anwendungsorientierte Erfindungen einerseits und technologieorientierte Unternehmen andererseits.

Als Technologietransferbeauftragter der Universität Leipzig wird Tobias Mahn vom Life Science Entrepreneurship Office (LEO) die bionection nutzen, um Industriepartner für gemeinsame Entwicklungen zu identifizieren und Kooperationen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte anzubahnen.

LEO ist ein Gemeinschaftsprojekt des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums (BBZ), der Forschungskontaktstelle der Universität Leipzig sowie der Gründerinitiative SMILE.medibiz, das Lebenswissenschaftler beim Transfer von verwertungsrelevanten Forschungsergebnissen, abgestimmt auf die technologischen Bedarfe der lokalen Wirtschaft, unterstützen soll.

"Die bionection ermöglicht es, den Forschungsstandort Sachsen mit seinen spezifischen Stärken weiter bekannt zu machen und überregionale große Player von der Innovationskraft der hiesigen Wissenschaft zu überzeugen. Vor allem bietet die Veranstaltung eine Plattform, um konkrete Partnerschaften von Unternehmern mit Wissenschaftlern anzubahnen, die zu anwendungsnaher Verbundforschung, Auftragsforschung, spezifischen Serviceleistungen für Forschung und Entwicklung oder gar zu konkreten Transfer-Geschäften führen", erläutert Technologie-Scout Mahn.

Auch die Wissenschaftler der Universität Leipzig selbst werden ihre Chance nutzen, kommerziell attraktive Forschungsprojekte, zum Beispiel zu potenziellen Therapeutika und Diagnostika sowie zu innovativen Plattformtechnologien, auf der bionection zu präsentieren. So stellt Dr. Claudia Heine vom Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig ein neuartiges Verfahren vor, das den Einfluss von Substanzen auf das Wachstum und die Regenerationsfähigkeit von Nervenfasern testet. Dadurch können Substanzen für die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung neurologischer Erkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Parkinson oder Depression, identifiziert werden.

Eine für Pharmaentwickler ebenfalls hochinteressante Plattform für pharmazeutisches Wirkstoffscreening präsentiert Dr. Stephan Schmidt aus der Arbeitsgruppe "Biophysikalische Chemie" von Prof. Dr. Tilo Pompe. Die auf Hydrogel-Partikeln basierende Technologie ist ausgesprochen sensitiv, arbeitet markierungsfrei und bietet aufgrund ihrer Eignung für das Hochdurchsatzverfahren erhebliche Kosteneinsparpotenziale.

Ein neues Therapiekonzept zur Behandlung der pathologischen Kurzsichtigkeit - einer Augenerkrankung, bei der sich das Auge unaufhaltsam ausdehnt - zeigt Dr. Mike Francke vom TRM Leipzig. Patienten, die an dieser Krankheit leiden, müssen mit massiven Netzhautschäden, schweren Sehstörungen oder gar Erblindung rechnen. Mit Hilfe der neuen Methode, dem Kollagen-Kreuzvernetzen durch Riboflavin (Vitamin B2) und Blaulichtbestrahlung, kann die Ausdehnung des Auges gestoppt werden.

Dr. Matthias Nüchter, Leiter der Geschäftsstelle des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE), will auf der bionection Industriepartner für gemeinsame Projekte insbesondere zur Auswertung der bisher gesammelten Daten gewinnen. LIFE hat Daten und Bioproben von 26.500 Leipziger Bürgern gesammelt, um diese unter Verwendung neuester biotechnischer und klinischer Analyseverfahren auszuwerten. Die Ergebnisse sollen helfen, die Früherkennung und Diagnose von Volkskrankheiten zu verbessern.

Weitere Informationen:
Tobias Mahn
Technologietransferbeauftragter
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum (BBZ)
Life Science Entrepreneurship Office (LEO)
Telefon: +49 341 97 31387
Telefax: +49 341 97 31309
E-Mail: tobias.mahn@bbz.uni-leipzig.de

Weitere Informationen:

http://www.trm.uni-leipzig.de - Webseite des Translationszentrum der Regenertaiven Medizin (TRM) der Universität Leipzig
http://www.bbz.uni-leipzig.de - Website des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums der Universität Leipzig
http://www.life.uni-leipzig.de - Website des Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen der Universität Leipzig
http://www.smile.uni-leipzig.de - Website des Gründernetzwerks SMILE

Maria Garz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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