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Familienpolitik in der Krise?

19.11.2009
Familienpolitik in der Krise?
Deutschland und Russland auf dem Prüfstand -
Konferenz tagt am 7./8. Dezember 2009 in Berlin

Was sind die Ursachen für geringe Fertilität? Ist es die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa durch ein schlecht ausgebautes Kinderbetreuungsnetz? Oder prägen familiäre Netzwerke unsere Entscheidungen?

Welche Auswirkungen haben die ökonomische Abhängigkeit von Frauen, soziale Abstiegsängste oder eine pessimistische Zukunftserwartung der Menschen? Und welche Rolle spielt es, wenn junge Menschen immer später Kinder kriegen oder ungewollt kinderlos bleiben? Zeigen die bisher ergriffenen Maßnahmen bereits Wirkung, oder brauchen wir "einen langen Atem" in der Familienpolitik?

Dies sind nur einige der Fragen, die auf der Konferenz "Challenges in Family and Fertility Development in Russia and Germany" am 7. und 8. Dezember 2009 in Berlin diskutiert werden. Russische und deutsche Wissenschaftler präsentieren Ergebnisse ihrer Forschung vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Geburtenraten und einer alternden Gesellschaft in beiden Ländern. Hierzulande wie in Russland hat der Demografische Wandel gravierende politische Folgen, etwa für die Finanzierung der Sozialsysteme oder für den Arbeitsmarkt. Gerade im Vergleich der beiden Nationen mit ihren verschiedenen Lebensbedingungen und staatlichen Systemen lässt sich verstehen, wie gut unterschiedliche familienpolitische Maßnahmen greifen.

Die Konferenz bringt international renommierte Wissenschaftler und Politiker zusammen. In einer Abschlussdiskussion zum Thema "Deutschland und Russland in der 'Demografischen Falle'? Herausforderungen der Familienpolitik in einer Alternden Gesellschaft" diskutieren die deutschen Experten Kurt Biedenkopf und Christiane Dienel (NEXUS Institut, Staatssekretärin a.D.) mit Anatoli Vishnewsky (Direktor des Moskauer Instituts für Demografie) und Nelli B. Naygovzina (Sozialexpertin der russischen Regierung) über familienpolitische Strategien in Russland und Deutschland.

Wissenschaftliche Beiträge mit politischem Bezug liefern Forscher unter anderem aus dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und dem Institut für Demografie der Higher School of Economics in Moskau.

Das vollständige Programm findet sich auf: www.population-europe.eu.

Auf Grund des begrenzten Sitzplatzangebots wird um vorherige Anmeldung gebeten. Ein Dolmetscherservice steht für die Konferenzsprachen Deutsch, Russisch und Englisch zur Verfügung.

Kontakt:
Dorothea Rieck, Wissenschaftliche Koordinatorin,
Max-Planck-Institut für demografische Forschung / DiaDem,
rieck@demogr.mpg.de bzw. 0381-2081-231

Silvia Leek | idw
Weitere Informationen:
http://www.population-europe.eu
http://www.demogr.mpg.de

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